03 Die polnisch-belarussische Grenze: Perspektiven aus Polen

HART AN DER GRENZE

17-12-2021 • 1 Std. 11 Min.


Daniel war in den letzten Wochen in Warschau und hat die Flüchtlingssituation an der polnisch-belarussischen Grenze intensiv mitverfolgt.

Statt einer humanitären Antwort auf Alexander Lukaschenkas sogenannten "hybriden Angriff" mit "Menschen als Waffe", beherrscht in Polen die geostrategische und sicherheitspolitische Perspektive das Handeln der polnischen Regierung und die Berichterstattung der Medien. In diesem Wettstreit um noch mehr Härte und Abschreckung an der Grenze sind vor allem die Menschen auf der Flucht die Verlierer. Auch das europäische Werte- und Rechtssystem wird derzeit einem Stresstest unterzogen.

Aus deutscher Perspektive verwundert das eskalative Vorgehen der polnischen Behörden an der Grenze. Gleichzeitig sind bisherige Strategie- und Lösungsvorschläge aus Deutschland sowohl unzureichend als auch unrealistisch.

Die Folge hat zum Ziel, die politische Situation in Polen näherzubringen und den Grenzkonflikt aus polnischer Perspektive zu beleuchten. Ein Gespräch mit David Gregosz, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Warschau.

Um die humanitäre Situation an der Grenze besser verstehen zu können, wird diese Dokumentation (polnisch, englische Untertitel) nachdrücklich empfohlen: https://www.youtube.com/watch?v=ouGmmqIHMRQ
Hier zudem ein englischer Artikel einer Aktivistin aus dem Grenzgebiet: https://www.theguardian.com/global-development/2021/dec/08/helping-refugees-poland-belarus-border-forests-illegal