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Steve Schutzbier

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#215 Mit dem Diesel die Strecke Berlin-Bayern im eAuto-Style gefahren - Ich bleibe dabei, es ist jetzt die Zeit, um umzusteigen!
vor 5 Tagen
#215 Mit dem Diesel die Strecke Berlin-Bayern im eAuto-Style gefahren - Ich bleibe dabei, es ist jetzt die Zeit, um umzusteigen!
Mit dem Diesel die Strecke Berlin-Bayern im eAuto-Style gefahren - Ich bleibe dabei, es ist jetzt die Zeit, um umzusteigen!Im letzten Blog und Pod hatte ich euch von meinem Beschluss und die Hintergründe, auf ein eAuto umzusteigen, berichtet. Meine Überlegungen hier waren teils aus der Praxis, teils aus den Angaben des Herstellers und umfangreichen Einarbeiten in das Thema, teils aus YouTube, teils aus eigenen Netz-Recherchen. Und ich hatte ja durchblicken lassen, dass demnächst mit dem Diesel eine Fahrt nach Bayern ansteht und ich da mit einem eAuto-Blick darauf gucken werden. Hier nun die Ergebnisse, wenn auch leider ohne Daten aus dem Diesel, meine Schuld, leider...! Die Zeit ist reif, um endlich auf einen Stromer umzusteigen! Schade, früher entschieden, hätte mir die aktuelle Wartezeit erspart! / Bild-/Quelle: privat  Pfingsten. Die ideale Zeit, um eine Woche Urlaub im heimischen Bayern anzutreten. Und was liegt hier näher, als den Diesel vollzutanken, den ODB-II-Adapter einzuspannen und loszufahren. Es sollte der "Pfingstsamstag" sein, von der Berliner Haustür zum Babyschwimmen und nach Kindbespaßung direkt weiter. In der Hoffnung, dass das Schwimmen einen langen Schlummi nach sich ziehen möge. Und dass wir gut durch den Verkehr kommen. Soweit die Theorie. Der Diesel stand vor der Haustür, beladen und abfahrbereit. Vom aktuellen Standort zum Babyschwimmen sind es genau acht Kilometer. Beim Diesel machen sich diese immer extrem bemerkbar, da es durch typisch-berlinerische neu und sinnlos eingerichtete 30-er-Zonen geht, jede Ampel, die grün wird, in 300 Metern, die nächste rot werden lässt und dann wieder 50 erlaubt ist. Und schon geht der Berliner hirnlose Politiker Dummsinn wieder von vorne los, danke Quoten-"Kein Titel"-Giffey und planloser Umweltpolitik für die weggesiffte Berlin-Brandenburg-Einheitssuppe der Scheiterungsverpflichteten. Aber erste minus acht Kilometer auf einem theoretischen eAuto sind damit gefahren. Leider habe ich vergessen, von meiner Verbrauchsübersicht hier einen "Screenshot" zu machen. Die acht Kilometer müsst ihr euch also auf einer Darstellung, wie den folgenden, hier denken... Danke, ihr besten Blogleser und Podcast-Hörer, die man sich wünschen kann! Gute 75 Minuten später ging es mit dem Auto dann von dem Schwimmbad in einer mir sehr bekannten Richtung: zu meinem Flughafen, von dem weg ich immer starte und lande. Die Bundesstraße und die Strecke kenne ich, daher wusste ich, was auf mich zukommt. Erst ein ewiges Gedämmer, bis man aus der 50er-Zone, die sich noch "Haupt"-stadt nennt, endlich raus ist. Dann 100. 70 für ein paar Meter auf eine Ampel, danach direkt 120. Vor der Abzweigung auf die Autobahn ist dann wieder 100, um mehrspurig und mit der obligatorischen 120-Begrenzung endlich die unendlichen Freiheiten des Geschwindigkeitswahns auf deutschen Autobahnen erleben zu können. Bei mir lief der Tempomat auf 130 und der Fahrspur- und Abstandsassistent erledigten ihre Arbeit. Allerdings musste ich im Verlauf der gesamten Fahrt dreimal kurz auf 140 gehen, um mich nach Überholvorgang oder Abstandsgewinnung zu einem Helden der Straße wieder auf 130 runter segeln zu lassen und genau so weiterzufahren. Hätte ich im eAuto auch nicht anders gemacht. Der Nachwuchs ist mittlerweile eingepennt. Leider, nicht wie bei früheren Fahrten, in einen stundenlangen Schlaf, sondern nur in einen knapp 30-minütigen Blitzschlummi. Trotzdem war Ruhe, nicht wie bei der letzten Fahrt mit dauerhaftem Gekreische und Geheule. So sind wir in Ruhe mit Spiel,Spaß und Kuscheltieren zu zweit bis nach Thüringen gekommen, wo ich, was auch nicht der Begeisterung des Kindes diente, die Ausfahrt zum Rasthof verpasst habe. Hermesdorfer Kreuz, dümmste Beschilderung ever! Das führte nun zu weiteren gut 45 Minuten, bis wir im bayerischen Hof - nicht mit einem Hotel-Lokal-Gedingse zu verwechseln! -  die ehemaligen Grenzanlagen an dem weltbekannten Brückenrestaurant passierten und endlich eine erste und verdiente Pause machten. Klar, Kopf aus dem Auto, der bisherige Sonnenschein war dahin und leichter Regen setzte ein. Mit Tempomat 130 butterweich von Berlin nach Hof in unter drei Stunden - gerne öfter so! / Bild-/Quelle: privatUnd jetzt kommt der Beweis meiner These, dass man mit Kind kein Problem hat, ein eAuto in Ruhe - auch mehrfach - auf einer Strecke wie dieser nachzuladen. Wir hatten, für Windeln, Mittagessen und ein wenig auf dem kleinen Spielplatz tollen, bis es weiterging, etwas über 40 Minuten Zeit verdöddelt, ohne dass eine Sekunde Langeweile aufkam. Alle Parameter wie vor - nur die Uhrzeit oben mittig lügt nicht! Mit eAuto und Kind laden? Kein Problem! / Bild-/Quelle: privatWenn ich jetzt auf dem Papier unterstelle, dass der 82-kW-Akku nun noch eine Restleistung von, machen wir es ein wenig "dramatisch", von 35 Prozent hat, habe ich diese in 40 Minuten an einem der sieben Schnelllader in Hof locker flockig wieder auf 100 % gepumpt. Wobei ich für die Reststrecke nur auch 80 % geladen und im Falle eines Falles noch eine weitere Pause von 20 bis 30 Minuten eingelegt hätte, um erneut nachzuladen. Das Kind hätte es sicherlich nicht gestört. Allerdings hat das Kind auch nicht gestört, dass wir ab Hof im Regen weiter auf einer Autobahn gefahren sind, bis wir zu Hause in die Hofeinfahrt abgebogen sind.  Absoluter Rekord! Zeit, Durchschnittsgeschwindigkeit - so will ich das immer haben!!! / Bild-/Quelle: privatSchade, dass die letzten Kilometer über eine Bundesstraße, auf der ich zweimal gezwungen war, komplett auf Stillstand zu bremsen, um dann von null wieder anzufahren. Blöd, dass ich genau in die beiden Menschenmassenumzüge zum Regentalfest gekommen bin. Das hat mir die wirklich rekordverdächtige Durchschnittsgeschwindigkeit von 105 (im Bild sieht man die Auswirkung, ich bin auf 102 km/h heruntergefallen!) kaputtgemacht. Aber wenn ich mir mal die Kilometer ansehe, muss ich sagen, meine mal so theoretisch geschätzten Angaben aus dem letzten Blog sind korrekt: Wahrscheinlich schaffe ich die Strecke, wenn der Verkehr und keine Staus ähnlich gut mitspielen, wie an diesem Samstag, sogar ohne einen Tankstopp an einer eSäule hin. Ich will aber nicht wissen, was das Kind dazu sagt, lautstark! So, und wo ich jetzt schon mal da bin, geht der Weg nach Pfingsten, wie im letzten Blog angekündigt, direkt zum Skoda-Händler meines Vertrauens. Da bin ich aber echt mal gespannt, was mich meine Wunschpakete so kosten und ob der Wagen noch 2023 geliefert wird. 2022 habe ich geistig schon komplett angeschrieben. Trotz aller Gegenmaßnahmen von Skoda, Kabelbäume nun auch aus zwei weiteren Ländern, die aktuell nicht in einem kranken Angriffskrieg untergehen, zu fertigen, kann all das die Chipkrise, in China und nun auch in Europa die Lieferkettenunterbrechnung auf See nicht ausbügeln. Spoiler: nicht alles, was ich gerne im Auto hätte, kann ich Stand heute genau deshalb bekommen... Bleibt dran, im nächsten Teil decke ich meine Wünsche und die umgesetzten Pakete bei meinem Händler des Vertrauens auf. Und ob ich mir den Wagen dann noch leisten konnte. Oder ob Streicharien es so unattraktiv machen, dass ich gleich einen neuen Superb bestellt habe...! Seid gespannt, es wird nicht langweilig, mit dem eAuto - oder eben auch nicht...! PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#215 Mit dem Diesel die Strecke Berlin-Bayern im eAuto-Style gefahren - Ich bleibe dabei, es ist jetzt die Zeit, um umzusteigen!
vor 5 Tagen
#215 Mit dem Diesel die Strecke Berlin-Bayern im eAuto-Style gefahren - Ich bleibe dabei, es ist jetzt die Zeit, um umzusteigen!
Mit dem Diesel die Strecke Berlin-Bayern im eAuto-Style gefahren - Ich bleibe dabei, es ist jetzt die Zeit, um umzusteigen!Im letzten Blog und Pod hatte ich euch von meinem Beschluss und die Hintergründe, auf ein eAuto umzusteigen, berichtet. Meine Überlegungen hier waren teils aus der Praxis, teils aus den Angaben des Herstellers und umfangreichen Einarbeiten in das Thema, teils aus YouTube, teils aus eigenen Netz-Recherchen. Und ich hatte ja durchblicken lassen, dass demnächst mit dem Diesel eine Fahrt nach Bayern ansteht und ich da mit einem eAuto-Blick darauf gucken werden. Hier nun die Ergebnisse, wenn auch leider ohne Daten aus dem Diesel, meine Schuld, leider...! Die Zeit ist reif, um endlich auf einen Stromer umzusteigen! Schade, früher entschieden, hätte mir die aktuelle Wartezeit erspart! / Bild-/Quelle: privat  Pfingsten. Die ideale Zeit, um eine Woche Urlaub im heimischen Bayern anzutreten. Und was liegt hier näher, als den Diesel vollzutanken, den ODB-II-Adapter einzuspannen und loszufahren. Es sollte der "Pfingstsamstag" sein, von der Berliner Haustür zum Babyschwimmen und nach Kindbespaßung direkt weiter. In der Hoffnung, dass das Schwimmen einen langen Schlummi nach sich ziehen möge. Und dass wir gut durch den Verkehr kommen. Soweit die Theorie. Der Diesel stand vor der Haustür, beladen und abfahrbereit. Vom aktuellen Standort zum Babyschwimmen sind es genau acht Kilometer. Beim Diesel machen sich diese immer extrem bemerkbar, da es durch typisch-berlinerische neu und sinnlos eingerichtete 30-er-Zonen geht, jede Ampel, die grün wird, in 300 Metern, die nächste rot werden lässt und dann wieder 50 erlaubt ist. Und schon geht der Berliner hirnlose Politiker Dummsinn wieder von vorne los, danke Quoten-"Kein Titel"-Giffey und planloser Umweltpolitik für die weggesiffte Berlin-Brandenburg-Einheitssuppe der Scheiterungsverpflichteten. Aber erste minus acht Kilometer auf einem theoretischen eAuto sind damit gefahren. Leider habe ich vergessen, von meiner Verbrauchsübersicht hier einen "Screenshot" zu machen. Die acht Kilometer müsst ihr euch also auf einer Darstellung, wie den folgenden, hier denken... Danke, ihr besten Blogleser und Podcast-Hörer, die man sich wünschen kann! Gute 75 Minuten später ging es mit dem Auto dann von dem Schwimmbad in einer mir sehr bekannten Richtung: zu meinem Flughafen, von dem weg ich immer starte und lande. Die Bundesstraße und die Strecke kenne ich, daher wusste ich, was auf mich zukommt. Erst ein ewiges Gedämmer, bis man aus der 50er-Zone, die sich noch "Haupt"-stadt nennt, endlich raus ist. Dann 100. 70 für ein paar Meter auf eine Ampel, danach direkt 120. Vor der Abzweigung auf die Autobahn ist dann wieder 100, um mehrspurig und mit der obligatorischen 120-Begrenzung endlich die unendlichen Freiheiten des Geschwindigkeitswahns auf deutschen Autobahnen erleben zu können. Bei mir lief der Tempomat auf 130 und der Fahrspur- und Abstandsassistent erledigten ihre Arbeit. Allerdings musste ich im Verlauf der gesamten Fahrt dreimal kurz auf 140 gehen, um mich nach Überholvorgang oder Abstandsgewinnung zu einem Helden der Straße wieder auf 130 runter segeln zu lassen und genau so weiterzufahren. Hätte ich im eAuto auch nicht anders gemacht. Der Nachwuchs ist mittlerweile eingepennt. Leider, nicht wie bei früheren Fahrten, in einen stundenlangen Schlaf, sondern nur in einen knapp 30-minütigen Blitzschlummi. Trotzdem war Ruhe, nicht wie bei der letzten Fahrt mit dauerhaftem Gekreische und Geheule. So sind wir in Ruhe mit Spiel,Spaß und Kuscheltieren zu zweit bis nach Thüringen gekommen, wo ich, was auch nicht der Begeisterung des Kindes diente, die Ausfahrt zum Rasthof verpasst habe. Hermesdorfer Kreuz, dümmste Beschilderung ever! Das führte nun zu weiteren gut 45 Minuten, bis wir im bayerischen Hof - nicht mit einem Hotel-Lokal-Gedingse zu verwechseln! -  die ehemaligen Grenzanlagen an dem weltbekannten Brückenrestaurant passierten und endlich eine erste und verdiente Pause machten. Klar, Kopf aus dem Auto, der bisherige Sonnenschein war dahin und leichter Regen setzte ein. Mit Tempomat 130 butterweich von Berlin nach Hof in unter drei Stunden - gerne öfter so! / Bild-/Quelle: privatUnd jetzt kommt der Beweis meiner These, dass man mit Kind kein Problem hat, ein eAuto in Ruhe - auch mehrfach - auf einer Strecke wie dieser nachzuladen. Wir hatten, für Windeln, Mittagessen und ein wenig auf dem kleinen Spielplatz tollen, bis es weiterging, etwas über 40 Minuten Zeit verdöddelt, ohne dass eine Sekunde Langeweile aufkam. Alle Parameter wie vor - nur die Uhrzeit oben mittig lügt nicht! Mit eAuto und Kind laden? Kein Problem! / Bild-/Quelle: privatWenn ich jetzt auf dem Papier unterstelle, dass der 82-kW-Akku nun noch eine Restleistung von, machen wir es ein wenig "dramatisch", von 35 Prozent hat, habe ich diese in 40 Minuten an einem der sieben Schnelllader in Hof locker flockig wieder auf 100 % gepumpt. Wobei ich für die Reststrecke nur auch 80 % geladen und im Falle eines Falles noch eine weitere Pause von 20 bis 30 Minuten eingelegt hätte, um erneut nachzuladen. Das Kind hätte es sicherlich nicht gestört. Allerdings hat das Kind auch nicht gestört, dass wir ab Hof im Regen weiter auf einer Autobahn gefahren sind, bis wir zu Hause in die Hofeinfahrt abgebogen sind.  Absoluter Rekord! Zeit, Durchschnittsgeschwindigkeit - so will ich das immer haben!!! / Bild-/Quelle: privatSchade, dass die letzten Kilometer über eine Bundesstraße, auf der ich zweimal gezwungen war, komplett auf Stillstand zu bremsen, um dann von null wieder anzufahren. Blöd, dass ich genau in die beiden Menschenmassenumzüge zum Regentalfest gekommen bin. Das hat mir die wirklich rekordverdächtige Durchschnittsgeschwindigkeit von 105 (im Bild sieht man die Auswirkung, ich bin auf 102 km/h heruntergefallen!) kaputtgemacht. Aber wenn ich mir mal die Kilometer ansehe, muss ich sagen, meine mal so theoretisch geschätzten Angaben aus dem letzten Blog sind korrekt: Wahrscheinlich schaffe ich die Strecke, wenn der Verkehr und keine Staus ähnlich gut mitspielen, wie an diesem Samstag, sogar ohne einen Tankstopp an einer eSäule hin. Ich will aber nicht wissen, was das Kind dazu sagt, lautstark! So, und wo ich jetzt schon mal da bin, geht der Weg nach Pfingsten, wie im letzten Blog angekündigt, direkt zum Skoda-Händler meines Vertrauens. Da bin ich aber echt mal gespannt, was mich meine Wunschpakete so kosten und ob der Wagen noch 2023 geliefert wird. 2022 habe ich geistig schon komplett angeschrieben. Trotz aller Gegenmaßnahmen von Skoda, Kabelbäume nun auch aus zwei weiteren Ländern, die aktuell nicht in einem kranken Angriffskrieg untergehen, zu fertigen, kann all das die Chipkrise, in China und nun auch in Europa die Lieferkettenunterbrechnung auf See nicht ausbügeln. Spoiler: nicht alles, was ich gerne im Auto hätte, kann ich Stand heute genau deshalb bekommen... Bleibt dran, im nächsten Teil decke ich meine Wünsche und die umgesetzten Pakete bei meinem Händler des Vertrauens auf. Und ob ich mir den Wagen dann noch leisten konnte. Oder ob Streicharien es so unattraktiv machen, dass ich gleich einen neuen Superb bestellt habe...! Seid gespannt, es wird nicht langweilig, mit dem eAuto - oder eben auch nicht...! PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#214 Eine Billion Dollar auf deinem Konto - und nun?
21-06-2022
#214 Eine Billion Dollar auf deinem Konto - und nun?
Eine Billion Dollar auf deinem Konto - und nun?Mein absolutes Lieblingsbuch ist "Eine Billion Dollar" von Andreas Eschbach, in dem ein Pizzabote aus einem sehr heruntergekommenen New Yorker Viertel aus dem Nichts eine Billion Dollar erbt - und damit machen kann, was er will. Das Buch ist eine Mischung aus VWL-Grundkurs, Geldpolitik und Zinseszins, Bankwesen und Makro- als auch Mikroökonomie. BWLer und VWLer sollten es vor dem ersten Semester lesen. Aber das Buch eignet sich auch als Gute-Nacht-Lektüre und nimmt einen von der ersten Sekunde mit. Die Story zaubert einem die Grundidee, dass ein Vorfahre einer Prophezeiung folgend genau für dich dieses Geld angelegt hat, direkt in den Kopf. Und wenn der erste "Schock" über das Erbe vorbei ist, ist die Rechtsanwaltsfamilie, die den Pizzaboy betreut, Geld wert. Aber nehmen wir diesen Gedanken mit in den Alltag. Es müssen ja nicht gleich Milliarden sein, 15 Millionen aus Lotto am Sonntag reichen auch schon aus. Daher, lasse dich mal drauf ein: Wie würde denn dein Leben aussehen, wenn du morgen so viel Geld hättest? Mein Lieblingsbuch, "Eine Billion Dollar", VWL-, Geld- und unterschwelliges Fachbuch. Bei mir rutscht es alle drei Jahre wieder auf die Leseliste! / Bild-/Quelle: privat Solltest du das Glück haben, im Lotto eine ein- oder zweistellige Millionensumme zu gewinnen, wirst du von der Gesellschaft informiert. Im Rahmen dieses Gesprächs wird dir mit Nachdruck dazu geraten, einen Berater, der sich um dich, deine Familie und auch um den Gewinn kümmert, anzustellen. Um den Gewinn aber nicht so, wie du jetzt denkst... Gerade in der heutigen Zeit, mit Internet und Social Media kann ich dir, in unserem leider nur Gedankenexperiment, dazu raten, dieser Empfehlung zu folgen. Und dann wirst du zwei direkte Empfehlungen deines Lotto-Beraters bekommen: Fahre erst mal zwei oder drei Wochen in den Urlaub. Weit weg. Raus aus Europa, und irgendwo hin, wo dich keiner kennt und du keine Verwandten und Bekannten hast. Und, schmeiß dein Handy weg, scheiß auf Social Media und E-Mails. Bleib offline, unterm Radar. Und mach dir keine Sorgen, der Berater kümmert sich um Post, E-Mail und "offene Angelegenheiten". Während du nun in einer Nacht- und Nebelaktion zu einem Flughafen gebracht und mit deiner Family als VIP durch den Seiteneingang eingecheckt und in die Privatlounge gebracht wirst und auf deinen Abflug wartest, stattet dein Berater dein Grundstück und deine Wohnung mit dringenden Sicherheitsmaßnahmen aus. Du kannst davon ausgehen, dass sich dein Gewinn in der Ver- und vor allem Bekanntschaft, also Büro, Verein, örtliche Verwaltung mit Bürgermeisterbesuch, und, und, und schon rumgesprochen hat. Damit steigt eben auch das Risiko von Einbrüchen, Raub und schlimmstenfalls erpresserischen Entführungsversuchen - weil du ja die Millionen sicherlich zu Hause unter dem Bett liegen hast. Auch mehrt sich, selbst in 2022, die Anzahl der täglichen Poststücke. Du willst gar nicht wissen, wer dir schreibst, du kennst sie sowieso alle nicht. Aber die Dramen, die sich hier in der Post zutragen, sind tragisch: von halbblinden Kindern, denen nur eine seltene OP helfen kann. Von Tiernotvereinen, die ganz Spanien von den wilden gequälten Hunden befreien wollen. Von Bluttransfusionen und Krebserkrankungen... sei froh, dass dein Berater sich kümmert. Nicht, dass dir nach der Lektüre dein Gewinn keinen Spaß mehr macht. "Ach, so ein paar Euro kann ich doch verkraften...!" - kurz gesagt: NEIN! Wenn hier der Damm bricht, wirst du zu Hause belagert, als würde in deinem Wohnzimmer morgen das neue und endlich wieder geile iPhone verkauft... das willst du nicht haben.  Erschwerend kommt die Undankbarkeit: Du "spendest" 100 Euro und musst dich dann als geiziger Arsch beschimpfen lassen, weil du ja auch 1.000 Euro hättest geben können. Du Arsch! Lass das den Berater machen. Er hat Übung, teilweise kennt er die Geschichten und die Namen schon, da fällt wegwerfen und vernichten nicht schwer. Auch wird er sich darum kümmern, dass du nach deiner Rückkehr eine neue Anschrift hast, die nicht so einfach ermittelbar ist, wenn du oder deine Familie hier einige kleine Vorkehrungen - er weiß welche - trifft und einhält. Und, analog zu der Story im Buch, wirst auch du dir eine Villa zulegen, vielleicht auch ein Boot und dich dann in einer Gegend wiederfinden, in der man seine Nachbarn schon allein aufgrund der enormen Grundstücksgrößen gar nicht kennen kann. Und, auch das beruht auf Gegenseitigkeit, gar nicht kennen will! Wenn du jetzt mit dem Kopf schüttelst, weißt du nicht, was Geld tatsächlich alles möglich machen kann. Und bei diesem Thema, und das ist es, was ich an dem Buch mit der Billion Dollar so klasse finde, greift jetzt unterschwellig in die Story Wissen aus der Volkswirtschaftslehre und dem Bankendasein ein. Fakt ist, wir Menschen können uns den Zinseszins, den englischen compound effect, nicht vorstellen. Kurven können wir nicht. Geraden gehen: 100 Euro, 1 Prozent, 1 Euro pro Jahr. Aber 100 Euro, 1 Prozent, 101 Euro im ersten, wieder mit 1 Prozent verzinst sind im zweiten Jahr schon 102 Euro und ein cent... und schon wir raus. Erst recht, gleiches Beispiel, bei großen Zahlen. 100.000 €, zwei Jahre, 1 %, Zinseszins... na? Genau, 102.010 €. Bonusfrage: Und nach zehn Jahren sind es... genau, 110.462,21 €. Im Vergleich dazu "linear" nur 110.000 €. In Einer Billion Dollar wird eine Szene beschrieben, im Keller der altehrwürdigen Kanzlei, wo der vormalige Pizzabote aus New York auf dem Bildschirm sehen kann, wie und mit welchen Zinssätzen sich sein Geld im Sekundentakt vermehrt. Und genau das macht, neben der Wahl der richtigen "Papiere" nun mal der Zinseszinseffekt - und im Falle des Buchs, eben auch die lange Zeit seit dem 17. Jahrhundert, in der das Geld unangetastet auf die Erfüllung seiner Prophezeiung gewartet hat. Aber nun zurück zu dir. Du hast mit Familie den Urlaub genossen, bist zurück, wohnst nun etwas exklusiver und zugleich zurückhaltender, hast dir vielleicht ein oder zwei Autos gekauft, die nach Luxus, aber nicht stinkreich riechen und genießt am Wochenende den Ausflug an einen etwas größeren See, wo dein Boot liegt. Den Rest hat dein Berater erledigt und auftragsgemäß von dir ferngehalten. In der Post, je nach Beauftragung, kommen nun Anträge von Anlageformen von Banken und Instituten, die du bisher nur in der Zeitung gelesen hast. Apropos: Dein Berater hat natürlich auch alle Presseanfragen beantwortet, dafür hat er schließlich ein höfliches, aber nichtssagendes Antwortschreiben. Nach dieser ersten Euphoriephase kommt das Heimweh: Man hat sich doch immer super mit Müllers von nebenan vertragen, auch die Bierlaune beim Grillen fehlt. Oder deren Lütten und ihre Streiche... und auch das Geklöne im Supermarkt um die Ecke, selbst an stressigen Wochenenden... das ist mit hier nicht zu vergleichen. Wenn der Bote mit den Lebensmitteln kommt, den Lieferanteneingang nutzt, alles verräumt und tonlos wieder geht. Nun kommt er, der Moment, in dem Geld plötzlich nicht mehr alles ist. Was tun? Das hängt auch ganz davon ab, ob du beschlossen hast, weiter berufstätig zu sein oder dich lieber auf deinem Landsitz zurückzuziehen und Privatier zu sein. Bei ersterem bist du ausgelastet, da ist das Risiko eines "Rückfalls" eher gering - auch wenn Geheimhaltung schwierig ist. Bei letzterem empfiehlt sich nun die klassische Weltreise. Mal was anderes sehen. Mal wieder unterwegs sein, wo man sich nicht auskennt, kurz gesagt, raus aus der Komfortzone und die Welt erleben. Ich springe wieder ins Buch "Eine Billion Dollar": neben einer Liaison und vielen Reisen kommt hier unterwegs endlich der Zündfunke, was er mit all diesem nicht weniger werdenden Geld machen soll. Wenn einer eine Reise tut, dieser Spruch stimmt schon! Vielleicht ist das auch was für dich: einmal um die ganze Welt und die Taschen voller Geld... Alternativ kannst du investieren, wahlweise in dich oder in Märkte. Oder Immobilien. Beteiligungen. Regenwald retten. Irgendetwas, was dich wieder erfüllt, quasi einen Sinn in dein Leben bringt. Auch, wenn für Außenstehende schwer zu verstehen, kann hier eine Scheidung die Familie auflösen. Und sich so eine neue Familie gründen lassen. Hier sei aber, falls nicht sowieso Gütertrennung bestand, ein guter Anwalt angeraten...! Kurz gesagt, Andreas Eschbach hat es in seinem Buch beschrieben: Eine Mission muss her, damit man nicht auf dumme Gedanken, wie eine Scheidung, oder eben auf das nicht endend wollende Langeweilegefühl kommt und dort hängen bleibt. Aber was soll es sein? Du hast Geld, du kannst es dir aussuchen. Du kannst auch einfach bei Greenpeace anrufen und dich und dein Gesicht wie auch ein paar hochwertige Euros überweisen und schon hast du deine eigene Briefmarke. Oder vielleicht hast du schon eine Mission, junge Leute fördern, klassische Musik für jedermann zugänglich machen oder auch einfach Elektroschrottmüllberge am anderen Ende der Welt aus den Meeren bergen? Auch wenn durch die bisherigen Schritte dein Vermögen etwas an Größe eingebüßt hat, du kannst immer noch mehr machen, als der Durchschnittsbürger. Und um den Spannungsbogen aus dem Buch nun völlig auszureizen - und ich mache das, weil das Buch einfach ein geniales Werk ist und man es einfach gelesen haben muss! - hoffe ich, dass es euch nicht so ergeht, wie dem Protagonisten. Dem leider viel zu spät aufgefallen ist, dass er den falschen Menschen vertraut hat und auch seine Vollmachten im aktuellen Licht betrachtet eine dumme Idee waren... Schmöckert mal rein, Andreas Eschbach, "Eine Billion Dollar".   Aber jetzt mal ganz ehrlich: Beim Thema Lottogewinn geht bei den meisten doch die Wunschliste als Erstes über den Kontostand: Luxusauto, Luxuswohnung, Luxushaus und Reisen, Reisen, Reisen. Meist mit dem "erweiterten" Freundeskreis. Und hier mal ne Markt und dort mal ein Scheinchen, kost' ja alles nix, Papa hat heute die Spendierhosen an! Und je mehr Wünsche du in deiner Vergangenheit angesammelt hast, desto mehr der Drang, jetzt so richtig auf die Pauke zu hauen. Oder eben einfach mal zu machen, worauf man Lust hat. Ein Lottomillionär hat ein Autohaus eröffnet. Da er aber privat eine Mischung aus Gleichgültigkeit gegenüber Verkehrsregelungen und dem Alkohol auslebte, war nach drei Jahren alles wieder vorbei.  Ein anderes Pärchen meinte es mit Freunden und Verwandten zu gut und dachte, mit viel Geld sind Aktien und Häuser das richtige. Da wurde wohl ein wenig zu blind investiert und schon war die ganze Kohle durch.  Noch schlimmer ein Beispiel aus den USA: die Dame gewann sogar zweimal den Jackpot, den sie jedes Mal im Casino schnell wieder abgegeben hatte. Vor allem jüngere Gewinner kommen auf die Idee, das Geld in sich selbst anzulegen. Aber leider nicht gewinnbringend in Ausbildung und Schulungen, sondern in Schönheits-OP. Ist eine Option, macht einen aber trotzdem ärmer und auf Dauer pleite. Erfahrungsgemäß ist in den seltensten Fällen nach einmal Schluss. Und warum das alles? Weil den meisten Menschen die finanzielle Bildung fehlt. Da wird viel Geld, dann plötzlich ganz Gordon-Gekko-ähnlich per Gier auf die seltsamsten und risikoreichsten Anlageformen spekuliert, weil man ja auch wieder was zurückbekommen möchte... Die wenigstens von euch, die das lesen, werden jetzt mit dem Kopf nicken. Eher, auch das ist beim Thema Geld typisch für uns Menschen, den Kopf schütteln. So schnell lassen wir uns alle nicht über den Tisch ziehen. Aber dann überlegt mal: Lottogewinn oder Erbe, 20 Millionen Euro. Steuer, Staat und sonstige Abgaben sind alle schon bezahlt, das ist euer Geld. Und es sollte euch und eurer Familie die nächsten 80 Jahre gut zur Seite stehen und in Teilen liquide Dienste bringen. Und nun? Wenn ihr jetzt ganz planlos seid oder nach einer Anleitung sucht, denkt an meinen Buchtipp: Andreas Eschbach, "Eine Billion Dollar". Oder schließt einen ETF-Sparplan auf den MSCI All Country ab, damit kann man auch nur ganz wenig falsch machen (ist kein Anlagetipp, ihr müsst selbst wissen, was ihr tut und wohin ihr euer Geld legt)! Oder schafft euch eines der in diesem Bereich empfehlenswerten Büchern an, wie So werden Sie reich wie Norwegen, Rich Dad, Poor Dad,  Das einzige Buch, das du über Finanzen lesen solltest oder auch Warum hat mir das niemand früher über Geld verraten?. Alle Links, ihr kennt mich, gehen zu amazon, wahlweise als audible Hörbuch, Kindle oder eben in Papier. Und? Wie war das Gedankenexperiment? War doch ein schöner Ausflug mit so viel Geld - oder?   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#213 Endlich, die amazon Echo Buds sind in zweiter Generation erschienen - ein kurzer Erfahrungsbericht aus meiner Praxis
14-06-2022
#213 Endlich, die amazon Echo Buds sind in zweiter Generation erschienen - ein kurzer Erfahrungsbericht aus meiner Praxis
Endlich, die amazon Echo Buds sind in zweiter Generation erschienen - ein kurzer Erfahrungsbericht aus meiner PraxisIch weiß noch, wie begeistert ich war, als amazon die echo buds angekündigt hat. In den USA. Und keiner wusste, ob die Kopfhörer, die Alexa als Sprachdienst integriert haben sollten, jemals außerhalb der USA auf den Markt kommen. Aber irgendwie dauerte es zu lange und man hört einfach nichts mehr, so habe ich das Interesse daran verloren. Nun, Jahre später, kamen dieses Jahr im Februar die amazon echo buds 2 auf den Markt - und die Specs dazu haben sich echt zu gut angehört. Also, bestellt. Zack, erhalten... und getestet... Da sind sie endlich, die Echo Buds 2. Gen! / Bild-/Quelle: privat  16. Februar 2022 - eine Info von amazon, dass die echo buds in Version 2 in Kürze verfügbar und aktuell vorbestellbar sind. Ich hatte beim Lesen von "in Kürze" schon auf "sofort kaufen" gedrückt. Somit golt es, sich wieder, meine absolute "Kernkompetenz", in Geduld zu üben und die Lieferung abzuwarten. Hatte ich doch nur die Google Pixel Buds (entgegen dem Link die erste Generation) hier rumliegen, die seit dem Garantietausch nicht mal mehr aus der originalverpackten Verpackung entnommen wurden, weil sie einfach nur Schrott sind.  Aber auf amazon ist Verlass, ein paar Tage später war das Paket da und das Auspacken konnte beginnen. echo buds Auspacken - zwei Handgriffe und los / Bild-/Quelle: privatDie Verpackung ist nicht mehr der Hochglanz von früher, aber hochwertig. Somit zwei gute Gefühle in einer Brust: Umweltschutz und trotzdem ein geiles Produkt in Händen. Auch musste nicht viel ausgepackt werden: den vorperforierten Plastikstreifen abziehen und nach oben wegklappen, schon lag das Case mit den Buds offen vor einem. Handbücher oben handlich eingearbeitet, wer das Case entfernt kann eine weitere Schicht herausnehmen und dort das Zubehör finden. Da wäre ein Ladekabel und die verschiedenen Größen des "Ohrsteckers". Gut, eben auch für meine Ohren benötigt, eine zusätzliche Halterung in Form eines "Hakens", um im oberen Teil der Ohrmuschel einen zweiten festen Halt zu bieten. echo buds 2 Zubehör / Bild-Quelle: privatIch musste wie immer die Ohrenstöpsel durchprobieren, da jedes meiner Ohren hier individuell mit einer Größe erfreut werden musste. Auch bei den ersten Tests in der Wohnung wurde klar, ich sollte besser die zusätzlichen Haken am anderen Ende der Buds anbringen, da die Kopfhörer bei mir sonst nur bei absolutem Stillhalten und auch nur mit viel Glück in den Ohren bleiben. Ein amazon bud 2 im Ohr - der nicht halten will! / Bild-/Quelle: privatUnd da die beiden Buds, leider, auch nicht mit den Haken den richtigen Sitz in meinen Ohren finden wollten, war für mich nach ein paar Tagen klar, das wird nix mit uns beiden. Schade, denn die Alexa-Einbindung ist super und unfassbar flüssig integriert. Einfach einen Satz mit "Alexa, spiele Musik der 30er!" sagen und wenige Augenblicke später taucht man in die Entstehung des Blues oder auch der Big Band Musik des letzten Jahrhunderts ein. Auch weitere gängige Anfragen, wie Termine heute, Timer stellen, Erinnerung in einer Stunde oder Fragen nach dem Wetter oder mal schnell in den Tag starten mit einer Auswahl aus Nachrichten, Wetter, Verkehr und mehr - klasse! Da kackt Google mit dem, was sie "Integration" des Google Assistant, der grundsätzlich auf kein "magic word" reagiert, aber auf seltsamste Hintergrundgeräusche sofort mit dümmsten Rückmeldungen reagiert, komplett ab. Und die super "Hochstreifen"-Handbewegung funktioniert auch nur dann flüssig und korrekt, wenn es nach Wochen der Vorbereitung auf einer Google I/O gezeigt wird. In der Praxis ist die Chance, dabei sein Telefon um ungefähr 22,4 Meter vom Körper unbeabsichtigt wegzuwerfen und wieder nicht den Assistant auszulösen, noch die beste Erfolgschance. Einbindung Alexa in die Buds: 100 Punkte! Die wirkliche Wirkung von ANC oder auch Bass und Musikgeschmack konnte ich leider nicht testen. Trotz verschiedener "Kappen", die dann direkt ins Ohr eingeführt werden und hier für Halt und auch "Dichtigkeit" sorgen sollen, war keine dabei, die wahlweise links oder rechts für den perfekten Halt sorgen wollte. Halb so schlimm, Jeff Bezos hat das vorhergesehen und deshalb in meine Box noch zwei zusätzliche Haken gelegt, die am oberen "Ende" der Buds angebracht werden und somit auch noch oben in der Ohrmuschel zusätzlichen Halt bieten sollen. Mag bei acht Milliarden Menschen auf dem Planeten funktionieren - bei mir so gar nicht. Subjektive ANC und Tonqualität: durchgefallen Fallt und Befestigung im Ohr: nicht existent bei mir Dabei lies sich das ANC auch per Sprachbefehl deaktivieren, was deutlich Nebengeräusche hörbar machte. Hilft aber nicht, Grundvoraussetzung ist nach wie vor ein sicherer und fester Sitz der Kopfhörer, um Nebengeräusche schon mal physikalisch auszusperren und erst dann durch die Technik für absolute Stille zu sorgen. Wie gesagt, kein Halt war das einzige Problem, das die Buds und ich hatten - dies aber leider, trotz Einstandspreis, mit massiver Beeinträchtigung. Die Verarbeitung und die Qualität als auch die Haptik lassen einen ein absolute makelloses und vom Design und Verarbeitung hochwertiges Produkt aus der Verpackung nehmen. Auch im Freien zwischen Verkehr und Fußgängerzone ist Alexa immer mit einem offenem Ohr dabei und setzt die Wünsche und Befehle tadellos um. Zu Hause in der Alexa-Infrastruktur gibt sie beim Tragen der Kopfhörer sofort den Ton an. Schade finde ich hier nach wie vor, dass man immer noch nicht in der Lage ist, dem Gerät Wohnzimmer zu sagen, es soll auf dem Gerät Küche einen 20 Minuten Timer mit "Thermomix fertig" stellen. Randinfo, hier stehen lauter Geräte zweite Generation Alexa, aber mit neuester Software. Da direkt daneben diverse Geräte von Google, ebenfalls in zweiter Generation stehen, kann ich, was ich schon mehrfach betont habe, bestätigen, dass Alexa in der Praxis einfach der beste Voice Assistant ist. Aber leider, leider hat die Versandverpackung nach einigen Tagen die Buds in ihrer Originalverpackung verschluckt und wieder zu amazon zurückgeschickt. Ja, es sind Hygieneprodukte, Zweitware bei Kopfhörern, lieber nein! Aber, wer dem Link von mir auf die Artikelseite der amazon echo buds 2. gen folgt, sieht ganz oben den Banner, dass amazon zum 30-tägigen Test mit anschließender Rücksendung anbietet. Respekt! Das ist eine echte Maßnahme, um die Kopfhörer auf Herz und Nieren zu testen, mit allem, was dazu gehört. Hätte ich die Möglichkeit gehabt, dass die Kopfhörer bei mir einen "perfect fit" in den beiden Ohren finden, ich hätte sie behalten. Und ich würde nun auf meinem Pixel-Handy zu 95 % Alexa mitteilen, was Sache ist und woran ich dringend erinnert werden möchte. So musste ich von der Rücksendemöglichkeit Gebrauch machen. Wie gesagt: Der Preis ist eine Kampfansage. Die Qualität, das Design und die Funktionalität ist spitze für den Preis. Auch die mitgelieferten Zubehörteile als auch das Ladekabel, alles dabei, um im Jahr 2022 binnen Sekunden mit den Kopfhörern loslegen zu können. Einziges Manko, die Aufsätze müssen Halt bieten und nebenbei, damit ANC wirklich funktioniert, dicht abschließen. Sollte dies nicht passen, hilft nur die 30-Tage-Rücknahmegarantie von amazon, bevor sie beim Sport oder im Großstadtgetümmel zu Boden fallen und kaputt gehen... Wenn das Ohr passt, bekommt man für knapp über einhundert Euro ein mit Alexa-sprachsteuerbares ANC-Headset im schicken Design.   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#211 Auf der Suche nach topmodernen Kopfhörern mit Rauschunterdrückung, die kein Monatsgehalt kosten? Dann werft einen Blick auf die neuen UGREEN T3 HiTune!
31-05-2022
#211 Auf der Suche nach topmodernen Kopfhörern mit Rauschunterdrückung, die kein Monatsgehalt kosten? Dann werft einen Blick auf die neuen UGREEN T3 HiTune!
Auf der Suche nach topmodernen Kopfhörern mit Rauschunterdrückung, die kein Monatsgehalt kosten? Dann werft einen Blick auf die neuen UGREEN T3 HiTune!Den passenden Kopfhörer zu finden, ist heutzutage nicht einfach. Soll er Rauschunterdrückung können? Dann ist er meistens nicht bezahlbar. Soll er gut klingen, steigt der Preis zusätzlich in weitere Höhen. Und dann muss das Design auch noch knallig, zurückhaltend und modern sein. Wow, das sind jetzt aber auch echt drei Dinge, die geht überhaupt nicht? Doch! Werft einen Blick auf die neuen UGREEN HiTune T3, dort habt ihr schickes, unauffälliges Design, ANC, also active noise cancelling und guten Sound zum kleinen Preis! UGREEN T3 HiTune - meine Preiswunder In-Ears mit ANC / Bild-/Quelle: privat Man kann heute für Kopfhörer mal schnell ein halbes Monatsgehalt ausgeben. Vor allem, wenn sie ANC, Active Noise Cancelling haben sollen. Wenn sie dann auch noch mehrere Mikrofone haben, damit sie auch als Freisprecheinrichtung für Handy oder den Laptop zu Hause funktionieren sollen, wird der Preis auch nicht gerade günstiger. Dann kommt eine Akkulaufzeit von schon mal sechs oder mehr Stunden obendrauf. Und wenn dann noch künstliche Intelligenz mitmischt, werden sie schnell mal unbezahlbar. Ach: und, klar, sie sollten kabellos per Bluetooth, und wenn schon, gleich dem neuesten Standard kommen. Ka-Tsching macht die Registerkasse beim Ausgang... Umso verblüffter war ich, als ich gesehen habe, dass UGREEN ein neues Modell namens T3 HiTune auf den Markt gebracht hat. Schwerpunkt natürlich Musik hören, Bass wabern und klare Höhen und Mitteltöne. Und das mit einer Akkuladung für 24 Stunden. Aber die In-Ears können mehr: sie bringen Bluetooth 5.2 mit, um die Latenzzeiten, gerade falls ihr damit auf dem Handy zocken wollt, so niedrig wie möglich zu halten. Aber Achtung: das muss euer Handy auch können und unterstützen! Auch, dank neuester Standards und Technik, war es noch nie so einfach, Kopfhörer mit mehreren Geräten zu koppeln und quasi "instant" zwischen ihnen Hin und Her zu wechseln. So macht es Spaß, mit nur einem Satz zwischen Kindle, Handy und anderen Handy zu springen und immer binnen kürzester Zeit wieder verbunden worden zu sein. Der Ladekoffer hatte mich zuerst misstrauisch gemacht. Schickes zurückhaltendes Design, aber er fühlte sich einfach ein wenig "zu wenig" an. Da ich ihn aber nun, ohne Rücksicht auf wasauchimmer, seit Wochen bei mir trage und sowohl der Deckel unbeschädigt noch am Gehäuse hängt und auch nichts gebrochen ist, muss ich hier meine Meinung ändern: solide Verarbeitung. Das ganze wird per USB-C verbunden und geladen, der Ladekoffer hat einen zusätzlichen Akku verbaut und auch die Kopfhörer versorgen sich selbst mit Strom. Für Sportler und Freiluftfanatiker sei es dazu gesagt: die Köpfhörer sind nach IPX5 Spritzwasser- und Sportlerschweiß-sicher. Was mich aber wirklich überzeugt hat: die Telefonqualität. Klar, behaupten, dass eine KI hier die Qualität verbessert, kann jeder. Aber bei den T3 funktioniert es. Ich wurde bisher noch kein einziges Mal darauf angesprochen, dass man mich nicht verstehen würde. Dass um mich rum zu viele Nebengeräusche zu hören sind. Oder dass ich zu leise oder einfach zu sehr durch Kratzen oder Aussetzern nicht zu verstehen bin. KI und neuester Bluetooth-Standard. Sehr schön, wenn beides in einem Gerät ist. Auch habe ich das Pech, dass ich mit Ohren gesegnet bin, in denen ausschließlich durch Silikon-Formen gehaltene Ohrhörer oder -stöpsel nicht halten. Und schon gar nicht längere Zeit. Die Anzahl verlorener einzelner Kopfhörer meinerseits füllen wohl bei so manchen U-Bahn-Anbieter schon Regalmeter. Aber bei den vier mitgelieferten Größen war für jedes Ohr die ideale Passform dabei. Sehr zu meiner Freude, kein Risiko, dass mit der Kopfhörer unter den stoppenden Bus fällt, weil ich einen Rucksack von der Schulter nehme. Oder ich den Hut zurechtrücke. Oder, der menschliche Klassiker, ich mich da mal kratzen muss. Nein, passecht in Position. Ich bin, was die Tonqualität angeht, an sich einfach. Höre ich doch fast nur Podcasts, wenn ich unterwegs bin. Aber in den letzten Tagen war ich soviel unterwegs, dass ich abends keine Pods mehr hatte - also musste amazon Music ran. Und egal ob ich mich durch die besten Vorlagen heutiger Musik aus den 1930er und 1940er gespielt habe, ich war sehr zufrieden mit Bass, Höhen und Tiefen und dem zeitgleichen Zusammenspiel in meinen Ohren. Kleine Raffinesse: die drei LEDs an Ladecase, die dir jederzeit den Ladezustand des Ladecase-Akkus anzeigt. Wenn alle drei dauerhaft leuchten, reden wir über 100 %, wenn die Dritte blinkt, ist der Akku zwischen 65 und 100 %, wenn nur eine brennt und die zweite blinkt, sind noch 30-65 % Power im Case und wenn die letzte LED blinkt ist der Akku bald leer. Aber gut zu wissen, dass die Akkus im Case und die in den Kopfhörer 24 Stunden Musikgenuss ermöglichen. Die Bedienung erfolgt natürlich über Touch-Gesten direkt an den beiden Ohrstöpseln. Da ich meist nur einen trage, kann ich hier nur aus der Anleitung zitieren: 2x schnell auf der linken/rechten Seite tippen, springt zum nächsten/letzten Track. Wahlweise links oder rechts einmal tippen pausiert bzw. setzt das Abspielen fort. Telefonanrufe können durch zweifach schnelles Tippen angenommen oder beendet werden. Anrufe ablehen geht ebenfalls über beide Seiten durch Drücken und zwei Sekunden halten. ANC lässt sich über den rechten Kopfhörer steuern. Einfach zwei Sekunden gedrückt halten, um zwischen ANC, Raumklang und normalen Modus, der ideal für Musik ist, umschalten.  Und wenn der linke Kopfhörer für zwei Sekunden gedrückt wird, aktiviert man den im Handy verbauten Sprachassistenten. Ich muss allerdings gestehen, dass diese eine Geste auf meinem Pixel-Androiden nicht geklappt hat. Ach so: Die ANC-Umschaltung und der Sprachassistent geht nur, wenn beide Kopfhörer aktiv sind und im Ohr getragen werden, während die Telefon- und Musikbedienungsgesten auch mit nur einem Ohrstöpsel funktionieren. Ob und wie weit das sinnvoll ist, müsst ihr selbst wissen...! Und ein besonderes Gimmick: die Kopfhörer sprechen mit dir. Ich schaffe es ja regelmäßig, mit einem Ohrhörer vom Süd- in den Ostflügel zu gehen, was das beste Bluetooth nicht schaffen kann. Ihr kennt die Problematik ja auch - und UGREEN hat dafür eine Lösung: wenn die Verbindung abreißt, sagt mir eine Stimme im schönsten Englisch: "Bluetooth disconnected!". Und wenn ich auf dem Rückweg bin und das Signal wieder ausreicht, kommt "Bluetooth conneted" und dann geht es genau an der Stelle weiter, wo ich vorher getrennt wurde. Finde ich sehr praktisch. Da ich die englische Ansage gut finde, habe ich bisher nicht nachgesehen, ob man die auch auf Deutsch oder weitere Sprachen umstellen kann... Und jetzt, nach all den Funktionen und Möglichkeiten, der Hammer: Die Kopfhörer gibt es aktuell bei amazon für knapp 36 Euro - abzüglich einer Aktion von 10 %! Für den Preis und den Leistungsumfang heißt es zuschlagen! Ich bin nach wie vor von dem guten Sitz, der hervorragenden ANC und dem guten Sound sehr angetan. Die Akkuleistung begleitet mich durch den Tag, wobei ich noch mal erwähnen möchte, dass ich meistens nur einen der beiden Buds im Ohr trage. Wer also auf der Suche nach guten ANC-Köpfhörern ist, sollte die T3 HiTune mal genauer betrachten!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#210 Nach reichlicher Überlegung komme ich zu dem Schluss, die Zeit ist reif, um auf ein Elektroauto umzusteigen!
24-05-2022
#210 Nach reichlicher Überlegung komme ich zu dem Schluss, die Zeit ist reif, um auf ein Elektroauto umzusteigen!
Nach reichlicher Überlegung komme ich zu dem Schluss, die Zeit ist reif, um auf ein Elektroauto umzusteigen!Aus einem unbekannten Grund hatte ich das Jahr meiner Scheidung zwei Jahre zu spät in Erinnerung. Dabei war jeder Tag der Ehe schon zu lang und zu viel des Guten - aber auch das Alter meines Autos habe ich daher falsch geschätzt. Früher als Vielfahrer war es einfacher, ab 180.000 Kilometer war der Wagen kurz vor sechs Jahren und ein Ersatz musste her. Da aber in Berlin weder der Rubel noch der Verkehr rollt, ist mir trotz erst knapp 80.000 Kilometer nichts aufgefallen. Aber dann ging es los, mit dem Gedanken: Wer Superb fährt, fährt wieder einen. Aber als Diesel gibt es den leider nicht mal als Hybriden. Obwohl ich, ohne zu sehr ausholen zu wollen, das ganze Hybrid-Zeug niemals gefördert und daher auch nicht mit Marktzulassung, zumindest unter Umweltschutz- und CO2-Aspekten genehmigt hätte. Also, mit dieser Einstellung blieb nur ein Blick auf einen 100 % Stromer übrig... aber der Weg zu so einem ist aktuell lang und steinig... und vor allem lang! Die Zeit ist reif, um endlich auf einen Stromer umzusteigen! Schade, früher entschieden, hätte mir die aktuelle Wartezeit erspart! / Bild-/Quelle: privatAn sich hatte ich mich damit angefreundet, meinen Superb durch einen neuen zu ersetzen. Aber bitte nicht weiterhin 100 % Verbrenner. Auch wenn ich, trotz nun weniger Fahrleistung, wieder zu einem Diesel tendiert habe. Schließlich, Skandal hin oder her, ist bei dieser Motorengattung, ganz im Unterschied zu einem FSI, noch viel - und legale! - technische Luft nach oben, was Effizienz, Abwärme und Verbrauch angeht. Soll aber nicht sein, da ein Skandal und politisch-ahnungsloser Übereifer dem TDI, dem armen Diesel, ein Ende gesetzt hat. Trotz der Tatsache, dass die meisten gepanzerten Limousinen in Berlin, nicht zuletzt wegen des Gewichts, ebenfalls durchgehend auf ein Dieselaggregat setzen... denkt mal darüber nach! Aber... ich wollte mich mal umsehen. Was gibt es, in welcher Preisklasse und mit welcher Reichweite? Schnell wurde eins klar: Es geht aktuell, wenn man mehr als ein Stadtauto haben will, nichts an einem SUV vorbei. Hohn und Spott, den ich immer den Fahrern - und vor allem ihren Frauen, die damit unkontrolliert die Kita- und Schul-Fahrten absolvieren und planlos über Breite und Länge alles überrollen und tot parken - entgegengebracht habe, wird mich einholen, aber ich gebe es zu: wenn Elektro, dann wird es tatsächlich ein SUV werden... müssen! Aber eines ist mir wichtig: die Reichweite. Nicht, weil ich nicht weiß, dass der Wagen pro Woche maximal 20 Kilometer fahren wird. Plus einmal im Monat noch mal 95 Kilometer obendrauf, wenn ich fliegen gehe. An sich ist Reichweite also nicht mein Problem. Andererseits, wenn es mit der Familie in den Urlaub geht, vielleicht auch mit Fahrziel Heimat gen Süden, wäre es nicht schlecht, wenn maximal zwei, oder noch besser nur ein Ladestopps die 500 Kilometer schaffen könnte. Und mit der Prämisse, dass eine Reichweite von 500 Kilometern aus den Akkus kommen sollte, wird es schnell übersichtlich im aktuellen Angebotskarussell der E-SUVs. Audi fällt aus, viel zu teuer der eQ4 - und hässlich ist er auch. Auch kenne ich niemand, der nicht zuerst 20 Minuten über das Auto schimpft, bevor vielleicht doch noch ein gutes Wort kommt, meistens in Form von: "Wenigstens ist der Leasingvertrag nur auf zwei Jahre beschränkt". Und es ist eine VW-Tochter und ich weiß leider, wie hier Teile der Software entstehen, damit scheidet Audi bei mir, ebenso wie die Mutter VW, aus. Viel zu teuer, viel zu viel Standard und ohne den großen "AHA!"-Effekt. Also Hyundai. Schick. Schöne Ausstattung. Aber mit der Reichweite... damit haben es die Südkoreaner einfach nicht so. Und wer weiß, auch ein eAuto muss gelegentlich in die Werkstatt, um die sieben Teile, die noch gewartet werden müssen, mit einem Spritzer Öl abzufertigen. Ist die Werkstatt dann dazu in der Lage? Und ohne eine Abrechnungssumme, für die ich bei Saudi Aramco das komplette Ölfeld hätte erwerben können? Alles offene Fragen, da ich nun fast 20 Jahre eine Marke fahre. Für Benz werde ich nie alt oder tot genug fürs Hinten drin liegen sein und für BMW ist mir mein Geld zu schade, erst recht, auf Basis der i3-Erfahrungen. Es wird also langsam eng auf dem Markt. Ich weiß schon, ihr ruft mir nun Opel zu, oder auch Renault. Wie gesagt: Ich brauche den Luxus, bei 520 Kilometern möglichst wenig stehenbleiben zu müssen. Also, mit Ausnahme der Stopps, die der Nachwuchs haben will, daher auch meine Aussage, nicht mehr als maximal zwei Ladestopps. Mindestens eine fordert das Kind sowieso ein, genaueres werde ich die kommenden Wochen noch mit dem Diesel testen! Und dass ich da vielleicht ne halbe Stunde stehen muss? Geschenkt! Wer Kinder hat, weiß, dass 30 Minuten Rasthof so gar nichts sind! Und dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Škoda Enyaq! Bin ich ihn mit Erscheinen doch sofort beim Händler meines Vertrauens gefahren - damals noch und in erster Linie mit Blick auf die Assistenzsysteme (zur Erinnerung: leider nur Level 2). Und bedauerlicherweise ein SUV. Aber er hat mich, wie immer bei Skoda, von meinem ersten Fabia an bis zum aktuellen Superb, immer mit dem Raumangebot und den kleinen Extras, wie der Regenschirm in der Fahrertür, überzeugt. Von dem Preis-Leistungs-Verhältnis ganz zu schweigen! Also, gucken wir noch mal auf den Enyaq, jetzt mit Blick auf die Rahmendaten. Und siehe da: es gibt zwei Modelle mit jeweils 82kW-Akku (brutto), die beide über 500 Kilometer, ja, ich weiß, auf dem Papier, schaffen. Aber: Ich bin jetzt schon Tempo 130 Fahrer, warum sollte ich das mit einem eAuto ändern? Genau...! Und dann ist da ja noch die Rekuperation...!  Und da fiel mir noch was ein: Mal meinen Händler des Vertrauens anrufen, ob der Vorführwagen noch da ist. Dann hat sich der Wechsel der Fahrzeuge nächstes Wochenende erledigt. Aber, denkste Puppe, kannste haken. Die aktuellen kriegerischen Akte und Corona-Lockdowns und -Nachwirkungen haben schnell deutlich gemacht, dass die Ukraine Kabelstranglieferant für die meisten aus deutscher Produktion stammenden eAutos sind. Damit ist der Liefertermin wohl schon mal bei 2023. Aber so schnell lasse ich nicht locker. Und sieh da, da scheint tatsächlich noch einer in der Schwebe zu sein. Ein iV 80X. Klar hat mich, nachdem ich nun über 20 Jahre im Skoda-Autouniversum nur Frontantrieb gefahren bin, der ausschließliche Heckantrieb des Enyaq sofort gestört - aber die X-Variante kommt mit Allrad und zwei Elektromotoren. Ein Gedanke später: Ja, dann eben so. Das hat aber zur Folge, dass die Papierlage der Reichweite durch das Gewicht von theoretischen 529 Kilometern auf 510 geschrumpft ist. Wie gesagt, jammern auf hohem Niveau, wer mit Kind unterwegs ist, bleibt auf dieser Strecke sowieso ein- oder zweimal für Minimum 30 bis 65 Minuten stehen. Aber nun gilt es, auch die banalen Rahmenparameter zu ermitteln: Wo hat es denn in Berlin in meiner Nähe überhaupt Lademöglichkeiten und wenn ja, mit welcher Geschwindigkeit? Dafür lässt sich eine App eines Stromanbieters wie EnBW nutzen. Nur laden und auf dem Handy installieren, Standort-Berechtigung und losgeht es. Eine Möglichkeit hatte ich bereits auf dem sonntäglichen Weg zum Bäcker identifiziert. Aber... wie schnell und preislich ist diese Box am Straßenrand? Eine Zweite ist eine Querstraße weiter, allerdings im Wohngebiet. Wird die denn jemals frei sein - und wie lange kann ich dort stehen bleiben, um zu laden? Wie gesagt, eine App ist hier Gold wert. Auch hat Skoda seine eigene App, die mehrere Anbieter unter einem Dach vereint. Allerdings ist hier seit einigen Tagen keine geschätzte Preisauskunft mehr bei den Säulen vorhanden, was bei mir, ohne jegliche praktische Anwendung, sofort eine heftige Abstufung zur Folge hatte. Und, dank Mitgliedschaft, habe ich noch beim ADAC ein spannendes Angebot gefunden: die EnBW-App wie zuvor, nur ohne Grundgebühr. Zack, sofort bestellt, da es EnBW total egal ist, ob und wie lange die Karte ungenutzt bleibt. Somit habe ich ab sofort die App am Start und bald die physikalische Karte in der Post. Jetzt fehlt nur die Lieferung meines Enyaq! Ich kann die Frage schon hören: Steve, wenn du eine App hast, warum bestellst du dann noch eine Karte? Ganz einfach: weil die Karte zu 99 % an den Säulen ein Laden ermöglicht, wohingegen die App in 25-40 % der Fälle den Ladevorgang aus unerklärlichen Gründen nicht starten kann... Auch die Versicherungsfrage war mit einem Telefonat schnell geklärt. Schade nur, dass Versicherer auch hier nach der PS-Zahl versichern, statt sich den neuen Möglichkeiten stellen, die ein eAuto bietet. Klare Aufzeichnung von Fahrstil und Geschwindigkeit. Als nur ein Beispiel, woraus sich, auch ohne einen Mathematiker, schnell eine Wahrscheinlichkeit von Unfällen ermitteln lässt. Noch die Kilometerleistung drauf, mehr braucht es nicht. Aber nein, PS mal Kilometer, ein paar Wurzelzeichen, ein Bruchstrich und irgendein kaum nachzuvollziehender Nachlass wegen irgendwas mit Elektro, zack: da ist der Preis. Kurz gesagt: Mein Superb hat 150 PS, der Enyaq 200-irgendwas, er ist also ein wenig teurer. Auch ärgert mich, dass ich auf der Skoda-Seite die Kiste nicht mal durch konfigurieren und rechnen kann, damit ich ein Bild habe. Ich kann zwar alle Pakete und meine Wünsche klicken und hinzufügen, allerdings sind nur die Basic-Pakete bepreist, die für mich wesentlich wichtigeren Advanced gibt es nur, wenn man den Händler seines Vertrauens angibt und der Übermittlung der geklickten Pakete zustimmt. So wird sich mein Angebot wohl erst irgendwann nach Pfingsten mit einer Endsumme und folgenden Streichaktionen zu einer Änderung der bestehenden Bestellung wandeln, die hoffentlich ebenso schnell auf dem Hof meines Skoda-Dealers landet. Noch in 2022 wäre schön... ich merke soeben mit Schrecken, dass ich bescheiden geworden bin!  Ich mache mir, mit dem irgendwann gelieferten eAuto keine Illusionen. Die Zeit, auf der Autobahn mit 130 im Tempomat 1.480 km herunterzureißen, sind vorbei. Aber ich rechne mir, erst recht dank Rekuperation und dem "B"-Modus des 82-kw-Enyaqs gute Chancen auf 500 Kilometer Reichweite aus. Erst recht in meiner Ausstattungsvariante, die ich nicht zur Diskussion stellen werden, egal, was der Preis sagt.  Auch bin ich mit der ADAC-EnBW-Karte, die ich seit heute sofort per Handy einsetzen kann, bestens ausgerüstet. Ich werde dann noch den PowerPass von Skoda buchen, damit sollte ich in ganz Europa, egal an welchem Lader, immer die Möglichkeit haben, zu tanken. Auch wenn immer ein wenig zwischen beiden Apps geguckt werden muss, da tatsächlich, auch je nach Vertrag, unterschiedliche Preise möglich sind für gleiche Leistung. Wow! Die Versicherung ist nicht weit weg von meinen bisherigen Kosten. Schade nur, dass die Versicherungen hier immer noch konservativ und nicht technokratisch denken. Dabei wäre mit den Autos, die eine eSim und "always on" haben, soviel mehr möglich... aber bitte, dann eben nach PS-Zahlen, Führerscheinerfahrung in blanken Jahren und am Rande die bisherige Versicherungsfallstatistik. Aus. Schade nur, dass ich meinen neuen Wagen nicht vor der diesjährigen Erhöhung der Policen bekommen werde, aber das ist dann auch schon egal. Ich bin also soweit! Wohl wissend, dass die aktuellen Spritpreise es besonders interessant machen, auf Strom zu setzen. Selbst wenn auch hier die Preise nach Anschluss und "Stromart" (Gleich- oder Wechselstrom) und natürlich die Stromstärke unterschiedlich sind. Und dass nicht immer jede Säule frei sein wird oder technische Störungen nicht immer korrekt in den Apps angezeigt werden. Aber auch hier: Wer sich die Apps genau ansieht, stellt sofort fest, dass es weit mehr Säulen gibt, als einem die Presse und die 14-Kilometer-pro-Tag-fahrenden-Pessimisten immer weiß machen wollen! Man sollte eben nur noch ein wenig Reserve im Akku haben - oder ein wenig mehr Zeit mitbringen, um sich dann anstellen zu können! Ich bin gespannt, welches Preisschild meine Ausstattung im Juni generieren wird, was man "alter" Superb noch auf die Waage bringt und wie lange dann die Wartezeit auf das neue Auto sein wird. Geduld ist ja eine meiner großen Schwächen, und ich warte ja bereits seit ein paar Wochen, da hatte ich telefonisch den Skoda-Händler meines Vertrauens telefonisch nach einem Stromer gefragt. Für mich zählt das auch schon...! Ihr könnt sicher sein, dass das kein Eintagsfliegen-Artikel war. Als Nächstes werde ich euch das Ausstattungsstreichkonzertdrama schildern, wenn meine Wünsche plötzlich Preisschilder haben. Und danach die Wartezeit und was ich dann noch so alles zum Thema eMobilität raus bekomme, was ich vielleicht doch auch gerne vor einer verbindlichen Bestellung gewusst hätte... Wenn ihr Lust habt, begleitet mich auf dem Weg dahin - wo auch immer dahin sein mag und wie oft der ADAC mich dann auch zur Säule schleppen muss... bleibt dran, ich werde ungeschönt berichten! Und wenn ihr selbst Erfahrungsberichte zu einem eAuto habt oder zu Ladevorgängen, Kartenanbietern und Kosten, immer her damit. Ich freue mich über jede Rückmeldung, egal, welcher Gemütslage! In diesem Sinn... bis zu meinem Händlertermin zur Enyaq-Ausstattung!    PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#209 Was denn? Schon wieder Passwort-wechsel-Tag? Ja, wie alle Jahre am ersten Donnerstag im Mai, also am 05.05.2022, ist World Password Day!
17-05-2022
#209 Was denn? Schon wieder Passwort-wechsel-Tag? Ja, wie alle Jahre am ersten Donnerstag im Mai, also am 05.05.2022, ist World Password Day!
Was denn? Schon wieder Passwort-wechsel-Tag? Ja, wie alle Jahre am ersten Donnerstag im Mai, also am 05.05.2022, ist World Password Day!Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich euch den ersten Februar des Jahres als "Ändere Dein Passwort Tag" vorgestellt habe. Und, ohne Panikmache, habe ich versucht, euch klarzumachen, dass die gängigsten Tricks, die uns die letzten Jahre begleitet haben und uns immerhin ein paar "Merkregeln" für gute Passwörter geliefert haben, nicht mehr gelten. Hacker haben aufgerüstet, die Technik kann mehr als sonst - und das wird hierbei gegen uns angewendet. Echte Sicherheit bietet nur ein zweiter Schlüssel - umso besser, dass Microsoft, Google und Apple vor ein paar Tagen angekündigt haben, auf das Passwort künftig verzichten zu wollen... und ja, zum Wohle der Sicherheit... WAS BITTE? FIDO-Keys in verschiedener Ausführung / Bild-/Quelle: privat Ich hatte auch im jährlichen Blogpost und Podcast zum "Ändere Dein Passwort"-Tag Anfang Februar bereits darauf hingewiesen, dass Phishing, Social Engineering und klassisches Hacken mit höchster IT-Power oder wirklich gute und echt wirkende Spam-Mails in Kombination mit einem deiner schwachen Passwörter ein echtes Risiko für Accounts aller Art darstellen. Vorbei die Zeiten, wo zuerst die E-Mail gehackt wird, um dann bei Versandhäusern die Passwort-Reset-E-Mail abzufordern, ohne dass du es merkst. Heutzutage existieren riesige Datenbestände, die teils aufgedeckt, teils unter dem Darknet schlummern und, rein statistisch, mindestens eine Kombi aus einer deiner E-Mails und dem zugehörigen Passwort im Klartext kennt.  Auch werden Anhänge, die sich selbst installieren und jeden Tastendruck in Echtzeit um die Welt schicken oder mittlerweile richtig gut und echt klingende, eben mit den korrekten Deutschkenntnissen ausgestattete Spam-Mails verschickt, die nur auf ihre Opfer warten.  Da sollten die Zeiten von 12345 als Passwort vorbei sein - und doch ist es immer noch eins der meistgenutzten und gehackten Passwörter. Dabei, und nun ein kleines Dankeschön an Intel für die Erfindung des Ändere-Dein-Passwort-Tages, immer am ersten Donnerstag im Mai. Also dieses Jahr passenderweise am 05.05. Auch passend dazu haben die drei großen, Google, Microsoft und Apple angekündigt, dass Passwort abzuschaffen. Bleibt entspannt, das ist nichts, was in der Folgewoche live und aktiv geschaltet wird, aber es ist eine sichere, nein, eine sicherere Perspektive, als sich dauernd selbst neue Passwörter zu überlegen. Oder einen Passwortmanager dazu zu verwenden.  Und es ist nicht neu. Nur leider wird es noch zu wenig angewandt: der zweite Faktor. Und wie es der Zufall will, haben die drei, also, von zweien, nämlich Google und Microsoft weiß ich es mit Sicherheit, bei Apple... keine Ahnung... bereits mindestens eine Lösung am Start. Microsoft dürfte noch die jüngste Anwendung haben, die auf dem Handy einen Code, der am Rechner angezeigt wird, zur Bestätigung nochmals bestätigt oder eine Zahl von dreien angetippt haben will. In Redmond arbeitet man aber mit Hochdruck daran, die aktuelle App zu einem kompletten Passwortmanager auszubauen. Die App heißt Authenticator. Auch Google hat schon lange einen 2FA-Dienst kostenfrei im Angebot. Auch diese heißt einprägsam Google Authenticator. Hier können neben Google alle weiteren kompatiblen Dienste, sei es dein E-Mail-Anbieter oder auch ein Onlineshop oder ein weiteres Login wie bei WordPress hinterlegt werden. Im Minutentakt ändert sich ein sechsstelliger Code, der auch Service-seitig entsprechend abgeglichen werden kann. Nur so kommst du, neben Eingabe von Nutzername - der übrigens auch mit gewisser Vorsicht und nicht nur "einem für alles" im Netz benutzt werden sollte! - und deinem Passwort einen entsprechenden Code, der dir dann den Zugang zu deinem Dienst oder Account ermöglicht. Da dieser Code für jeden Account nur einmal abgerufen und in eine App gebracht werden kann, muss man dir schon das Handy aus der toten Hand schneiden, wohingegen dein Passwort gephished oder in den meisten Fällen nach ein wenig Social Engineering erraten werden kann. Oder eine Serverfarm von amazon, die man für ein paar Cent mieten kann, hat es in unter fünf Minuten geknackt. Du bist also schon ganz vorne mit auf der sicheren Seite, wenn du neben stetig wechselnden Nutzernamen und individuellen Passwörtern je Login einen zweiten Faktor über eine Authentifikation-App nutzt.  Aber legen wir noch eine Schippe drauf, die das Abschaffen des Passworts mit begünstigen wird: der physikalische Schlüssel. Aktuell hat sich FIDO2 als Quasi-Standard schon im Markt etabliert, zwei prominente Vertreter haben so gut wie jedes Format mit jedem erdenklichen Funktionsumfang im Angebot: Yubico, von denen ich seit Jahren drei unterschiedliche Schlüssel benutze oder der direkte Mitbewerber, bei dem ich heute eher zuschlagen würde - aber nur aus persönlicher Präferenz, nicht, weil sie besser wären! -: Trustkey. Ich habe euch bei beiden Anbietern eines der USB-A-Einsteigermodelle verlinkt. Ihr kennt mich, amazon Junkie und so, daher ratet mal, wo die Links hingehen? Genau... wir verstehen uns! Und wer glaubt, dass 30 Euro eine Menge Holz sind, sollte sich die Produktpaletten ansehen: Yubico geht so richtig in teuer, Trustkey kostet zwar nur die Hälfte mit dem Bio-Topfmodell, aber auch da sind über 50 Euro für "nur" einen USB-Schlüssel weg. Allerdings: was für ein Schaden würde dir entstehen, wenn ein Eindringlich sich einen Tag völlig ungehindert in deiner E-Mail, facebook/meta/instadings, amazon Konto, Online-Banking und auch noch in deiner Cloud austoben könnte? Weil du überall den gleichen Nutzernamen hast und das Passwort nur zehn Stellen hat und zum Schluss einfach eine Nummer von  1-6 hochgezählt wird? Also bei mir wären es definitiv mehr als 50 Euro Schaden... andererseits könnte mir der Eindringlich aus Mitleid gerne was aufs Online-Konto packen... aber erfahrungsgemäß passiert sowas leider nie...! Aber zurück zum Thema:  Erst das schlechte Gewissen: Wenn du, meinem Blog-Pod vom Februar folgende, deine Passwörter geändert hast, ist JETZT die beste Zeit, es erneut zu tun. Und zwar nach all den Regeln, die ich im Februar geschrieben hatte! Und, wo immer möglich, mit zweitem Faktor aktiv! Und klar ist eine Authenticator-App super! Aber wie wäre es mit einem Schlüssel, der erst deinen Fingerabdruck bestätigen und scannen muss, also, andersrum, aber ihr versteht mich schon, bevor er den Codeschnipsel zur Freigabe des virtuellen Eingangs in deinen Account ermöglicht?! Und ich sage es erneut: auch trotz Stick nicht schludern! Individuelle Benutzernamen und, solange sie noch da sind, moderne Passwörter mit 25 und mehr Zeichen, am besten per Passwortmanager. Und dann warten wir mal ab, was Google, Microsoft und Cupertino noch so alles einfällt, auf dem Weg in die Passwort-freie Zukunft. Und, ich habe da schon so eine Vermutung, wer wieder sein eigenes Süppchen kochen wird.  Nichtsdestotrotz wird es auch ohne Passwort sicherer, weil auch hier die menschliche Komponente wieder ein Stückchen rausgenommen wird. Und eben ein fälschungssicherer und auch auf Open-Source basierender USB-Stick die Aufgabe übernimmt. Ich freue mich schon drauf! Also, passt auf eure Passwörter und Zugangsdaten auf. Und beginnt gleich heute noch, die alle mal zu ändern!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#208 Schmerzhaft und eher aus Versehen rausgefunden: Man(n) kann Kindle E-Books auch digital vernichten, Kauf hin oder her!
10-05-2022
#208 Schmerzhaft und eher aus Versehen rausgefunden: Man(n) kann Kindle E-Books auch digital vernichten, Kauf hin oder her!
Schmerzhaft und eher aus Versehen rausgefunden: Man(n) kann Kindle E-Books auch digital vernichten, Kauf hin oder her!Tja, wenn der Sohnemann seine Technik ablegt und das neueste Modell bestellt, regt sich in manch Mutter plötzlich Interesse an besagter, wenn auch als "veraltet" deklarierten Technik. Und wenn nun zwischen Sender und Empfänger ein paar Kilometer liegen, versucht man eben über das klassische Telefon einen "Sync" zur Funktionsweise - ich glaube, viele von euch wissen, was ich meine. Stichwort: der private, familiäre IT-Service. Und wenn "Screensharing" schon nicht klappt, ist es doch gut zu wissen, dass ein Kindle über das Geräte-Menü zu einem gewissen Teil "fremd befüllt" oder eben gelöscht werden kann. Aber Achtung! Hier löscht man(n) mehr, als man(n) denkt oder von den Fehlermeldungen erklärt bekommt!!! Falsch gedrückt, Meldung falsch verstanden - und schon habe ich ein gekauftes Kindle eBook auf immer gelöscht, verdammt! / Bild-/Quelle: privat Lasst mich, auch weil ich mir gerade ein neues Kindle gekauft habe, kurz die Vorzüge des Geräts aus meiner Sicht erklären: Am wichtigsten ist mir, eine Menge Lesestoff dabei haben zu können, ohne einen zweiten Koffer und den damit verbundenen Aufpreis bei den Airlines zahlen zu müssen. Auch möchte ich, wenn ich nach ein paar Seiten einen Fehlkauf feststelle, schnell ein neues Buch zur Hand haben. Blöd nur, wenn die Bücher im Hotelzimmer liegen und man selbst aktuell am Strand liegt oder, eher mein Fall, durch die Malls am anderen Ende von Dubai spaziert. Auch möchte ich ein leichtes und fürs Lesen optimiertes Gerät haben, was ein normales Tablet allein wegen Gewicht und Akkulaufzeit ausschließt. Mein neuer Kindle Signature (auch günstiger als Kindle Paperwhite zu haben), glücklicherweise im Rahmen einer Preisnachlassaktion bestellt, erfüllt für mich das alles. Und es ist nicht mein erstes Gerät, auch habe ich zwei Kindle Tablets probiert... aber die sind, wie ich schon schrieb, wegen normalen Display und den damit verbundenen Spiegelungen und des Gewichts als auch der kurzen Akkulaufzeit nicht mit den "echten" Kindle Lesern zu vergleichen!  Auch genieße ich seit geraumer Zeit, auch wenn ich es nicht wirklich nutze, da ich doch nicht so viel Zeit habe, mich Büchern zu widmen, wie ich gerne hätte, Kindle Unlimited. Für Leseratten mit Zeit, eine echte Empfehlung. Und, noch ein Tipp: wer wie ich Prime-Kunde ist, bekommt monatlich eine Auswahl an vier Büchern, die, teils für lau, teils stark reduziert, weiteren Lesestoff bringen. Auch gibt es einen täglichen Kindle Angebot des Tages E-Mail-Newsletter von amazon, der zusätzlich spannende Leseideen bringt und täglich mindestens ein reduziertes eBook zum Kauf.  Ihr seid ja alle aufgeklärte Verbraucher, daher muss ich nicht dazu sagen, dass ein Kindle eine Marke von amazon ist und daher alle Angebote und Inhalte, also E-Books dafür, eben nur und ausschließlich bei amazon zu finden sind. Daher führen die Links, die ich zuvor und im Weiteren für euch herausgesucht habe und liste auch ausschließlich zu amazon.... Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wenn ich ein eBook käuflich erwerbe, gehe ich davon aus, dass es mir gehört. Analog zu einer Papierausgabe, die ich ins Regal stellen kann, komme was wolle. Dass das ein falscher Gedankengang ist, hat man schon bei Apple erlebt, die gekaufte Apps von Geräten löschen und auch gekaufte Inhalte. Google ist da auch nicht weit weg davon. Und amazon? Bisher ist mir das einmal passiert, allerdings mit Ankündigung per E-Mail, so steigt nur der Druck, es noch mal oder endlich fertig zu lesen...! Aber was ich nicht vermutet hätte ist, dass man durch einen falschen Klick Inhalte auf Nimmerwiedersehen löschen und ins Datennirwana schicken kann. Und das über eine offizielle amazon Webseite. Und ohne "Undo, Mist, Mist, Mist! Ich habe es mir anders überlegt"-Funktion! Ich hatte es eingangs schon geschrieben, begonnen hat alles damit, dass ich interfamiliär einen alten Kindle ein wenig zu gut angepriesen habe. Somit machte sich das Gerät, damals noch von Franken aus auf den Weg in die Oberpfalz. Und, wie es so ist: Es ist dein Gerät, also bist du auf immer dafür verantwortlich. Egal, wie weit weg. Egal, wie alt. Egal, was dein Gegenüber bereits verstellt oder angetippt hat. Und, vor allem egal, ob die Beschreibereien von Fehlern oder Dingen, die nicht so gehen, wie sie gestern noch gingen, hilfreich sind oder nicht. In meinem Support-Fall war ein Buch verschwunden. Ohne Zutun. Einfach so. Quasi über Nacht. Weil: gestern war es noch da. Fehlersuche, zuerst telefonisch, ich betone es erneut, ohne Bild oder Screensharing. Mit den typischen Verständnisschwierigkeiten zwischen Bedienung, Menüpunkten und Funktionen. Eine schöne Seite, die auch wieder amazon persönlich zur Verfügung stellt, ist die Übersicht über digitale Inhalte. Eben auch eBooks. Der Link kann bei euch nun unter Umständen nicht oder nur eingeschränkt funktionieren, da er zum einen einen amazon Account erfordert und zum anderen zumindest einen Kauf von digitalen Inhalten. Schlimmstenfalls landet ihr erst mal bei einer Login-Maske, wo ihr eure amazon-Zugangsdaten abgefragt bekommt. Der manuelle Weg ist: amazon.de - Login - rechts über "Hallo Konto und Listen" mit der Maus fahren und auf dem aufgehenden Menü ziemlich mittig auf "Meine Inhalte und Geräte" klicken. Auf der sich öffnenden Seite könnt ihr links unter dem amazon-Logo auf "Bücher" in einem Drop-down-Menü umstellen, sollte das nicht standardmäßig so geladen worden sein. Und schon habt ihr eine Liste aller kostenfreien und gekauften als auch geschenkten eBooks. Und diese Liste hat nun ein Einzelbuchzerstörungspotential - und ein Mehrfachauswahlmenüfiaskopotential. Zuerst zur Mehrauswahl: Ganz links neben den Büchern und gelisteten weiteren digitalen Inhalten, wie gesagt, je nach eurer Einstellung, ist eine Box, die per Mausklick angetickt werden kann. Wer hier nun zwei, drei oder noch weitere anklickt, wendet alles, was ihr danach macht, auf alle angehakten Artikel an. Somit kann man mit wenigen Mausklicks eine komplette Sammlung über den Jordan bringen. Wer nur ein Buch auf Nimmerwiedersehen los werden will, kann rechts neben der Auswahlbox auf die drei Punkte klicken und ein Menü öffnen. Hier findet sich in der oberen Hälfte Informationen zu dem Kindle eBook, im unteren Bereich, schön durch blau- und unterstrichene Links zu erkennen, Interaktionsmöglichkeiten. Und eine davon heißt: löschen. Und ab hier beginnt das Missverständnis: Löschen meint nicht, das Buch aus dem Gerät zu entfernen, es aber weiter als gekauft in meinem Account zu halten. Nein, löschen tut, was ihm aufgetragen - und das leider ohne weitere Meldung: Buch löschen, aus Account tilgen, in die unendlichen Weiten des Weltraums beamen und einfach nur ausradieren. Das wurde mir umgehend klar, nachdem ich löschen gedrückt hatte. Also musste der Kundendienst ran. Im Telefonat entpuppte sich, dass mein Problem bei weiten nicht so trivial ist, wie es sich anhört. Und auch eine nachgeordnete Stelle, die ein paar Tage an meinem Problem arbeitete, musste feststellen: Dat Ding is weg! Wenn ihr also nicht meinen Beispiel folgend euren digitalen Bücherkistenschatz mit ein paar Mausklicks auf Nimmerwiedersehen in die technischen Nirwana-Ströme digitaler Papierkörbe ohne Undo-Funktion schicken wollt, ihr seid nun gewarnt: Finger weg vom "Löschen"-Befehl - es könnte sonst sein, dass eure Kindle oder eure Kindle-Bibliothek ganz schnell ganz einsam und verwaist aussehen könnte... Da man von Fehlern anderer lernen sollte, macht mir den Quatsch einfach nicht nach, dann kann nichts passieren!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#207 Du bist unzufrieden mit deinem Job und weißt nicht so recht warum? Dann gebe ich dir ein paar Gründe zum Nachdenken!
03-05-2022
#207 Du bist unzufrieden mit deinem Job und weißt nicht so recht warum? Dann gebe ich dir ein paar Gründe zum Nachdenken!
Du bist unzufrieden mit deinem Job und weißt nicht so recht warum? Dann gebe ich dir ein paar Gründe zum Nachdenken!Es gibt in jedem Beruf und in jeder Tätigkeit einen Moment, wo man nur kotzen möchte. Wo man sich mal kurz ne Minute Zeit nimmt und überlegt, auf welcher Job-Seite man noch einen aktiven Account hat. Aber meist verfliegt diese schlechte Laune so schnell wieder, wie sie gekommen ist - und die Jobwelt ist wieder in Ordnung. Aber was, wenn die Unzufriedenheit täglich mehr wird? Und die Jobportale einfach, sei es wegen wirtschaftlicher Lage oder da dein Profil aktuell nicht gesucht wird, partout keine neue Option für dich ausspucken wollen? Dann lieber mal analysieren, warum dein Job dich aktuell nicht zufriedenstellt! Kann man mal machen - aber 52 Wochen hintereinander? / Bild-/Quelle: privat Wenn dies nicht der erste Blog ist, den du von mir liest, kennst du den ersten Punkt, den man sich genauer ansehen sollte: die eigene Führungskraft. Hier mein immer wiederkehrendes Mantra, dass die Realität in einem Satz abbildet: Die Leute kommen wegen der Firma und gehen wegen der Führungskraft. Hast du gerade was mit deinem Chef? Ist aus einem guten Chef über Nacht ein ewiger Nörgler geworden - und keiner weiß, warum? Oder hast du nach fünf, sechs Jahren mit einer Jahresbewertung, die nahe an der beliebten Schulnote 1,0 hängt, plötzlich und ohne weitere Angaben eine 4 oder noch schlechter bekommen? Klappt es mit der Kommunikation nicht mehr und dein Chef mault nur noch rum oder entwickelt sich gerade zu einem, sorry, aber jeder weiß, was ich meine, wenn ich den Namen nenne, Stromberg? Gründe gibt es derer viele, warum Chef von Superheld zu Superarsch in nur einer Nacht mutiert: einschneidende Erlebnisse wie ein, vielleicht sogar erneutes, Übergehen auf dem Weg nach oben auf der Karriereleiter, was nun seine demotivierende Funktion in voller Breite entfaltet. Vielleicht hat er auch Zwänge, den Job nicht wechseln zu können und sein Chef drangsaliert ihn bis aufs Äußerste? Vielleicht ist sein neuer Boss ein besonders harter Superheld, der jetzt Jahresziele in 30 Tagen sehen will und seine Drohkulisse beginnt direkt mit fristloser Kündigung? Mobbing kann auch immer ein Thema sein. Du kannst dich jetzt auf den Punkt stellen und sagen, er möge es nicht an dir auslassen. Legitim. Aber: hilft es dir weiter oder ärgert dich sein Verhalten dann nicht von Tag zu Tag oder sogar von Stunde zu Stunde noch mehr? Und so wird ein Wunsch-/Unternehmen, dem du die letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte deine Zeit geopfert hast, plötzlich zu deiner größten Spucktütenverbrauchsrechnung? Wenn einem schon die Daumenschrauben so angezogen werden, kann man eines dieser diversen Gespräche auch mal mit der Frage des Wohlbefindens starten. Manchmal ist dieser kleine Handreich der Dammbruch, dann musst du aber auch damit leben, dass du vielleicht sogar mehr erfährst, als dir lieb ist. Und dann fällt es dir wahrscheinlich leichter, die aktuelle Situation und das Verhalten besser einzuschätzen. Dass Gesagtes im Vieraugengespräch unter diesen vier Augen bleibt, versteht sich von selbst, oder? Aber gehen wir mal davon aus, du leidest nicht unter einer schlechten Führungskraft oder einer völlig inkompetenten Quotenfrau - was könnten dann Gründe für deine Unzufriedenheit sein? Ein Grund, der immer kommt, ist fehlende Wertschätzung. Du rackerst dich ab, ziehst die Kohlen aus dem Feuer, holst neue Kunden und hältst bestehende, und der Dank ist, dass dein Kollege das Lob dafür bekommt. Oder, noch schlimmer: dass einfach niemand Lob dafür bekommt! Damit ignoriert man dein Engagement, dein Empowerment und auch dein Potenzial und deine Leistungen. Das löst Unzufriedenheit in einem aus, was in einem Teufelskreis endet, der einem sagt: Kein Mensch in dieser Firma braucht dich, keiner nimmt dich wahr. Die Steigerungsform davon ist, dass du glaubst, dass du problemlos ersetzbar bist. Ein weiterer Grund ist, dass du kein Benchmark hast, ob du erfolgreich bist oder einfach nur "fertig" mit deiner Arbeit bist. Du benötigst eine Selbstbestärkung, Lob vom Chef auch mal ein Schulterklopfen vom Kollegen und musst auch schwarz auf weiß sehen oder für dich selbst auswerten können, dass du hier einen Meilenstein erreicht hast. Wie willst du auf der Autobahn wissen, dass du da bist, wenn auf den Schildern schlichtweg nichts steht? Nur ein blaues Schild, alles Einheitsgröße, keine Pfeile, keine weißen Aufdrucke. Und das seit Stunden? Da kommen Zweifel, da kommt Langeweile, da kommt Gleichgültigkeit. Und mit der Gleichgültigkeit sinkt deine Motivation - und damit auch der Spaß, den dir dein Job bisher gemacht hat. Und ein dritter Grund ist, dass du merkst, dass deine Tätigkeit niemanden etwas bringt. Du schaffst also für das Unternehmen, deine Kollegen oder deinen Bereich keinerlei Mehrwert. Niemand braucht, was auch immer du für Ergebnisse erzielst, was du erforscht hast oder was du auf Basis deiner Ausbildung oder Studiums an Mehrwert für das Unternehmen bringen könntest. Du kannst also deine Ergebnisse aus dem Drucker direkt in den Streifenkopierer, also den Papierhäcksler, werfen. Spielt ja eh' keine Rolle. An irgendeiner Stelle dieser drei Gründe kommt immer der Einwand: Aber hey, ich habe einen Kollegen/Chef/Mitarbeiter, der allerdings gar nicht arbeiten will. Der keine Resultate bringt. Der keinen Wert auf mein Feedback oder ein Lob gibt. Der sich nichts sagen lässt, der sich bewusst isoliert und auch kein Interesse hat, mit Kollegen im Team tätig zu werden. Und, und, und - wie passt das auf vorstehende Aussagen? Ganz einfach: Vorstehende Gründe, von der Führungskraft über die Fehlbesetzung bis hin zu Ignoranz dir gegenüber, fehlendem Benchmark und Arbeit für den Papierkorb summieren sich und potenzieren damit deine Unzufriedenheit auf Job, Chef und Firma. Guck doch bei deinem Kollegen/Chef/Mitarbeiter, der kein Lob will, der nicht arbeiten will oder/und der einfach keine Ergebnisse bringt, mal genauer hin: Er wird nicht scheintot am Schreibtisch sitzen und nach exakt achteinhalb Stunden Leben einhauchen und nach Hause gehen. Mal den Internet-Verlauf oder die genauen Download- und/oder Upload-Zahlen prüfen. Spielt er online, vielleicht sogar gut, und hat das als seine Erfüllung? Oder schaut er zulasten eures Netzwerks Netflix leer? Vielleicht hat er über den Büroverteiler seine Zeitschriften aus dem Privatleben nun ins Berufliche verlagert und benötigt dafür Zeit? Oder hat er, vielleicht von einer früheren Tätigkeit, die goldene Miles&More-Karte und ist daher viel unterwegs, wenn auch die zugrundeliegende Mission unbekannt ist? Auch wurden Kollegen schon negativ konnotiert, weil keiner wusste, dass er sich vor Monaten freiwillig zur Zuarbeit für einen "befreundeten Bereich" gemeldet hat und nun hier aufgeht.  Ebenso kenne ich die Hardliner, die nun mit dem Argument "Nicht geschimpft ist doch gelobt genug!" um die Ecke kommen. Aber auch diese Einstellung ist, gerade in der heutigen Zeit, zu kurz gedacht. Schon mal die Kosten für eine Neueinstellung inkl. Einarbeitungszeit durchgerechnet? Und jetzt drehen wir die drei Punkte mal um und sehen den Nutzen für das Unternehmen: Gut, wer wegen der Führungskraft geht, ging sowieso schon durch die Hölle, und wenn hier alle, inklusive des Vorgesetzten der schlechten Führungskraft zu Seite sehen, muss es so ein! Hier kann selbst ich keinen Nutzen für das Unternehmen schönreden. Der Punkt ist also außen vor! Was passiert, wenn ich für meine Arbeit zumindest "faire" Wertschätzung erhalte? Spaß an der Arbeit! Damit bemühen sich Mitarbeiter intrinsisch, gute Arbeit mit Mehrwert anzufertigen und abzugeben. Da bilden sich plötzlich Teams, die eigeninitiativ harte Nüsse knacken oder sich den ärgsten Konkurrenten mal so richtig vornehmen, um doch eine Schwachstelle zu finden. Da sind acht Stunden pro Tag nur das Warm-Up, wenn es brennt wird auch mal ein Wochenende durchgeschrubbt. Und man hat ein gemeinsames Ziel vor Augen, das Unternehmen weiterzubringen. Und dank eines Benchmarks, einer Skala, wie gut du arbeitest und wie gut du aktuell im Verlauf deiner Tätigkeit oder deines Projektes bist, hast du immer eine Rückmeldung zu deiner Arbeit. Das kann auch mal weh tun, aber das öffnet die Chance, auch mal nach Hilfe und Unterstützung oder auch nur Anleitung zu fragen. Und auch das hilft weiter. Und motiviert, dazuzulernen oder sich fortzubilden. In Summe steigt dann auch hier, selbst wenn es mal kein positives Feedback gibt, die Mitarbeiterzufriedenheit. Und, welche zwei weiteren positiven Effekte haben zufriedene und wertgeschätzte Mitarbeiter? Sie sparen Recruiting-Kosten, da sie aus dem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis wiederum Leute in das Unternehmen bringen, die einen gewissen "Fit" bereits mitbringen. Und um auf die aktuellen Jobsituationen zu kommen: sie sind auch eher treu und springen nicht wegen Drei-Fuffzig von Firma zu Firma. Was, natürlich, primär Hochqualifizierte in dem Unternehmen hält. Natürlich gibt es noch mehr, als nur auf diese drei Punkte und den Vorgesetzten zu schauen. Aber im Kern, sind es genau die Schwerpunkte, die über ein tolles Unternehmen mit spannenden Aufgaben oder einem Menschenschinderladen unterscheiden. Es gibt zu dem Thema diverse Bücher, aber eines der besten ist von Patrick M. Lencioni und trägt den zum Thema passenden Titel "Die drei Symptome eines miserablen Jobs: Eine Fabel für Manager (und ihre Mitarbeiter)". Und da ich, wie ihr wisst, ein totaler amazon-Fan bin, habe ich euch den Link zu dem Buch gleich mal von da mit verlinkt. Zum Vertiefen. Und gerne auch, um meine Aussagen dagegenzuhalten. Und, falls es euch erwischt hat, zum Vertiefen, wie man wieder rauskommt. Oder, um sich in den Seiten zu freuen, dass man ein gutes Unternehmen erwischt hat. Und wer es noch deutlicher will, möge mein Lieblingsbuch zu dem Thema ansehen, das Frustjobkillerbuch (Link zu amazon). These: die Scheiße ist in jedem Unternehmen die Gleiche, warum also wechseln, wieder Gehaltsverhandlungen, wieder neue Kultur, wieder neue (dumme) Kollegen, wieder ein inkompetenter Chef, wieder eine unschlüssige Strategie, die zum Scheitern verurteilt ist - und schon wieder grüneres Gras bei einem weiteren neuen Unternehmen...  In jedem Fall hoffe ich, dass ihr morgen, wenn der Wecker klingelt, motiviert aus dem Bett steigt und einen erfüllten Arbeitstag vor euch habt. Und wenn nicht, werft einen Blick auf die Links zu den Büchern, wer weiß, wo es euch dann als Nächstes hin verschlägt?   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#206 Liebe Führungskräfte, Hand aufs Herz: Was wisst ihr wirklich über die Arbeit, die eure Mitarbeiter so erledigt bekommen? Nein! Ihr wisst weit weniger als ihr euch einredet!
26-04-2022
#206 Liebe Führungskräfte, Hand aufs Herz: Was wisst ihr wirklich über die Arbeit, die eure Mitarbeiter so erledigt bekommen? Nein! Ihr wisst weit weniger als ihr euch einredet!
Liebe Führungskräfte, Hand aufs Herz: Was wisst ihr wirklich über die Arbeit, die eure Mitarbeiter so erledigt bekommen? Nein! Ihr wisst weit weniger als ihr euch einredet!Rücksprachen, One on Ones, monatliche Abgleichtermine über neue, laufende und abgeschlossene To-do. Dann noch Bonusvereinbarungen, die abgeglichen werden mit dem Ist an Erledigtem. Und schriftliche Listen, die jeden neuen Auftrag erfassen. Oder eben ein CRM. Oder ein nicht immer ideal konfiguriertes Salesforce. Genug geschwärztes Papier, sollte man meinen, damit eine Führungskraft sich ein Bild der Arbeitslast und der Aufgaben als auch der eigentlichen "daily work" machen kann. Frage eins: Muss ich das als Führungskraft überhaupt alles so sehr im Detail kennen? Frage zwei: Und wie viel Prozent dessen, was dein Mitarbeiter nun so den ganzen Tag macht, glaubst du, kennst du nun? Schlechte Nachricht: beide deiner Antworten sind falsch. Neuer Versuch, was die Aufgaben deiner Mitarbeiter angeht, wie viel davon weißt du? Schätze jetzt von 0 bis 100 Prozent.... und... hast du eine Zahl im Kopf? Wie viel Prozent der Arbeit deiner Mitarbeiter kennst du? Ok, ich löse: Du hast von mindestens 60 % keine Ahnung oder kannst dich, wenn du es z.B. in einem Gespräch mit deiner Führungskraft hast, keine Erinnerung mehr... Und, die schlechte Nachricht: es kann auch locker mehr als 60 % sein! Ich kann dich nun schon zweifeln und widersprechen hören, allerdings habe ich mir das nicht ausgedacht, es belegt eine aktuelle Studie.   HAL9000 / Bild-/Quelle: wikipedia.de  Jeder von euch kennt die verschiedenen Typen von Führungskräften: das Genie. Keiner macht ihm was vor. Er hat die Firma quasi gegründet. Kennt jedes Produkt aller Generationen auswendig und kann es, ganz wie MacGyver, mit einem Lötkolben in geringer Zeit sofort anfertigen. Oder der Strebsame. Noch nicht sein Leben lang in Führung, aber sehr bemüht. Kaum ein Ratgeber zum Thema Führungskraft, den er nicht sofort auswendig lernt. Somit wird jeden Monat eine neue Methodenkuh durchs Dorf gejagt. Und, als modernes Management-Phänomen: die Quote. An sich keine Ahnung, weder bereit noch aus eigenem Antrieb auf die Position gekommen und muss nun mit Führungskräfte-Schulungen und Führungsverantwortung das Beste aus dem Chaos machen, das sie hinterlässt. Und dann noch Mister "Is-mir-egal!". Egal, was der Mitarbeiter will, der Typ ist noch inkompetenter als Stromberg und daher ist ihm alles egal - aber er ist gezwungen, lange Listen von Protokollen, also internen Protokollen zu schreiben, um seinen Arsch zu retten, wenn die Bude plötzlich lichterloh brennt und er Schuld daran hat. Nein, nein, da geht ein Mitarbeiter über die Wupper, nur nicht er. Er hat ja immer klar gesagt, dass es genau so nicht geht, bla, bla, bla. Und da mittendrin sind sie, die Perlen, die guten Führungskräfte, denen der Job nur so zufliegt und die einfach alles richtig machen - und die von ihren Mitarbeitern dafür hochgelobt werden... Obwohl ich hier pointiert und sehr übersichtlich schnell fünf klassische Typen benannt habe, hat wohl jeder von euch seinen Chef in eine Schublade packen können. Einen Chef hat schließlich jeder von uns, auch der CEO muss sich einem Aufsichtsrat oder Board gegenüber rechtfertigen. Auch der Papst muss, wenn auch etwas mehr spirituell, seinem Chef Rede und Antwort stehen - und sei es nur am Ende des gemeinsamen Weges... Ach ja, ich schreibe diesen Text am Osterwochenende, sollte sich jemand unter euch wundern. Und mit all den Mitteln und Werkzeugen, die Führungskräften in modernen Unternehmen heute so zur Verfügung stehen, wie viel wisst ihr denn nun über die Arbeit, die eure Mitarbeiter so aktuell auf dem Tisch haben? Ich kenne viele Abstimmungen, die diese Frage auf 100 % bringen sollen: Ich habe schon Confluence-Seiten erlebt, die ich wie ein Kleinkind wiederholen sollte und trotzdem ging Auftrag nach Auftrag in die Scheiße. Tja, Quotenchefin, keine Ahnung vom Bereich, von der Firma nur eingeschränkt, trifft auf schlecht gesprochenes Englisch und einen US-sprachigen Chef. War lustig, was hatte ich Spaß und was hatte ich so alles mit der Quotenkönigin ausprobiert! Oder die guten alten Klassiker: Montägliche, mittwöchliche oder freitägliche Runden, in denen Chef seinen Mitarbeitern Redezeit eingesteht, um sich ein Bild der Lage zu machen. Dann die diversen Systeme, die die aktuell schöne IT-Zeit mit sich bringt: Salesforce, SAP oder eine Latte an CRM-Anbietern. Und ich sage es noch mal: Unsere Führungskräfte können sich - bestenfalls! - an 40 % (oder eben leider noch weniger) dessen erinnern, was du tagtäglich tust und auch an sie berichtest! Die Zahl könnte zwar aus meiner beruflichen Erfahrung kommen, aber gefunden habe ich sie in einer aktuellen Studie, die in den USA bei Fortune 500 Unternehmen durchgeführt wurde. Da kann unser kleiner DAX, auch wenn er nun die Kassen ausschließlich der Deutschen Börse mit dieser Änderung von 30 auf 40 Unternehmen füllt, nicht im Ansatz mithalten. Zurück zu den Fortune 500: Hierbei wurden 14 Teams, die in Summe fast 300 Leute repräsentierten, betrachtet. Und wenn man die Manager von diesen Teams befragt hat, woran ihre Teams aktuell so arbeiten, konnten sich im Durchschnitt die Leader nicht an aktuelles erinnern oder hatten bis zu 60 % dessen, was ihnen berichtet wurde, schlichtweg vergessen! Als ich das gelesen habe, fiel mir mein vorvorletzter Chef wieder ein. Ein Psychopath, wie er im Buche steht. Und ein Fähnlein, das sich auch ohne Wind stetig drehte. Und da er meinem Team und mir fast schon stündlich neue Ideen und Umsetzungen auf den Tisch warf - wir waren eine Multiprojektmanagement-Truppe -, sind wir in drei Jahren, bis ich besagten Tisch verlassen habe, weder einer Aufstellung der Projekte noch einer Erledigung, geschweige denn, in meisten Fällen, einer Beauftragung, nahegekommen. Und obwohl benanntes "Genie" Nächte damit verbrachte, alles auswendig zu lernen und auf Abruf rezitierbar von sich zu geben, wusste der gute Mann weit weniger als 40 % dessen, was in seinem Bereich, und, ganz ohne Mitleid für Palastbauer, von knapp 110 Leuten so tagtäglich abging - oder in den meisten Fällen eben gar nicht. Die Ergebnisse der Studie belegen weiterhin, dass die Kosten, die Manager durch ihr Nichtwissen somit verursachen, hoch sind - und das bereits in Teams ab fünf Mitgliedern. Somit werden, auch wieder auf allen Ebenen, Ziele und digitale Transformationen angestoßen, auf Basis lückenhafter Informationen, die eine Firmengründung glatt vor dem Start schon in den Ruin treiben würde. Ganz zu schweigen von der Unkenntnis von Schmerzpunkten oder wie ihre Teams Arbeiten beendet bekommen. Und, klar gesagt: diese Führungskräfte raten somit nur, wenn sie Investitionen für ihre Teams freigeben, die ihnen die Arbeit erleichtern sollen. Das belegt aber auch, allen modernen Tools vom CRM bis ERP folgend, wieso intern so viele, teils heimliche, teils offen genutzte dauerhafte Übergangslösungen bestehen. Überwiegend ist Excel hier der beste Freund der Mitarbeiter. Was sich aber wirklich richtig negativ auf die Mitarbeiter auswirkt, ist die Tatsache, dass ihre ahnungslosen Führungskräfte systematisch deren Produktivität abwerten oder sogar negativ wahrnehmen und dazu noch Ressourcen und Investitionen in technische Tools, zum Beispiel für Automation, falsch bewerten und somit zu hoch oder zu niedrig ansetzen.  Auch hier fällt mir sofort ein Unternehmen aus meiner langen Laufbahn ein. Hier wurde blind auf Salesforce gesetzt. Zumindest, wenn man im Bereich Verkauf tätig war oder sein wollte. Allerdings zählte Salesforce, was Spesenritter und Luftschlossarchitekten magisch anzog, nicht die bare Münze eines echten Kontakts, der eben ein echter Auftrag war, sondern der Funnel setzte ausschließlich auf hypothetische Werte. Da war also nicht "Verhandlung eines Angebots" mit 25-prozentiger Wahrscheinlichkeit einer Beauftragung hinterlegt, sondern banale Dinge wie "Kunde hinterließ E-Mail-Adresse beim Download eines Datenblatts".  Kann man so machen, wenn man viel Bonus für eher Nichts und eben auch wenig Engagement durch den Schornstein jagen möchte - und genau das unterstreicht das Ergebnis der Studie. Und jetzt kommt auch noch, nach zwei Jahren HomeOffice und anhaltender Covid-Müdkeit eine teils zwanghafte Digitalisierungsmarotte on top, die es für viele Manager noch schwieriger macht, zu verstehen, was ihre Teams oder seine direkten Untergebenen so den ganzen Tag machen. Die gute Nachricht: vorstehende Problematik lässt sich lösen. Allerdings bedarf es Zeit, den Willen und vor allem die Einsicht der Führungskraft und den Aufbau eines maschinellen Lernens. Damit wurden Führungskräfte aufgefordert, zwei Dinge zu bewerten: Die Art und Weise, wie sie glaubten, dass ihre Leute ihre Arbeit erledigten. Und eine Kategorisierung in typische betriebliche Abläufe wie "Controlling", "Reisemanagement", "Bestellwesen", "Marketing" etc. Die Magie spielte sich nun in der künstlichen Intelligenz ab, die aus den Eingaben bei den Teams ähnliche Arbeitsabläufe zu finden versuchte. Daraus wurde abgeleitet, wie zutreffend der Manager die Tätigkeiten seiner Mitarbeiter kannte - und somit wurden die 60 % Unwissenheit ermittelt. Dabei wurde die Schwelle des "perfekten Managers" gar nicht so hoch angesetzt: Dem System wurde als Schwelle für eine perfekte Führungskraft ein "Erinnerungsvermögen" von 80 % als ausreichend für "Note eins" hinterlegt. Oder, Milchmädchenrechnung: die 60% Unwissenheit sind eigentlich 80 %, da die 100 % auf 80% runtergeregelt wurden... es wird immer schlimmer, je mehr Details der Studie man kennt! Ich muss zwei Dinge wohl nicht erwähnen: in allen 14 Teams, die in der Studie betrachtet wurden, wurden auch nennenswerte "Vergesslichkeiten" gegenüber den einzelnen Mitarbeitern und deren Kompetenzen entdeckt. Und, auch klar: Manager, die mit diesen Ergebnissen konfrontiert wurden, waren mehr als nur überrascht...! In der Studie wurde nun mit dem maschinellen Wissen ein Lösungsweg erarbeitet, der es den Führungskräften ermöglichte, zwischen 24 und 60 % der Wissenslücken zu füllen und somit bessere Entscheidungen zu treffen und sein Team und dessen Tätigkeiten und Fähigkeiten besser einzuschätzen. Böse Randbemerkung: die Studie belegte auch, dass Algorithmen die besseren Führungskräfte sind - was das Thema Kennen und über das Wissen ihrer Teams angeht. Und wer sich nun ein wenig durch diese Studie ertappt fühlt, sollte sich auch im Klaren sein, dass aufgrund steigender Anforderungen und damit verbundener Komplexität die jetzigen Lücken in den nächsten Jahren steigen und steigen werden. Und nicht jeder möchte sich ein maschinelles Lernprogramm zulegen, um Führungskräften seine Teams näherzubringen... also braucht es Wege, dies auch in der guten "analogen" Welt noch hinzubekommen! Es braucht also Führungskräfte, die sich die entsprechenden digitalen Tools nach ihrer Arbeitsweise aussuchen und konsequent in der Nutzung halten. Das kann zum Beispiel über Evernote in Form eines Notizbuches für jeden Mitarbeiter abgebildet werden. Oder wenn man lieber über MindMaps arbeitet, eine entsprechend passende Software sein. Auch kann man über meine Serie zum Thema Getting Things Done eine Struktur aufbauen, die die entsprechenden Infos aufnimmt und bei Bedarf problemlos bereitstellt.  Wichtig ist, dass man die Daten immer dabei hat und schnell und problemlos zugreifen kann. Daher muss hier ein, Achtung, Datenschutz, DSGVO und Firmen-interne Richtlinien!, Cloud-Sync möglich sein und eine Nutzung auf Handy, Tablet, Notebook und Privatrechner. Schließlich muss Einblick immer da sein - und auch eine Anpassung der bisherigen Einschätzung des Mitarbeiters. Und, so komme ich wieder zu meiner Kindergärtnerin mit den Confluence-Seiten zum laut Vorlesen, denn das wichtigste ist, dass Führungskräfte endlich eine einheitliche, beständige und übereinstimmende Art der Kommunikation an den Tag legen. Nicht jeder versteht einen Satz, der außer internen Kauderwelsch keine Information von sich gibt. Und ein "mach ma'!" ist für einen die verlängerte Mittagspause und für den anderen der Start eines Projekts für die nächsten fünf Jahre.  Und wer es lieber aus der Studie haben will, bitte schön: Die Empfehlung hier ist, die Erfahrung der Teams als Daten zu sehen, da diese eine realistische Einschätzung, was erledigt werden kann, ermöglicht. Damit ist ein Ende von top-down-Zielen in Sicht, das müssen heute ahnungslose Manager eben bereit sein, zu akzeptieren. Und Teams müssen sich im Detail klarmachen, was die Übernahme eines Auftrags bedeutet, wenn sie nicht unter enormen Druck für das gesamte Team, also zum Beispiel, für die gesamte Abteilung,  schuften wollen. Es geht also letztlich wie immer um Kommunikation. Um unmissverständliche Absprachen. Um Vermeidung von Firmen-internen "Fachwörtern". Und vertraglichen Vereinbarungen zwischen Führungskraft und einzelnem Mitarbeiter, aber auch zwischen Team und Führungskraft dahin gehend, dass der Chef die realistische Arbeitslast der Gruppe kennt und einschätzen kann, was noch "on top" geht und was eben nicht mehr. Das fordert die Mitarbeiter aber auch dazu heraus, klar zu benennen, was ihre aktuelle Last ist und wo sie noch oder eben nicht Luft haben. Und auch da habe ich schon Kollegen gehabt, die selbst ihrer privaten Freundschaft dreist im firmlichen Rahmen ins Gesicht gelogen haben, nur um ein wenig Freizeit-optimiert auch auf der Arbeit um die Runden zu kommen. Wer mehr dazu wissen will, kann im Harvard Business Manager hierzu nachlesen oder im Harvard Business Review nach "Do you know your teams get work done" suchen. Ich glaube, da steckt ein wenig Erkenntnis für Mitarbeiter und Führungskräfte drin, die man mal durchdenken sollte, da diese Ergebnisse auch diesseits des Atlantiks Gültigkeit haben. Also denn, liebe Führungskräfte: durchs Lesen eine Idee gewonnen, wie fehlende 60 % Wissen geborgen werden können?   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#205 Was euch über Ostern und/oder beim Start in die Ferien oder Urlaub erwarten wird bzw. könnte - und warum es schon wieder so ein Chaos gibt!
14-04-2022
#205 Was euch über Ostern und/oder beim Start in die Ferien oder Urlaub erwarten wird bzw. könnte - und warum es schon wieder so ein Chaos gibt!
Was euch über Ostern und/oder beim Start in die Ferien oder Urlaub erwarten wird bzw. könnte - und warum es schon wieder so ein Chaos gibt!Der Deutsche, der Reiseweltmeister. Jedes Mal, wenn in den letzten Jahren Lockerungen angekündigt wurden, stiegen Anfragen und Ticketverkäufe für die obligatorischen Lieblingsdomizile. Bestes Beispiel: Dass Lufthansa mit einer Boeing 747 von einem deutschen Flughafen nach Malle fliegt! Und da nun so gut wie alle Regelungen zum Fremd- und Eigenschutz von Corona seit ein paar Tagen der Vergangenheit angehören, wird dieses Ostern die Feuerprobe: für Flughäfen, für Airlines, für Dienstleister und somit auch für die Passagiere. Nehmt euch lieber was zu lesen mit, die Wartezeiten können auch sonst ganz schön den Start in den Urlaub vermiesen! ...auch Tegel hatte seine Killerschlangen - von der Currywurst bis zur Lufthansa-Billigtochter auf die letzte Sekunde! / Bild-/Quelle: privat Ich habe jetzt nicht mit jedem internationalen Airport in Deutschland telefonisch gesprochen, ich habe hier nur ein paar exemplarische Daten zusammengetragen, damit ihr nicht sagen könnt, keiner hätte euch gewarnt. Am BER bringt Geduld mit. Neben der Tatsache, dass dieser Airport bisher noch keinem Ansturm, egal von erwartet oder "unerwarteten" Passagiermassen standgehalten hat, kommt neben dem Problem "PAX" nun auch noch die "äußerst dünne Personaldecke" wieder mal zum tragen. Und man scheint nichts gelernt zu haben, aus den kleinen und doch wichtigen Corona-Flugreisemöglichkeiten gelernt zu haben! Nach wie vor fehlt es an Sicherheitspersonal und, wie in Berlin schon immer ein Problem gewesen, sind auch die Bodenabfertigungen, allen voraus wieder mal das Thema Gepäck, heillos überfordert und personell understaffed! Also wird der Schrottairport auch zu Ostern 2022 die Passagiere und Airlines wieder hochgradig frustrieren - alles wie immer! Apropos BER: auch die Flugbereitschaft der Bundeswehr, die aktuell in Bonn stationiert ist, wird "mittelfristig", was zwischen einem und 25 Jahre alles bedeuten kann, Bonn als Standort aufgeben und komplett nach Berlin und dann leider eben auch an den BER ziehen. Ich bin gespannt, wie lange die Infrastruktur des BER dann benötigt, um das zugehörige Terminal, dass ja bewusst ein bisschen Abseits zu finden ist, richtig und echt und nicht nach dem Zufallsverfahren angeschlossen sein wird... aber das nur am Rande, das wird uns dieses Ostern am wenigsten in Berlin beschäftigen! Allerdings bin ich auf die dann entstehenden Kosten gespannt, wenn erst mal leer nach Bonn geflogen werden muss, um jemand abzuholen, der dann nach Berlin will! Auch gibt es weitere Verzögerungen bei S21 in Südwesten der Republik. Hat man, aus den Augen aus dem Sinn, seit Jahren schon nichts mehr von der Chaotenbaustelle "S21" gehört, erfuhren wir die Tage, dass die S-Bahn-Linie 21, die vom super-duper-Chaosbahnhof zum Flughafen fahren soll, auf jeden Fall nicht im Jahr 2025 fertig wird. Und, wer ist nun wirklich und ganz in Echt überrascht? ... dachte ich mir doch... was ist das nur, mit Deutschland und dieser absoluten Inkompetenz bei Großprojekten?! Auch der Kranich hat sich ein wenig verkalkuliert: konnte es letztes Jahr nicht schnell genug gehen, Piloten ab 55 freiwillig einen frühen Ruhestand schmackhaft zu machen, um sich mehr um die stillgelegten Flugzeuge zu kümmern und eben nicht auch noch um den teuren Personalstamm der Airline. Und nun? Ist 2022, der Deutsche und auch die Welt reisen wieder. Vor allem die NATS-Routen über den Atlantik sind wieder hochattraktiv und schon könnte es im Cockpit "eng" werden. Somit hat man mit einem Feuerlöscher in der Hand schnell reagiert und sich eine Zahl, man munkelt etwas zwischen 25 und 35, an Piloten verlängernd an den Konzern gebunden. Welcome on board of your Lufthansa Flight! Ich für meinen Teil heule immer noch der geliebten AN225 hinterher, die nun auf genug Aufnahmen und Bildern für definitiv zerstört bewiesen wurde. Man hat gerechnet, ob sich eine "Instanzsetzung" rechnen würde, kam aber auf einen zwar einstelligen US-Dollar-Betrag, aber leider auch im Milliardenbereich. Somit wurde entschieden: zu teuer - und trotz des Alleinstellungsmerkmals des ehemaligen Sechsstrahlers in der Praxis weder bezahlbar noch den Kunden zu vermitteln. Nun werden wohl vermehrt die kleine Schwester, die AN124, als auch die damaligen Mitbewerber von Iljuschin und  Tupolew wieder die Himmel bevölkern. Schade trotzdem! Erst recht, da ich die AN225 immer um mal wenige Minuten, dann einige Stunden verpasst hatte, um mal von Innen und aus dem Cockpit bilder zu machen... das hat sich nun leider erledigt. RIP, AN225! Und, apropos gefallene Engel: auch Boeing kriegt ja so gar nichts in den Griff. Nachdem nun die MAX-Serie über eine Nachzertifizierung der Boeing-Eigenzertifizierung mit FAA-Siegel und zwei schlimmen Abstürzen ein Ende fand, nahm die Linie in der Nachfrage der Airlines vor kurzem erst mal wieder zu - und nun kommen wohl schon wieder neue Probleme auf. Aber nicht nur hier, auch der gebeutelte Müllkippenflieger 787 scheint wohl doch ein baldiges weltweites Grounding zu erleben. Schon wieder wurden Teile entdeckt, die die gewünschte Festigkeit nicht bieten konnten... aber ganz ehrlich, sind das überhaupt noch Dinge, die irgendjemand interessieren? Und zum guten Schluss hat es DHL mit neuen Wegen zum schnellen Entladen von Paketen ein wenig übertrieben. Spaß beiseite, es hätte viel schlimmer ausgehen können. Aber nicht alle Tage zerbricht ein Flieger, hier eine gute, treue, in die Jahre gekommene B752, beim Landeanflug auf Costa Rica. Soweit man aktuell weiß, hatte die Maschine im Vorfeld Hydraulikprobleme gemeldet, und nicht irgendwie, sondern als eindeutiges MAYDAY! Allerdings musste erst mal Sprit aus den Flügeln, knapp eine Stunde später war es soweit, die Landung wurde angesetzt. Allerdings setzte der Vogel hart auf, drehte sich, kam von der Bahn ab - und hat sich so in zwei Teile zerlegt. Feuerwehr und Rettung waren schnell vor Ort, den Piloten ist nichts Schlimmeres passiert. Die Maschine wird wohl ein zweites Leben als Konservendosen nicht erspart bleiben. Und zum Schluss noch gute Nachrichten für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland: wie die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen mitteilt, wird nun aus den beiden Forschungsprojekten WERAN (Wechselwirkung Windenergieanlagen und Radar/Navigation) und WERANplus ein Maßnahmenpaket zur besseren Vereinbarkeit von Flugnavigation und erneuerbarer Energie gezogen. Das Thema kenne ich noch gut aus meiner Zeit, als ich im Bereich der Flugverfahrensplanung einen Stuhl nebst Team in der UZ besetzte. Neben der Umstellung auf Satellitennavigation und damit verbundener Abbau alter VOR-Anlagen werden bis nach 2030 weitere 20 Anlagen auf die "neue" und nicht so störungsanfällige Doppler-VOR-Technik (DVOR) umgestellt. Somit können Windräder näher an entsprechende VOR-Anlagen gebaut werden, ohne dass die sich drehenden Flügel durch Spiegelung oder auch Verzerrung durch Rotation die Signale für die Luftfahrt verfälschen könnten. Damit gelten die bisherigen Anlagenschutzbereiche nicht mehr und ermöglichen in einigen Gebieten, ich habe hier aus meiner Zeit einige Bereiche in Hessen im Kopf, einen weiteren Auf- und Ausbau der grünen Energie. Die DFS geht bereits im Sommer 2022 von einem erhöhten Zubau von Windkraftanlagen aus. Wie ich immer sage: Die faszinierende Welt der Luftfahrt wird nie langweilig. Egal, ob in der Luft, am Boden oder in der Wartehalle am Flughafen. Gerade für letzteres wünsche ich euch starke Nerven und gutes Durchhalten - sowohl wenn es losgeht als auch, wenn ihr wieder zurückkommt. Happy Landings!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#204 Omicron (BA.2) bringt den Durchbruch? Da wir uns alle damit durchseuchen und auch die Politik schon die Weichen dafür gestellt hat? Was für ein hilfloser Quatsch!
11-04-2022
#204 Omicron (BA.2) bringt den Durchbruch? Da wir uns alle damit durchseuchen und auch die Politik schon die Weichen dafür gestellt hat? Was für ein hilfloser Quatsch!
Omicron (BA.2) bringt den Durchbruch? Da wir uns alle damit durchseuchen und auch die Politik schon die Weichen dafür gestellt hat? Was für ein hilfloser Quatsch!Die Müdigkeit der Pandemie gegenüber steigt gefühlt im Sekundentakt. Dass nun auch noch eine Variante aufgetaucht ist, die angeblich einen milderen Verlauf haben soll und auf den sich selbst der frühere Vollprofi und jetzt Gesundheitsminister Lauterbach in seiner Verzweiflung händeringend stürzt, macht mich, allein wegen des Zweckoptimismus schon mehr als nur misstrauisch. Dass sich keiner mehr stört und daher Abstand - eines der zwei wichtigsten Parameter zur Vermeidung von Ansteckung (Hint: das 2. könnte mit einer maskenähnlichen Gesichtsbedeckung über Mund und Nase zu tun haben und nicht mit einer durchlässigen OP-Maske!) mehr gehalten wird, interessiert gefühlt seit eineinhalb Jahren niemanden mehr. Hausrecht im Supermarkt, weil doch wieder zwei, drei ohne Maske herumlaufen? Geschenkt, wer will es sich schon mit den Kunden verprellen? Mal die (Berliner) Polizei rufen, um einen Verstoß zu melden? Da kann ich einen Blinden auch zum Abgrund tragen und ihm währenddessen Farben erklären, er würde es schneller verstehen und dann auch noch die Gesetzesgrundlage ohne Probleme selbstständig ermitteln. Aber alles nicht so schlimm, ab April 2022 ist die Welt SARS-Cov-frei. Da fallen alle Masken und die Winterklamotten gleich mit, schließlich gibt uns die Politik dann, in der Hoffnung auf einen Frühjahrseinbruch und der vermehrten Aufenthalts- und Unternehmungslustigkeit der Deutschen Corona-frei. Allerdings auch nur im Freien, was wohl ein wenig missverständlich kommuniziert wurde - ob da Jens Spahn noch mitgearbeitet hat? Ich will es gar nicht wissen! Auch gerade wegen des anstehenden Endes von Corona, die Einschläge kommen näher, die, in Teilen unfreiwillige Durchseuchung der BRD hat begonnen, der BMG-Masterplan, vormals Impfen, jetzt Anstecken, läuft auf Hochtouren. Aber: wie ist denn nun der leichte Verlauf von Omicron, wahrscheinlich BA.2? Ein kleiner unfreiwilliger Tatsachenbericht, wie es ist, sich - unabsichtlich und quasi unbeteiligt! - mit Omicron angesteckt zu haben und wie "leicht" der leichte Verlauf definitiv nicht ist - nur weil die tödliche Komponente oder der schwere monatelange Krankenhausaufenthalt in vielen Fällen fehlt! Seit Beginn der Testerei nicht eine Fehltestung - und dann bringt das Kind DAS aus der Kita mit - danke, liebe gründlich testende andere Eltern! / Bild-/Quelle: privatIch frage mal für einen Freund: Wenn ihr Kinder habt und diese in den letzten Monaten und Wochen weiter regelmäßig, sofern eure Häuser noch geöffnet waren oder nicht radikal an den Öffnungszeiten geschraubt haben, täglich in die Kita gebracht habt: hattet ihr ein gutes Gefühl, wenn ihr, wahlweise täglich oder in etwas unregelmäßigeren Zyklen, die Testergebnisse der Coronatests der Kleinen vorzeigen musstet? Ich schon. Wenn auch sehr zum Bedauern unseres Nachwuchses. Dieser hat die Nasentests relativ schnell zu hassen gelernt, da Papa tatsächlich versuchte, nicht nur am unteren Rand auf die Schnelle ein wenig Sekret zu sammeln. Übertrieben finde ich die generische Anleitung, die 1:1 den "richtigen" Tests für Erwachsenen entnommen wurde: 2,5 cm in die Nase? Eines Kleinkinds? Soll das eine Lobotomie werden und für bleibende Schäden sorgen?  WTF? Da waren, wenn sie auch immer mit einem schlechten Image daher kamen, die Lollipop-Tests ein Geschenk! Wohl für einige zutreffend, viele haben zumindest im Infektionsfall eine sehr zuverlässige Trefferquote der Infektion. Wenn ihr das selbst testen wollt, ruft von  zerforschung.org  schnelltesttest.de über euer Handy auf und scannt einfach den Barcode von eurem Nasen-Schnelltest. Um wenn ihr schon dabei seid, scannt auch mal eure Box mit den Nasentupfern - ihr werdet überrascht sein, wie viele schlechte Nasensektretselbsttests da draußen verkauft werden. Hint: Link speichern und vor Kauf im Discounter oder Drogeriemarkt erst mal scannen und gegebenenfalls liegen lassen! Aber was nun, wenn euer Kind freitags gesund nach Hause kommt und der sonntägliche Test plötzlich zwei Striche zeigt? In all meinen hunderten von Tests in zwei-plus-Jahren war noch nicht mal ein einziger Fehltest mit nur einem Strich beim "T" dabei, ich musste erst die Anleitung suchen, um festzustellen, dass BEIDE Striche einem positiven Schnelltest entsprechen. In der Hoffnung, dass es tatsächlich an schlechten Lollipop-Test liegt, ging es sofort weiter in eine örtliche Teststation... um hier bereits vor dem rausgehen zu erfahren, dass der Test vom Nachwuchs eindeutig positiv ist... ok... also: Quarantäne für ein Kita-Kind, das kann ja heiter werden. Aber: wir leben in einer Wohnung, das Kind zu isolieren ist illusorisch - was also tun?  Die beste Idee war, weitermachen wie bisher. Da sie uns die Viren schlimmstenfalls seit Freitag bereits um die Ohren warf, ist es nur eine Frage der Zeit, bis unsere Tests auch positiv sind. Und ja, Montag Abend war es für uns alle so weit: dreimal positiv. Familiäre Quarantäne. Aber was für ein Glück, es ist das durchzuseuchende und nur mit leichtem Ausmaß kommende Omicron... wahrscheinlich! Der Montag verlief ohne Anzeichen. Auch die Nacht und der Dienstag waren unproblematisch. Auch wenn sich erste, aber nur leichte, Erkältungssymptome zeigten. Allerdings ging es dann in der Nacht zu Mittwoch richtig rund. Heftiger Husten, komplett trocken, trifft auf rauen, ebenfalls trockenen Hals. Atemprobleme. Des Öfteren Aufwachen aufgrund erstickungsähnlichen Anfällen.  Und da hört man im familiären und auch im Freundeskreis immer davon, dass es gerade nur ein etwas stärkerer Schnupfen sein - weit gefehlt.  Die Symptome haben sich bei uns Erwachsenen eisern gehalten, der Nachwuchs lief mit einer Schniefnase durch die Wohnung und verstand die Welt nicht mehr. Warum darf er nun nicht raus, das Wetter war Sonne pur und andere Kinder spielten auf den Kinderspielplätzen. Dann der Weg zum PCR. Ein Glück, dass unser Berliner Hausarzt eine Corona-Sprechstunde pro Woche anbietet und im Zuge dieser auch PCR-Tests gemacht werden. Sonst hätte man, in Quarantäne und ohne die Wohnung zu verlassen, in ein Impfzentrum mit Bus und Bahn reisen müssen. Klingt komisch, ist aber Berlin. Auch die PCR waren für uns drei alle eindeutig positiv. Leider hatte keiner von uns das Glück, einen zufällig detailliertes Ergebnis zu bekommen, daher können wir den Covid-Stamm auch nur erraten - rein zeitlich liegt einer rund um BA.2x nahe. Und unser Gesundheitszustand? Immer noch weit entfernt von einer leichten Erkältung, mal den Nachwuchs abgesehen. Wir fieberten nun Tag 10 entgegen. Zur Erinnerung: die gültigen Regelungen sehen vor, dass man mit Tag 10 genesen ist. Unsere Coronatests sagten eindeutig was anderes. Aber zu einer Durchseuchung gehört neben Erkranken nun mal auch ein Wirt. Und das wären wir gewesen. Auch wenn die Statistik sagt, dass man in den meisten Fällen ab dem zehnten Tag nicht mehr ansteckend ist. Kurz gesagt: Wir gingen in die Verlängerung unserer Quarantäne. Tag 12: immer noch positiv. Tag 14: Positiv, auch wenn der zweite Strich diesmal wirklich erst kurz vor Ablauf der 15-minütigen Wartezeit auftauchte. Tag 16: endlich ein für uns positives Ergebnis: erste negative Schnelltests. Was für ein Glück, dass wir uns untereinander nicht noch weiter angesteckt haben. Allerdings hat uns Corona noch nicht komplett verlassen: Der Husten, der sich freudig auf den rauen und trockenen Hals wirft, ist nach wie vor präsent. Teilweise ist schlafen nur in runter gekühlten Räumen möglich. Und einige der Symptome, auch nach ärztlicher Untersuchung, weisen Spuren von long covid auf. Kurz gesagt: wir durchseuchen und jetzt, auch mit den Lockerungen und gewissermaßen dem Ende der Masken- und Abstandspflicht erst mal durch - und dann bekommt niemand mehr Corona? Da hat die Politik wohl die Rechnung ohne das Virus gemacht! Ich habe vor ein paar Tagen von einem neuen Stamm gehört, der nicht mehr ganz so gut gestimmt uns gegenüber ist und dessen Welttournee soeben erst beginnt. Abgesehen davon, mutiert ein Virus in rasender Geschwindigkeit. Und wenn wir dem ganzen nun noch absichtlich Nährboden bieten, wer weiß, was dann passiert? Teile der asiatischen Erdhälfte sind schon wieder in Zwangs-Lock-Downs verschwunden. Und wir freuen uns wie Bolle ohne Maske und mit keinem Abstand mehr auf das Frühjahr. Sonne, Wärme, Freiheit. Möge es gut gehen, sonst sitzen wir zur besten Jahreszeit zu Hause und schwitzen alle in der Badewanne. Mein unfreiwilliges Corona-Fazit: Ich hätte den Virus nicht gebraucht. Allerdings verbuche ich es als Glück im Unglück, ich hätte kein Delta haben wollen, wo ich jetzt weiß, wie ein "harmloser" Verlauf aussieht. Der übrigens auch Spätfolgen hinterlassen kann. Auch im weiteren Dunstkreis hat Corona sich munter ausgebreitet, die Verläufe waren dort ähnlich hart. Unter drei Wochen ist dem Virus nicht Herr zu werden. Und ob, und wenn ja, was, bleibt, lässt sich erst danach sagen, hier gibt es keine Vorbeugung. Aber was soll's, vor Corona ist nach SARS-Cov: kaum gesund und für drei Wochen auf dem Dampfer, kommt die nächste Grippe mit SARS-Stamm aus der Kita und hat uns wieder fest im Griff. Jetzt hoffen wir erst recht auf einen schnellen warmen Frühjahres- und Sommerbeginn...!    PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#203 Es ist März und die Flugsaison fängt wieder an! Endlich!
07-04-2022
#203 Es ist März und die Flugsaison fängt wieder an! Endlich!
Es ist März und die Flugsaison fängt wieder an! Endlich!Seitdem ich fliege, nehme ich mir jedes Jahr vor, nicht in die Winterpause zu gehen. Hat doch, wie ich aus Hessen weiß, das Fliegen im Winter magische Momente. Ruhige Luft, keine Turbulenzen. Eben nur das wenige Tageslicht. Und das Risiko, dank großer eingeschneiter Flächen schnell die Orientierung zu verlieren. Wobei das in 2022 Geschichte ist, neben dem Blick nach draußen unterstützt mindestens ein GPS mit Karte auf dem Tablet oder sogar fest im Flieger verbaut. Und trotzdem: Seitdem ich in Hessen meine fliegerischen Zelte abgebaut habe, war ich im Winter nicht mehr in der Luft. Ja, wenn der Weg zum Airport weiter ist, sind die wenigen hellen Stunden plötzlich wertvoll - und nicht nur für das Thema Fliegen. Und wenn mal alles passt, kommt das Wetter in die Quere oder ein plötzlicher erneuter Wintereinbruch mit Eis und Schnee. Also: Aussitzen bis Anfang April und dann einfach frei fliegen? Kann man machen, sollte aber nicht alles sein! Final Approach EDDF 25L-R Winter 2007 / Bild-/Quelle: privat Fliegen sieht deshalb so einfach aus, weil man sich als Pilot seiner Verantwortung bewusst ist und deshalb, ob vorgeschrieben oder nicht, im Training bleibt. Somit ist man möglichen Pannen und sich einschleichenden Fehlern einen Schritt voraus und vermeidet deren Entstehung schon an der Wurzel. Dazu gehört ein, vielleicht eigenartig anmutendes Winterprogramm: Bevor Simulationen und die notwendige Hardware eher unbezahlbar waren, saß man in seinem Sessel im warmen Wohnzimmer und hat eine typische Situation im Geiste durchgespielt: Stehe vor Halle B, erbitte rollen. Und schon hat man sich geistig-virtuell auf den Weg gemacht. Dann der Abflug: Klappen gesetzt wie vom Verein vorgesehen, korrekte Geschwindigkeit für den Lift-Off? Platzrunde grob im Kopf? Bei der Landung die Geduld zum Ausschweben mitgebracht oder, bei kurzer Piste, ein Ranschleppen an den Pistenanfang oder eine perfekte Punktladung durchgeführt? Auch übt man den Stall, also den Strömungsabriss. Horn pfeift, Steuerhorn nach vorne, Gas rein, Abfangen. Und das bei möglich wenig Höhenverlust. Steilkurven, mit Nase auf Höhe des Horizonts und Ausleiten per Kompass. Rechts rum, links rum. 45 Grad, 60 Grad. Und, mein Liebling, das Quer- und Seitenruder über Kreuz legen und mit rasanter Geschwindigkeit Höhe abbauen - nichts geht über Slippen. Dann noch zwei Notsituationen: Im Flug bleibt der Motor stehen. Jetzt heißt es, die Geschwindigkeit für bestes Gleiten im Kopf zu haben und die Maschine umgehend auf diese zu trimmen. Und ein passendes Landefeld zu finden. Im Winter, mit Schnee und teils Nebel über Wiesenflächen oder auch kleinen Waldstücken, eine echte Herausforderung. Dann der Klassiker: beim Start, kurz nach dem Abheben, irgendwo zwischen 500 und 800 Fuß: Motorausfall. Wenden fällt aus, zu langsam, zu tief. Also, was tun? Wo ist die Lücke im Wald, wo die rettende Wiese? Dieses mentale Training ist Gold wert. Noch besser natürlich die passende Ausstattung und ein realistischer Simulator. Realistisch bezieht sich hier dann auf die Flugeigenschaften und die zugrunde liegende Physik, weniger auf die Hochglanz-Texturen von Boden und Städten! Und dann geht es, meist im März, wenn sich das Frühjahr deutlich am Horizont zeigt, mit Fluglehrer zum Freiflug. Als ich meinen Flugschein gemacht habe, war das meistens noch freiwillig und ich hatte gelegentlich auch Diskussionen, ob es wirklich nötig ist. Mittlerweile ist es bei vielen Vereinen Voraussetzungen, um überhaupt noch an einen Schlüssel einer Maschine zu kommen. Das Programm, die Dauer und auch der Inhalt sind unterschiedlich, gibt es hierfür zur Abwechslung keine EU-weite Vorschrift oder eine deutsche Verschlimmbesserung in einer Verordnung.  Schön, da sich hier meist die ersten Fehler einschleichen, ist ein gemeinsamer Check am Flieger. Unter den Flügeln checken, ob die Mutter fixiert ist. Bei den Landeklappen, die man hierzu mindestens auf Stufe 1 oder 10 Grad schieben muss, prüfen, ob der tragende Metallring sich locker bewegen lässt und auch hier die Mutter sitzt. Am Körper der Maschine auch oben und unten prüfen, ob Antennen und GPS festsitzen. Wenn vorhanden, nicht vergessen, die hintere Lucke für das Gepäckfach abschließen. Ich weiß, hier kommt ein typischer Effekt der Luftfahrt: Steht in einigen Cessna-Handbüchern klar, dass das Fach zu verschließen ist, bürgert sich die Meinung ein, sie offenzulassen. Im Falle eines Crashs oder bei einem brennenden Flugzeug könnte durch die offene Klappe durch einen Helfer oder Retter schnell eingestiegen werden. Davon ausgehend, dass nicht jeder mein Eigengewicht und die damit entstehenden Ausbeulungen an diversen Körperstellen bedient, würde ich durch die kleine Klappe alleine durch meine Körpergröße nicht durchklettern, erst recht nicht, wenn die Maschine brennt. Nichts gegen Helden und Helfen, aber wenn der Flieger brennt, ist Eigenschutz erstes Gebot! Aber, zurück zum Ursprung: bei Unklarheit Handbuch befragen und stoisch umsetzen! Am Höhen- und Seitenruder nicht vergessen, mit ein wenig Kraft auch den Seilzug und die Vernietung prüfen. Keine Sorge, einzelne Adern, die eingeknickt sind oder bereits gerissen sind, sind nicht gleich die Stilllegung des Fliegers - jede einzelne Ader muss die volle Zugkraft bieten bzw. aushalten! Daher wird die Sichtung hier gerne vergessen. Und dann die Eigenheiten kennen: Verstell-Prop? Dieselmaschine? Vielleicht sogar Einfahrfahrwerk? Wo kann ich den Stand von Kühlflüssigkeiten ersehen, muss es blau, grün oder gelb sein? Ist die Maschine IFR-tauglich und hat eine Enteisungsanlage, was muss ich, selbst wenn ich nicht nach Instrumentenflugregeln fliegen darf und daher nicht durch Wolken fliegen darf über die Anwendung, Prüfung oder eben der Nutzung wissen? Bin ich noch fit im Funk? Habe ich das letzte NfL dazu studiert? Da auch in Deutschland wohl beginnend im Jahr 2022 die Flugleiterpflicht an "kleinen Plätzen" ein Ende findet, wie setze ich einen Blindruf ab? Was gilt für meinen Flugplatz? Und ist es endlich das Jahr, in dem ich mit Englisch im Funk durchgehend beginne? Kenne ich die wichtigen Sprechgruppen hierzu, wie oft hört man plötzliches Gestammel, weil die Sprechgruppe fehlt und nun die seit 20 Jahren nicht mehr benötigten Englischkenntnisse die Situation retten sollen... Was hat sich auf meinem Flugfeld getan? Magnetismus sorgt, je nach Lage, dafür, dass sich alle zehn Jahre mal die Ausrichtung der Bahn ändert. Wer dann immer noch auf der 27 startet und landet, sorgt für Verwirrung, bei Fremden im An-/Abflug und auch bei weiteren Fliegern in der Platzrunde, die die Professionalität vermissen.  Wenn du lange Pause gemacht hast, solltest du mit deinem Fluglehrer vereinbaren, die Platzrunden und die diversen Landeübungen zuerst zu machen. Das kann, je nachdem, was an Wissen und Augenmaß noch da ist, auch mal zehn Landungen dauern - und dann ist der Flugtag für heute auch schon vorbei! Sonst geht es raus. Gerade halten, kein Sinken, ins korrekte Pedal steigen. VOR auf Kurs anpeilen und mit möglichst wenig Abweichung anfliegen. Nochmal zurecht finden: ist das vor mir Stadt X? War hier nicht ein FFH-Gebiet, bin ich schon über 2.200 ft oder wohin weiche ich aus?  Dann kommen Abfangen, Stall und Steilkurven. Gängige Standardverfahren, die aber an sich Anwendung finden, wenn etwas nicht rund läuft oder sich ein Notfall anbahnt. Da müssen Handgriffe sitzen, Ein- und Ausleiten passen und ein Vollkreis korrekt nach 360 Grad enden. Apropos: wann läuft der Whiskey-Kompass nach oder vor? Wie war das mit Ost-West und was macht er auf Süd-Nord-Kurs? Kenne ich die Toleranzen meiner Geräte? Der Höhenmesser arbeitet korrekt bei bis zu 300 Fuß Abweichung, sowohl nach oben als auch nach unten. Ist es daher clever, sich bis auf 50 Fuß an die Grenze einer Kontrollzone ranzuhängen? Wie war das gleich wieder mit Merksätzen? Im Winter sind alle Berge höher? Vom Hoch ins tief gehts schief? Und wenn du Nachtflug oder Alpeneinweisung hast, hast du das noch drauf? Und nicht vergessen: Wenn dein Fluglehrer total von dir und deiner Leistung begeistert ist, lass dich nicht unter drei Platzrunden verhandeln - dann hast du die 90-Tage-Regelung - hey, was war das gleich wieder? - gleich mit abgedeckt und kannst ab sofort Passagiere legal mitnehmen. Nicht vergessen: für NVFR ist mindestens eine Landung bei Nacht, mit all ihren Komplikationen, von einem offenen Platz über Flugplan, und BZF I oder AZF und dem Heimflug zu einem idealerweise offenen und nicht schon unter teurer PPR arbeitenden Flugplatz hilfreich. Und es gilt dann, oder leider auch nur, für 90 Tage, wenn du Passagiere in die Nacht fliegen willst. Wenn das alles sitzt, kommt noch ein weiterer Block: Was will ich dieses Jahr lernen? Steige ich von einer Cessna, dem klassischen Hoch-, nein, korrekterweise Schulterdecker auf einen Tiefdecker um? Greife ich NVFR an, um für mögliche Streckenflüge, die auch mal unerwartet in die Nacht gehen könnten, auf der sicheren Seite bin? Oder gleich den Schritt weiter, Instrumentenflugausbildung? Oder eben endlich ein englisches Sprechflugzeugnis? Ihr seht schon, da steckt Aufwand drin. Und hier darf nicht geschludert oder mit "kannste doch noch" abgekürzt werden. Der alte Spruch, wenn was schief geht, kann man oben nicht rechts ran fahren, sollte ein Spruch bleiben und nicht in der Praxis, dann auch noch ohne Fluglehrer oder ohne Übung, ausprobiert werden. Dann wünsche ich euch einen guten Start ins neue Fliegerjahr - und vergesst nicht: Das GPS braucht neue Karte, zur Sicherheit sollte auch die ICAO-Karte der DFS auf Papier als Backup mit ins Cockpit. Und auch der Blick darauf, was sich wo geändert hat, sollte vor dem Abflug bereits passiert sein. Mein Freiflug für die Saison 2022 ist noch in der Terminfindung, ich gucke also neidisch auf jeden VFRler, der über mir bereits seit einer oder zwei Wochen in der Luft ist. Ich wünsche euch viele schöne Flüge, blue skies and happy landings!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#202 Anpassungen und Änderungen am ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com-Blog ab Mitte März
04-04-2022
#202 Anpassungen und Änderungen am ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com-Blog ab Mitte März
Anpassungen und Änderungen am ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com-Blog ab Mitte MärzEs wurde ja auch Zeit. Themen und Schwerpunkte haben sich verschoben, neue Leser sprangen auf und wieder ab, da der Themenmix nicht immer ganz klar war. Also nutzte ich die letzten Wochen und Monate, tief gebeugt über Weblogs und Statistiken, um herauszubekommen, welche Themen euch gefallen und wann ich hohe Besucher- und Zugriffszahlen habe. Und es kristallisierten sich schnell zwei Schwerpunktbereiche raus: Führungsthemen und alles rund ums Fliegen. Aber auch Technik und Alltägliches ist euer Ding, auch hier scheine ich eure Interessen, vor allen durch den Mix der Produkte und meiner lockeren Schreibe zu treffen... aber... was heißt das jetzt für meinen Blog und Podcast?   Alles neu macht der März: Bannerbild und Themenschwerpunkte sowie neue Reiter auf der Webseite / Bild-/Quelle: privatIch habe mittlerweile über 550 veröffentlichte Blogposts. Dazu über 200 Podcast-Folgen live. Ich habe euch über diverse Posts hinweg meinen Weg und meine Überlegungen, von WordPress.com wegzugehen und meinen Blog in die eigenen Hände zu nehmen, beschrieben. Ihr wisst, wie zum Beispiel mit den Google Pixel Buds, dass ich Produkte nicht von Pressestellen geschenkt bekomme, um euch daraus eine Lobhudelei zu basteln und den Verkauf nach oben zu treiben.  Und heute möchte ich euch mitnehmen zu den Neuerungen und Änderungen, die meinem Blog und meinem Podcast ab Mitte März widerfahren werden.  Zuerst, und das wir mit Jahren Verspätung, einen völlig verzweifelten Kollegen am meisten erfreuen, nehme ich Abschied von meinem Lieblings-Banner-Bild, der "ich darf das"-Fotografie. Und, um das zum Abschied erneut darzustellen: das Bild war weder gestellt noch groß vorbereitet. Damit möchte ich, auch im Hinblick auf all die anderen Anpassungen, das nötige bisschen Ernsthaftigkeit und auch Seriosität auf meine Startseite bringen - immerhin ist es der erste Kontakt, wenn ich über Empfehlung oder dank Suchmaschinen gefunden werde. Auch habe ich, wie vielen von euch aufgefallen ist, in den letzten Wochen und Monaten bereits meine Themenschwerpunkte verändert.  Und das kam bei euch gut an - was mich freut! Ein Dank an euch! Inspiriert durch ein paar Beobachtungen aus erster Hand, nämlich meiner, habe ich mich des Themas Quotenfrau angenommen. Die aktuelle Regierung will dieses Thema, Lücken zu füllen, wo an sich keine sind, weiter durch eine stringentere Regelung vorantreiben, ignorierend, dass die Damen für diese Positionen aber nicht an Bäumen wachsen.  Somit wird jede, egal ob engagiert oder eben aufgrund Geschlecht und Gesetzeslage gierende Dame immer den Quotenbeigeschmack mitbringen. Wie schade, im Jahr 2022 sollten aufstrebende und qualifizierte Frauen in der Wirtschaft an sich nicht mehr die Minderheit stellen und auch keine politisch fehlerhaft ambitionierte "Starthilfe" benötigen. Schließlich, und das hatte ich auch mitbehandelt, werden durch diese Wettbewerbsverzerrung auch kompetente Frauen durch das Modell Quote an der eigenen Karriereplanung behindert und übergangen. Aber, das Thema polarisiert - und ich möchte mich bei den vielen weiblichen Forennutzern bedanken, die mich tageweise bei diversen Suchmaschinen aus dem Nichts auf die ersten Positionen gebracht haben. Macht weiter so, für mich ist das Thema Quotenfrau auch noch nicht erledigt! Gleichwohl, und auch wirklich zu meiner Überraschung, kamen meine Themen und Thesen zum Thema Führung bei euch hervorragend an. Und da mein eigenes WordPress meine neuen Blogs auch auf LinkedIn und Xing bewirbt, habe ich mich entschieden, dies zu einem neuen und ersten Schwerpunktthema hier auf ichbindochnichthierumbeliebtzusein.com zu machen. Das zweite Thema ist ein Dauerbrenner bei euch, und nicht weniger faszinierend: Fliegen. Ähnlich wie ich beim Thema Führung auf meine jahrzehntelange Erfahrung in diversen Unternehmen und Tätigkeiten und auch Erfahrungen aus zweiter Hand durch Unterstützung oder aktives Coaching zurückgreifen kann, bin ich beim Thema Fliegen aufgrund meines Flugscheins und der aktiven Ausübung am Puls der Zeit. Auch hier jährt sich demnächst mein zehnjähriges und immer noch unfallfreies Engagement in der Luftfahrt. Und, die Logs sprechen eine deutliche Sprache: meine Auswahl an Gadgets, auch wenn sie teilweise heftig meinen Geldbeutel strapazieren, sowie ein kleiner Blick auf all das, was man seinem Nachwuchs heutzutage altersgerecht schon mal nerdig bieten kann - ihr verschlingt es. Also: dritter Schwerpunkt bleibt Technik.  Und es gab, was mich doch sehr verblüfft hat, einen vierten Favoriten von eurer Seite: meine alltäglichen Dinge, der Wahnsinn, im Alltag mitzusurfen. Ich gebe zu, diese Kategorie steht bei mir unter Beobachtung, da sie eigentlich in meinem Konzept, an dem ich so gefeilt habe, keine Rolle spielen sollte. Aber ich habt mich eines Besseren belehrt, also führe ich sie aktuell fort.  Vorstehende Überlegungen und Erkenntnisse finden sich auch auf der neuen Webseite wieder, wenn man das neue Bannerbild wegblättert: Die zentrale Rolle meiner Seite ist und bleibt mein Blog. Daher steht dieser erste Reiter auch stellvertretend als Startseite. Hier findet ihr, nach Datum sortiert, alle Blogs, die ich jemals geschrieben habe. Wie gesagt, Stand März 2022, über 550 Texte. Neu sind die weiteren Schwerpunktreiter: Führung, Fliegen, Technik und Alltag. Ich gebe zu, ich habe hier, aufgrund der Fülle der Themen, die zugrunde liegenden Filter erst mal nur seit Januar 2022 eingestellt. Das mag unbequem sein, wird sich aber in den nächsten Wochen und Monaten weiter kristallisieren. Und wem das zu lange dauert, nutzt bitte einfach die seitenweite Suchfunktion meiner Webseite. Auch wenn in jedem Blogpost am Ende immer die Links zu finden sind, wie man meinen Podcast abonnieren kann, war der Wunsch nach einem direkten Zugriff über die Webseite vorhanden. Daher: neuer Reiter Podcast. Hier ist jeder Link, der Ausblick auf Projekte, die ich gerade bearbeite und die das Licht der Podcast-Welt erst noch erblicken werden, und problemloses abonnieren für jeden Geschmack sofort mit nur einem Klick möglich. Der Reiter Interview ist aktuell noch unverändert. Und meinen bisherigen Reiter, auf dem mein Presseausweis einsehbar und entsprechend verifiziert werden kann, ist nun nicht mehr nur Personen, die den Link dazu kannten, zugänglich, sondern offen für jedermann. Und die Pflichtbestandteile, DSGVO und Impressum, befinden sich, wie immer, auf dem neuesten Stand.  Ich hoffe, wenn ich nur kurz und knapp, ihr könnt die Maßnahmen und Ideen für den Umbau und die Themenschwerpunkte nachvollziehen und ich habe eure Interessen entsprechend verstanden und umgesetzt. Sicherlich ist das nicht für die Ewigkeit, aber wer weiß: vielleicht für die nächsten 500 Blogposts und 200 Podcasts... Übrigens: Logs sind das eine, aber am meisten freue ich mich über Rückmeldungen oder Vorschläge, die auch per E-Mail den Weg zu mir finden. Also, wenn du eine Idee hast, ein spannender Interviewpartner bist oder mir ohne Forum ins Gesicht sagen möchtest, was du von mir und meiner Quotenfrauabneigung hältst, schreib mir doch einfach eine E-Mail. Ich freue mich und sage danke, dass ihr mir so lange bereits die Treue haltet und freue mich auf all das, was wir nun mit neuen Schwerpunkten und umgebauter Seite noch so alles gemeinsam erörtern werden! Bleibt dran!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#201 Das Ende einer fast vierzigjährigen Beziehung: Good Bye, Sparkasse Regensburg! "How insecure is this company?" (Jerry Seinfeld)
31-03-2022
#201 Das Ende einer fast vierzigjährigen Beziehung: Good Bye, Sparkasse Regensburg! "How insecure is this company?" (Jerry Seinfeld)
Das Ende einer fast vierzigjährigen Beziehung: Good Bye, Sparkasse Regensburg! "How insecure is this company?" (Jerry Seinfeld)Wer so wie ich Mitte vierzig ist, kennt sie noch, die roten Keramik-Sparschweine mit dem weißen S-Logo darauf. Keine Grundschule entging dem persönlichen Besuch der Sparkassenmitarbeiter. Immer Männer. Grauer Mantel, Einheitsscheitel. Meist Brille und gefühlt immer kurz vor dem Renteneintritt. Anzug in Braun oder ebenfalls Grau, braune Krawatte. Es war also 28. Oktober, der Weltspartag. Und wer in seinem Sparschwein ein paar Mark dabei hatte, konnte sich ein Spielzeug aussuchen. Ich habe immer die Knete genommen. Rot, wie das Logo der Sparkasse. Damit hatte ich am meisten Spaß. Und dank des jährlichen Mitmachens kam ich so in jungen Jahren zu meinem ersten Sparbuch. Mit damals lächerlichen acht Prozent Zinsen, meine Eltern schimpften immer darüber, dass es vor ein paar Jahren noch zwölf Prozent waren, aber die kommen wohl nie wieder. Wie recht sie doch damit haben sollten... Aber was sollte man im Landkreis Regensburg schon an Bank wählen? Zwar hatte der Markt, ich glaube mich sogar an eine Dresdner Bank erinnern zu können, schon zu bieten, bevor die Raiffeisen nicht prominent auf den Marktplatz baute? Es gab auch eine Vereinsbank, an sich keine Gehminute von der Sparkasse entfernt - aber da gehen ja nur Firmen hin. Und wer von Opa und Oma ein Postsparen geschenkt bekommen hatte, lerne schon in jungen Jahren, lange bevor DHL Zustellungen grundlos abbricht und Pakete in maximal entfernte Ablage-Geschäfte schleppte, diese Firma zu hassen. Sparkasse Regensburg - Bild-/Quelle: sparkasse-regensburg.de Aber ich hatte als treuer Kunde in jungen Jahren noch mehrere erste Male mit meiner Sparkasse. Nach dem Sparbuch kam das erste Girokonto. Noch mit einer S-Card für Schüler, Abhebungen begrenzt und Saldo vorausgesetzt nur im eigenen Bankenbereich. Daraus wurde mit zunehmendem Alter die erste ec-Karte, die heute noch so genannt wird, obwohl es sie offiziell seit Jahren nicht mehr gibt, Stichwort: girocard. Und es war auch die erste Karte, die ich in meinem bisherigen Leben verloren hatte. Irgendwo zwischen Nordgaustraße und Donaueinkaufszentrum, einfach weg. Da galt es damals, das durch ein Tastentelefon und nun auch im adretten grün verfügbare Festnetz zu einer Filialöffnungszeit für teure Minutenpreise über den Verlust und die hoffentlich kostenlose Sperrung sowie den Antrag auf eine neue Karte zeitnah zu erreichen. Aber, ich hatte Glück im Unglück: auch Jahrzehnte später hatte keiner versucht, mit dieser Karte eine Abhebung vorzunehmen. Leider hat sie auch keiner gefunden und sie mir zurückgegeben. Dann kam meine erste Kreditkarte. Eine MasterCard. Viel Papierkrieg für den Antrag, viele Stempel der Filiale, sechs Wochen Wartezeit, bis ich per Brief von der Sparkasse informiert wurde, dass ich sie vor Ort abholen kann. Dazwischen kam das, wer kennt es noch, erste Scheckbuch. 25 Schecks, Leder-Imitat-Hülle mit S-Logo inklusive. Es bedurfte eines Besuchs der Landeshauptstadt und dort des Fernsehturms, und endlich einen Scheck loszubekommen. Auch im Studium profitierte man sehr als Sparkassenkunde: egal, wo einen das Semester oder Praxisaufgaben hin verschlugen, die Sparkasse war schon da. Und, ungestört der Strukturen im Hintergrund, ging kostenfrei jeder Geldautomat.  Auch als mich mein Arbeitsplatz für gute zehn Jahre ins ferne Hessen zog, für mich änderte sich, außer einer 09402-Vorwahl, wenn ich meinen Betreuer anrufen wollte, nichts.  Und mit ersten regelmäßigen Einkommen kam das erste Depot. Von der Tochter Deka. Papier davon halte ich bis heute. Leider nicht wegen ihrer Qualität, sondern weil der Glaube, dass sie noch mal an meinen Einstandspreis steigen könnten, tief in mir sitzt. Mittlerweile hatte ich mein Sparkassen-Konto an meine neuen Bedürfnisse angepasst: keine "ec-Karte" mehr, Schecks kennt und nimmt, so meine Vermutung, heute niemand mehr und als Kreditkarte bevorzuge ich die "Debit"-Karte: kaum bezahlt, schon abgebucht. So eine Lösung hatte meine Sparkasse nicht, also blieb mein Online-Konto in Regenstauf und ich zog weiter. Und somit ein weiteres erstes Mal zwischen meiner Sparkasse und mir: ich brauchte sie in der existenten Version so einfach nicht mehr. Doch irgendwann, mit der schönen neuen Online-Welt, wollte ich eine moderne Bank. Lag es am lang verschlafenen und dann eher schlecht als nutzbar bereitgestellten Online-Banking? Oder dem auch heute mit jedem neuen Online-Bänkchen ausgerufenen Angriff der "FinTechs"? Auch ich sprang zu einem dieser Startups, Number26, heute bekannt als N26. Aber, als der Service schlechter, die App schlimmer und dann noch Sicherheitslücken und moderne und erfolgreiche Hacker-Angriffe sich mehrten und ich - zu Recht - um meine Sicherheit fürchtete, beendete ich das Gastspiel dort.  Und meine immer noch aufrecht gehaltene On-off-Beziehung zu meiner Sparkasse finanzierte mir meine erste Wunschimmobilie. Die Zinsen waren nahe null, sicherlich hätte ich im Internet ein günstigeres Angebot gefunden - aber mittlerweile konnte man auch in diesen Punkten mit seiner Bank reden. Verhandeln. Und Nachlässe rausholen - aber immer mit der Sicherheit der Bundesrepublik im Kreuz. Und dann, war es September oder Oktober 2017?, beschloss meine Bank, unsere Beziehung auf eine neue Härteprobe zu stellen: sollte doch mein 100 % Online-Konto plötzlich 4,90 €/Monat kosten. Erstmalig in meinem Sparkasse-Leben sollte ich Gebühren zahlen. All zetern und schimpfen half nichts, auch meiner Sparkasse geht es schlechter, somit rettet nur eine Gebühr die Bank, und nicht zu vergessen, meine Filiale. Die all die Jahre freie Flächen nur noch mit SB-Terminals bestückte. Keine Postfächer mehr für den kostenpflichten Bankauszugdruck am Monatsende, hier sind nun drei Automaten, zweimal abheben und ein dritter für Einzahlungen. Die man zuvor in einer offenen Halle, an knapp brusthohen Schreibtischen durch Mitarbeiter voraus füllen und ins System eingeben lassen muss. Endgültig vorbei die Zeiten meiner Jugend, wo der Kassierer mit grimmigem Blick und dicker Hornbrille hinter fast einem Meter Panzerglas saß und man immer nur erraten konnte, was er einem versuchte, zuzurufen... Und dann, als hätte jemand meine Wehklagen über die monatlichen Gebühren erhört, maßt sich unser oberstes Gericht, der Bundesgerichtshof (BGH), an, in letzter Instanz solch eingeführte Kontoführungsgebühren für null und nichtig zu erklären. Ein formloses Schreiben an Bank oder Institut sei ausreichend, um seine zu Unrecht erhobenen Gebühren wieder zurückzubekommen. Hintergrund ist, dass die damals nach dem üblichen "Stillschweigen bedeutet Zustimmung"-Verfahren durch den BGH für nichtig erklärt wurden, damit sind die Gebühren nie angenommen und somit zu Unrecht eingeführt und illegalerweise eingezogen worden. Da zog auch die Sparkasse das erste Register: Alle Forderungen älter als drei Jahre wären verjährt. Leider nein, liebe Sparkasse Regensburg, dank des EU-Gerichtshof und seinen Urteilen vom 10.06.2021 können zu Unrecht erhobene Gebühren nicht verjähren (Aktenzeichen: C-609/19 und C-776/19 bis C-782/19, Europäischer Gerichts­hof). Allerdings, wohl auch erstmalig in der Geschichte der Beziehung Sparkasse zu mir, musste ich feststellen, dass Ehrlichkeit Profitdenken gewichen ist. Müssen wohl die öffentlichen Institute nun auch auf Gewinnstreben getrimmt, um ihr Überleben kämpfen, da sie es in den fetten Jahren schlichtweg versäumt hatten, zu sparen und zu fusionieren. Und all das soll ich jetzt zwangsfinanzieren mit meinen zu Unrecht eingezogenen 4,90 € im Monat? Die, die die Sparkasse Regensburg weiterhin skrupellos all meiner Einwände weiter und weiter einzieht? Überraschend, da plötzlich viele Banken und Institute die Glaskugel und mögliche Dachverbände nach Ausreden und artverwandten Urteilen anderer, wenn an sich auch nicht übertragbarer, Branchen suchen, um auch renitente Rädelsführer wie mich loszuwerden.  Die Sparkasse und sogar ihr Dachverband, die ihren Ombudsmann beheimatet, hat sich auf ein Urteil aus der Energievertragslieferbranche gestürzt. Hier werden, auch nach BGH, Preisänderungen auf Verträge, die seit mindestens drei Jahren seitens des Kunden unbeanstandet sind, als akzeptiert unterstellt und abgerechnet. Zu Recht, wie der BHG urteilte. Der allgemeine Menschenverstand hätte eine Sparkasse, wenn sie nur annähernd jährlich unbegründete Preissteigerungen dieser Größenordnungen stillschweigend durchgesetzt hätte, nicht nur fristlos gekündigt, sondern wohl auch noch den Beelzebub auf sie gehetzt. Aber hier geht es nicht um Menschenverstand, hier geht es um tausende Euros an Gebühren, die über Nacht plötzlich monatlich die verkrusteten und damals chronisch leeren Kassen der Sparkassen plötzlich wieder und wieder füllten.  Und dann sprang der zahnlose Tiger in die Manege der Verweigerungshaltung: Drohte doch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, den Anstalten, Instituten und Banken damit, sollten sich Kundenbeschwerden bei ihr häufen, würden sie strikte Maßnahmen ergreifen. So kam ich also das erste Mal in meinem Leben mit der BaFin in Kontakt. Webseite Stand Ende der 80-er, also 1980er, Bearbeitungszeiten von einem anderen Stern und meine seitenweise Beschwerde über die Nebelkerzen, die mir die Sparkasse Regensburg vor die Füße werfen wollte: abgetan mit einem Dreizeiler, die BaFin sehen hier keine Zuständigkeit und ich möge dies mit meiner Bank klären. Nun gut, die Pressemitteilung ging auch nicht von diesem Sachbearbeiter raus, woher sollte er wissen, wie er den Sparkassen gegenüber aufgestellt sein soll. Noch dazu, da er seit März 2020 mit Ausbruch von Corona sein Dienstzimmer nicht mehr von innen gesehen hat? Auch die Vorinstanz des zuvor benannten und in Berlin beheimateten Ombudsmanns hat mir bereits signalisiert, dass man die Energiesparvertragskiste mittrage und analog zu meiner Sparkasse sieht. Dass ich trotzdem auf einen Schiedsspruch bestand, hat man vor Ort wohl mit Befremden aufgenommen, nicht zuletzt, da der Chefjustiziar der Sparkasse Regensburg allen Ernstes eine Verjährung nach drei Jahren meiner Gebührenzahlungen schriftlich eingereicht hat. Wenn das der Europäische Gerichtshof wüsste...! Ich harre gespannt der Aussage, die mich vom Dachverband der Sparkassen wohl in einigen Wochen ereilen wird. Diese ganzen Ablenkungen geben den Sparkassen, so auch meiner Regensburger, die Zeit, wahlweise die alten, von BGH für illegal erklärten "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" (AGB) nachträglich für gültig zu erklären. Oder gleich neue AGB aufzulegen, die weiterhin Forderungen und Formulierungen beinhalten, die der BGH für nichtig erklärt hat. Ich habe meiner Sparkasse schriftlich mitgeteilt, dass ich als gesetzestreuer Bürger hier nicht zustimmen kann, da ich ein Urteil des obersten deutschen Gerichts verletzten würde. Woraufhin mir mitgeteilt wurde, dass eine Zustimmung nicht nötig sei. Nur um mir knapp einen Monat später das klassische Drohschreiben, stimme zu oder du bist dein Konto los, zuzuschicken. Und jetzt kommen meine weitere Bankverbindung, meine FinTech-Apps und weitere kostenfreie Spar- und Anlage-Angebote, die in Punkto Sicherheit der Sparkasse Regensburg in nichts nachstehen, zum Tragen: nach all dem Hin und Her, den falschen und teils auch sehr konstruierten Aussagen der Sparkasse Regensburg, den falschen Tatsachen zum Thema AGB, unerheblichen Titeln von Absendern mit ihren blauen Einheits-Mont-Blanc-Füllfedern habe ich ein letztes Schreiben geschickt, meine Kündigung. Depot: gekündigt, Übertragung dorthin, wo ich seit Jahren kostengünstig ETF-Sparpläne bespare. Konto: gekündigt. Überführe ich, Banker-konform, alles in einheitlichen Teilen zu Banken, die mir zwar keine Knetmasse in meiner Jugend geschenkt haben, die aber letzten Endes kein BGH-Urteil missachten müssen, um zu verstehen, wie Kundenservice heutzutage funktioniert. Und dass, wenn man nicht auf IT der 70er und einen eigenen Dienstleister aus dem letzten Jahrhundert setzt, Kontoführungsgebühren gar nicht notwendig sind. Apropos: Wer den Pressebereich, und hier primär eine Pressemitteilung vom 05.07.2017, aktualisiert am 02.01.2020, liest, erfährt, dass der Verwaltungsrat der Sparkasse Oberpfalz Nord einer Übernahme der Schwandorfer als auch Regensburger Sparkasse einstimmig zugestimmt hat. Im Norden der Oberpfalz hat man bereits seit Jahren reformiert, fusioniert und somit auch Filialen übernommen und geschlossen - was auf Schwandorf und Regensburg, egal wie sie sich wehren und wie viel Kontoführungsgebühren sie noch erheben, ebenfalls zukommen wird. Somit sind Kontoführungsgebühren der Sparkasse Regensburg definitiv endlich. Und da fällt mir wieder der Spruch von Scherzbold Jerry Seinfeld, einer der bekanntesten amerikanischen Komikern aus den 1990-er ein, als er über McDonald's und deren Schilder, wie viele Hamburger sie schon verkauft haben, die Frage stellt: "McDonald's (...)? How insecure is this company?" Oder, frei angepasst: "Sparkasse Regensburg? Wie unsicher aufgestellt ist dieses Institut?" PS: Ich habe diesen Blog an die regionale Zeitung, die Mittelbayerische in Regensburg als Leserbrief geschickt. Wohl wissend, dass er zu lang ist. Und auch Kürzung oder Interview angeboten. Reaktion: Null. Is' halt blöd, wenn einer der Hauptwerbekunden besagte Sparkasse Regensburg ist und man nun einfach Prioritäten setzten muss... PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#199 Nach der Frage der Loyalität nun die Frage, wie viel Engagement, Neudeutsch, Commitment kann man von Mitarbeitern verlangen?
01-03-2022
#199 Nach der Frage der Loyalität nun die Frage, wie viel Engagement, Neudeutsch, Commitment kann man von Mitarbeitern verlangen?
Nach der Frage der Loyalität nun die Frage, wie viel Engagement, Neudeutsch, Commitment kann man von Mitarbeitern verlangen?Ein Bereich, in dem ich tätig war, wurde von einem anderen übernommen. Dessen Chef, und vor allem sein Ruf, war mir wohlbekannt, und obwohl ich, dank meines Rufes, mir auch einen anderen Job oder Bereich oder auch eine andere Aufgabe hätte aussuchen können, habe ich mich für den Wechsel entschieden. Wurde mir doch eine Rolle als Teamleiter angeboten, würde ich eine erfolgreiche Übernahme der Tätigkeit meines aktuellen Bereiches managen und zumindest die Hand voll Know-how-Träger zu einem Wechsel überzeugen. Letztes war einfach, Erster erwies sich schnell als Karotte, die man mir per Angel vor die Nase hängte, die ich aber nie erreichen würde. Dementsprechend fuhr ich mein Engagement, ohne Schaden für meine Person oder meinen Ruf zurück und wurde schon bald für eine neue Stelle angesprochen. Jedoch blieb schon damals, logischerweise, für mich die Frage zurück: wie viel Engagement, was heute Commitment heißt, kann eine Führungskraft von ihren Mitarbeitern erwarten?  Ich unterstelle, dass ihr alle wisst, was als Erstes kommt, um die Eingangsfrage zu beantworten: klar, der Blick in den Arbeitsvertrag. Und in die Stellenbeschreibung. Ersteres, auch mit dem dort abgedruckten Gehalt, ich weiß, für einige von euch nur Schmerzensgeld, und der Rolle, in die ihr angestellt wurdet, ein klarer erster Blick über die Anforderungen. Merkregel, mal ganz platt runtergebrochen: die Erwartungen an einen Sachbearbeiter für 50.000 € im Jahr brutto sind weniger als einen Fachmann für 87.000 € im Jahr brutto. Details hierzu können durch einen Abgleich der Stellenbeschreibung erkannt werden, auch meist in Anlehnung oder als Voraussetzung eines jeweiligen Schul- oder Hochschulabschlusses. Da kann ein Kaufmann IHK mit 55.000 € brutto im Jahr das Ende der Gehaltstabelle erreicht haben. Wohingegen ein Volkswirt bei einer Versicherung mit gut abgeschlossenem Studium nicht unter 100.000 € einsteigen wird und eine jährliche Bonuserwartung, wenn auch diese an gewisse Variablen gebunden ist, hat. Aber was ist nun mit Commitment? Für das wirklich ganz rudimentäre, was eigentlich durch den Verstand vorgegeben sein sollte, müsst ihr noch mal in den Arbeitsvertrag sehen. Da gibt es Wettbewerbsausschluss-Klauseln, keine (selbstständige) Nebentätigkeit, die in Konkurrenz mit dem Arbeitgeber tritt oder auch den Geheimnisverrat des eigenen Arbeitnehmers an die Konkurrenz oder, tatsächlich so heute noch in einigen Verträgen zu finden, an befeindete oder befreundete Geheimdienste. Da ihr sicherlich alle vor Unterzeichnung euren Vertrag mit dem Arbeitgeber im Detail gelesen habt, muss ich euch hierzu nichts sagen. Aber: die Feierlaune, nach dem Motto, wenn das alles ist, was ich meinem AG schulde, bin ich fein raus, muss ich euch verderben. Da kommt schon noch ein wenig mehr! Jetzt gibt es noch die Erwartungen eurer Führungskraft: dass man nicht oder bestenfalls bis ein paar Wochen nach eurer Einarbeitung nicht alles haarklein kontrollieren muss. Auf euch muss, mit Kompetenz und dem Verstehen, wie der Arbeitgeber tickt, Verlass sein. Schließlich will auch keiner Mikromanagement pur! Dann wünscht sich eine Firma und auch eure Führungskraft ein gewisses Engagement, weiter dazulernen zu wollen. Da darf es mal eine Schulung sein, da werden interne Maßnahmen angeboten oder über renommierte Partner aus Lehre oder Wirtschaft mit anerkanntem Zertifikat Fort- und Weiterbildungen angeboten.  Und dann kommt da die viel zitierte "extra Meile", die man gehen kann: mal ne Überstunde, wenn ein wichtiger Auftrag kurzfristig reinkommt. Auch kommt es schon mal vor, dass der Kollege seit drei Wochen krank ist und man dessen Aufgaben mitübernimmt und daher immer ein wenig länger sitzt. Mal einen Samstag im Büro verbringen, dafür den Schreibtisch und die Inbox leer haben. Theoretisch, je nach "Höhe" der Stelle, kann hier schon ein Urlaub zum reinen Arbeitsurlaub umfunktioniert werden. Oder, oder, oder... Das klassische Gegenteil, und heute versuche ich nicht groß auf Stromberg abzustellen, ist der Mitarbeiter, der bei jeder Aufgabe erst mal seine Job Description auspackt und in riesige Diskussionen einsteigt, warum er das nicht machen muss UND dass er dafür ja auch nicht bezahlt werde. Und der mit dem Betriebsrat kommt, wenn die Führungskraft, zum Beispiel wegen Qualifikation oder Gehaltsstufe, trotzdem auf Erledigung besteht. Der Typ, der gerne ne Minute zu spät und schon drei Minuten vor Feierabend an der Stechuhr steht. Dessen Engagement nicht über seine Nasenspitze hinaus reicht. Dessen Standardsatz "Dafür bin ich nicht zuständig!" ist. Vielleicht auch noch eine etwas höhere, aber in Summe noch unauffällige Anzahl an Krankheitstagen hat. Oder der klassische Wochenend-Attestfrei-Verlängerer, der donnerstags bis montags immer seine Wehwechen auskurieren muss. Oder immer dann plötzlich Urlaub benötigt, wenn mal wieder eine dieser "dämlichen und sticklangweiligen Schulungen, bei denen man noch nicht mal privat online sein darf" ansteht. Wenn ihr mich fragt, steht der Name eines solchen Kollegen auf einer Liste, die gezückt wird, wenn es dem Laden mal nicht mehr ganz so gut geht, ganz weit oben! Das waren jetzt klare Stereotypen - und obwohl ich tatsächlich den einen oder anderen wirklich schon so klar identifizierbar im Mitarbeiter- und Kollegenkreis hatte, gibt es meist Mischformen, statt klarer direkter Auswüchse. Aber zurück zu der Frage: wie viel Commitment kann das Unternehmen - auch vertreten durch die jeweiligen Führungskräfte - nun verlangen? Nun, ein Arbeitsrichter wird niemand gekündigt nach Hause schicken, weil der seinen Arbeitsvertrag erfüllt hat und im Rahmen seiner Fähigkeiten und der Stellenbeschreibung sein Bestes gegeben hat - zumindest nicht ohne schicke Abfindung. Und die gute Nachricht, für alle nicht selbst motivierenden Malocher ist: Das Unternehmen, auch hier vertreten durch deine Führungskraft, hat die Aufgabe, eine Umgebung zu schaffen, in der ein "Klima" vorherrscht, das Commitment, oder lasst mich hier zur Abwechslung Engagement sagen, idealerweise ohne weiteres Zutun, im Mitarbeiter auslöst. Und, jetzt kommt er doch: Und das alles ohne Stromberg-sche Lügen und Betrügereien, sondern durch, ganz banal, Spaß an der Arbeit, einer kollegialen Stimmung und Herausforderungen, die immer mal wieder das Mehr aus den Leuten kitzelt. Ich habe schon Mitarbeiter erlebt, die einhändig am Pissoir standen und die Minute zum E-Mail-Lesen auf dem Handy genutzt haben, einfach, weil sie Bock drauf hatten, zeitnah und schnell für ihre Kunden - was auch Kollegen heißen kann - reagieren zu können... und mit diesem Bild im Kopf, noch eine ganz private Anmerkung von mir: jetzt wisst ihr, warum ich nicht gendere... oder? Damit lasse ich euch an diesem Punkt erst mal allein. Ich weiß, auch aus zahlreichen Diskussionen mit Kollegen oder im Rahmen von Coachings, dass es jetzt ans Eingemacht geht. Lasse ich mich darauf ein oder bin ich zufrieden mit dem, was ich habe. Ist der Trade-off zwischen mehr Geld und mehr Verantwortung durch einen Verlust an Freiheit, Freundschaften und Freizeit für mich in Ordnung - oder geht Freundschaft und Hobby über alles? Oder bist du sowieso so übermotiviert, dass du die nächste Mammutaufgabe gar nicht abwarten kannst? Und ja, ich weiß, dass jetzt immer noch die Frage kommt, wenn ich mich für Engagement plus extra Meile entscheide, wie kann ich dann wahlweise gesichert oder auch schnell die Karriereleiter hinauf fallen? Ein Allgemeinrezept gibt es hierzu nicht, wenn du eher nach Verkaufszahlen gemessen wirst, gilt nicht, was ich gleich skizziere. Also prüfe Kontext und Arbeitsumfeld, bevor du mich in fünf Jahren frustriert anrufst und mich beschimpfen willst, weil es nichts gebracht hat.  Wenn du nun in einem typischen Großkonzern, der die Fachkarriere mittlerweile abgeschafft hat, "schnelle" Resultate in Bezug auf Bekanntheit und Beförderung erzielen willst, bleiben dir zwei Möglichkeiten: mithilfe von Fachzeitschriften, Interviews, Reden und Fachartikel auf dich und deine Person und dein Wissen trommeln. Oder klassisch über Projektmanagement groß werden. Ideal, wenn man im Projektmanagement richtig auf dich aufmerksam werden will, machst du nicht nur schicke Zeitstrahlen und pünktliche Artefakte-Übergabe, sondern übernimmst auch Personalverantwortung und baldig folgender Budgetverantwortung und steigst somit auch in Personalführung und Personalverantwortung auf.  Ja, wie - das soll DAS Geheimrezept sein? "Schönen Dank auch!", ich kann euch förmlich in diese Zeilen und den Podcast hineinhören! Aber geht noch mal in euch und prüft mal ganz nüchtern-kritisch, wer bei euch in der Firma und warum aufgestiegen ist. Der klassische MBA-Macher ist es eher nicht. Und, Verkauf hatte ich ausgeschlossen, was war es dann? Wenn nicht über Projektmanagement schnell bis in die höchsten Sphären des Hauses sich einen Namen zu machen? Und jetzt sagt mir bloß nicht, dass man bei euch in der Firma keine Projekte umsetzen würde...! Jetzt kommt immer der Einwand, dass es in der Firma nicht nur um Projektmanagement geht, sondern auch Fachlaufbahnen möglich sind. Das freut mich immer zu hören, die banale Antwort darauf ist, dann werde doch Fachmann! Das ist das Projektmanagement des Wissens!  Und eine Frage, die auch immer kommt, ist die: Muss ich denn, um engagiert zu wirken, meiner Führungskraft immer nach dem Mund reden?  Pauschal gesagt, nein. Aber da da draußen leider auch schlechte Vorgesetzte oder eben Quoten über Führungskräftedasein entscheiden, ist es leider eher ein vielleicht. Andererseits gebe ich die Frage gerne zurück, mit dem Gedanken: ist es wirklich notwendig, immer, aber bitte nicht schleimheilig, der Meinung des Chefs sein zu müssen? Und jetzt nicht verwechseln, dass man in bestimmten Bereichen relativ schnell bisherige Aussprüche aufgibt und sich bald unisono so anhört, als hätte man nie was anderes gemacht. Das ist hier nicht gemeint, dieses Verhalten ist ein Zusammenwachsen ins Team und somit klares Engagement.  Wer ein wenig wortgewandt, gepaart mit weißer Rhetorik, also Schlagfertigkeit ist, und einen Chef hat, der in seinen Leuten nicht nur Kofferträger sieht, dem stellt sich die Frage erst gar nicht. Und ihr kennt meine Meinung zu schlechten oder quotenverdammten Pfuschern auf der Schwelle zur höchsten Inkompetenz: NICHTS WIE WEG! Also, wie viel Engagement darf es denn nun sein, die von dir erwartet werden darf? Ganz klar, der Grund, wegen des du eingestellt wurdest, ist die 100-Prozent-Marke. Dein Chef erwartet, dass du nach Einarbeitung selbstständig qualitativ hochwertige Arbeit leistest, ohne dass ständig jemand dir über die Schulter sehen muss. Engagement kann hier die Übernahme einer Sonderaufgabe sein, im wöchentlich wechselnden Turnus das Protokoll für das Teammeeting schreiben oder auch mal ne Stunde länger bleiben, ohne dass es explizit als Erwartung kommuniziert wird, wenn es brennt. Auch eine Begeisterung für Schulungen ist ein gutes Zeichen an deine Führungskraft. Daraus sollte sich eine Eigendynamik entwickeln: Schulung bringt ein Mehr an Wissen, dass dich im Job weiterbringt, damit du mehr Verantwortung und höherwertige Aufgaben übernehmen kannst, was dir eine Beförderung, Lob vom Chef und mehr Gehalt bringt. Und dann kommt die nächste Schulung, und so weiter, und so weiter, und so weiter. Und wenn dein Engagement nun mal, obwohl du deinen Chef respektiert und du ein Fan der Firma bist, nun aber nicht über deine Schreibtischkante hinaus geht und auch Schulungen für dich nicht so das wichtigste sind? Dann hast du hoffentlich eine Firma mit einer Kultur, die auch diese Einstellung und dich als Mitarbeiter respektiert und deine Wichtigkeit erkennt. Dann wird dein Engagement zu guter und fristgerechter Arbeit ebenso wertgeschätzt, auch ohne Streben nach mehr.  Somit ist die Frage nach dem Engagement gar nicht so einfach oder eben ganz einfach zu beantworten, je nachdem, mit welcher Einstellung du an das Thema rangehst. Ich hoffe nur, dass du das passende Unternehmen für dich und deine Ziele im Leben gefunden hast und dein Chef eine gute Führungskraft ist! Dann kann es kaum noch besser werden...!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#198 Wie viel Loyalität kann man von Mitarbeitern verlangen?
24-02-2022
#198 Wie viel Loyalität kann man von Mitarbeitern verlangen?
Wie viel Loyalität kann man von Mitarbeitern verlangen?Eine spannende Frage: Was kann ich als Kollege, als Führungskraft und auch als Unternehmen von meinen Mitarbeitern, Kollegen oder Angestellten an Loyalität erwarten? Für das Unternehmen ist das schnell geklärt: siehe Arbeitsvertrag und die ungeschriebenen Gesetze, die sich in dem Unternehmen entwickelt haben - auch wenn letztere nicht immer unbedingt schnell und einfach zu durchschauen oder zu verstehen sind. Als Kollege gilt eigentlich: wie du mir, so ich dir. Allerdings jetzt nicht mit dem Messer in der Hosentasche, sondern auf professioneller Art und Weise. Und als Führungskraft? Auch hier wieder ein Blick in geltende Gesetze und den Arbeitsvertrag. Aber: war es das denn wirklich schon? Und welche Missverständnisse ergeben sich, wenn zwei oder mehr Menschen mit guter, neutraler oder auch negativer Einstellung aufeinandertreffen? Stell dir vor, du hast eine Kollegin. Lassen wir die einfach mal was studiert haben, was sie nicht für ihren aktuellen Job braucht, so was wie was Naturwissenschaftliches. Und statt wie die vielen Kommilitonen entschließt sie sich, nicht ins Banken- oder Versicherungswesen zu gehen. Vielleicht, weil sie schlichtweg nicht gut genug ist. Vielleicht, weil sie das Studium auf Druck der Eltern eingeschlagen hat. Vielleicht auch, weil sie für Lehramt oder eine Versicherung einfach nicht gut genug ist. Wie auch immer, das Studium hilft ihr nun mal nicht für den aktuellen Job. Aber hey, das schöne ist, dass ihr zwei privat gut befreundet seid. Da nimmst du dir schon mal ein paar Stunden Zeit, um ihr zu erklären, was sie nicht kann, um zu verstehen, womit sie in ihrem Leben noch nie zu tun hatte und sie in eine Verkaufssoftware einzuführen, von der sich noch nicht mal das Kürzel "CRM" versteht. Aber wofür sind Freunde schon da? Auf gleicher Ebene, im gleichen Unternehmen? Da hilft man sich eben. Und jetzt lass ein Neuzeitphänomen zuschlagen, dass nicht die Besten, die Begabtesten oder auch die, die Firmen-interne Tests bestehen oder ihren Führungskräften besonders positiv aufgefallen sind, nach oben bringt, sondern irgendeine weltfremde, da eben auch politisch motivierte Quotenregelung. Und schon ist sie deine Chefin. Mit Diensthandy. Einzelbüro. Kann sich plötzlich einen Firmenwagen aussuchen. Mit Tankkarte. Und muss ständig, statt einen Plausch oder den Gang zur Kantine mit dir anzutreten, in wichtige Steering Boards, Strategierunden und pünktliche Zulieferungen für die GF-Runde sicherstellen.  Und weil sie dich nicht vergisst und dir in gewissermaßen auch was schuldet, darfst du dir im Rahmen deiner Kompetenzen nach dem Wünsch-dir-was deinen neuen Arbeitsplatz zusammenbauen. Gut, mit allen Punkten und auch der Gehaltsvorstellung ist sie nicht immer deiner Meinung, aber ihr werdet euch einig. Also, Kundengewinnung und Neukundenakquise. Vertragsmanagement. Und, aus Vertrauen und persönlichen Beweggründen kannst du hier für die jährliche Bonusregelung selbst deine Ziele festlegen. Und dein fixes Ziel, dass du dir gibst und das sie unwissend und blind unterschreibt und somit in Stein meißelt ist, mit all dem Aufwand, den Reisen quer durch Europa und den Kosten, um einen neuen Kunden zu gewinnen und zu binden, steht da: ein Kunde pro Jahr. Lasst uns nun über Loyalität reden, einfach aus dem Bauchgefühl heraus. Die Kollegin konnte ja nichts für ihre Beförderung, vielleicht waren alle anderen Damen auf dem Flur bereits auf legalem Weg in ihre Führungsrolle gekommen und so musste die Wahl auf sie fallen. Dafür kann sie also nichts, aber loyal dem Unternehmen gegenüber ist sie angetreten. Mit Sicherheit hat auch das neue Gehalt, die Gespräche mit den Geschäftsführern und ihrem Chef als auch aufmunternde Worte eines Freundes hier mitgeholfen. Ihr Freund und Kollege war definitiv loyal, ihr und auch der Firma gegenüber: hat sie an die Hand genommen, hat ihr Produkte und Systeme erklärt und sie sicherlich auch den Kollegen vorgestellt. Somit einen reibungslosen Start ermöglicht. Und, irgendwann im Rahmen dieser Zusammenarbeit, hat sich, über Hobby oder die Autoleidenschaft, eine Freundschaft entwickelt, die sich ins Private gerettet hat - oder andersherum, die aus dem Privaten ins Berufliche hinein aufrechterhaltenen Überlebenswillen bewies. Kompliziert kann es nun werden, wenn auch er spitzbekommen hat, dass hier eine Stelle geschaffen werden soll und die genau seinem Profil entspricht. Das kann Stimmungen schon mal zum Schwanken bringen. Schlimmstenfalls haben die beiden darüber geredet und der Flurfunk, der bisher noch jede Quotenfrau enttarnt hat, hat ihm darüber hinweggeholfen. Aber blenden wir das aus und kommen abermals zu einem kleinen Detail: wie viele Neukunden hat er sich gleich wieder in den Vertrag pro Jahr schreiben lassen?   Und nun stelle ich mal die Frage andersrum: ab wann wird Verhalten illoyal? Wenn du heute Atomkraftwerke außerhalb Frankreichs, der USA, Polen und Tschechien oder auch einigen Schurkenstaaten verkaufen sollst, ist eins, vor allem, wenn du es Jahr für Jahr erfüllst, ein Topergebnis. Aber innerhalb Frankreichs? Da wirst du ja von deinen Schnecken im Salat überholt! Was ist also illoyal - und nein, unter Inkompetenz leidet heute keine der skizzierten Personen! Also, damit wir alle über das Gleiche reden, ran an eine Definition: "Loyalität bezeichnet die auf gemeinsamen moralischen Maximen basierende oder von einem Vernunftinteresse geleitete innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft." So sagt es wikipedia. Aber was meint das nun? Maxime? Vernunftinteresse?  Eine Maxime ist deine persönliche oberste Lebensregel. Das kann so was sein wie: Arbeite fleißig und du wirst es zu was bringen. Oder: ich HASSE ALLE MENSCHEN! Oder auch: für Geld tu ich alles!  Das Vernuftinteresse ist so ne Art Kantscher Imperativ, oder einfach mit dem Kinderreim gesagt: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu. Es sind die undokumentierten und echten Regeln der Zusammenarbeit zwischen Kollegen, Abteilungen und auch der ganzen Firma, losgelöst von dem ganzen Hochglanz-Blabla auf der Webseite oder in den Stellenanzeigen. Das wahre Arbeitsleben eben. Und um abermals auf Kant zurückzukommen: wir alle tragen unseren eigenen Wertekompass in uns. Und dieser steuert auch die individuelle Loyalität. Deshalb gibt es auch nicht DIE Regel, was jetzt Loyalität im Arbeitsleben bedeutet. Nur weil du ständig eine Fluppe ziehst, als ob du auf den ganzen Mist hier keinen Bock mehr hast, ständig interne Stellenangebote prüfst und auch gerne in der Diskussion mit deinem Chef mal ein wenig die Stimme erhebst: ist das illoyal? Ich sage: nein! Brechen wir es doch mal auf die Basics runter: von einem Arbeitgeber erwarten wir Loyalität dahin, dass am Monatsende das versprochene auf dem Konto ist, das Gebäude dicht und warm ist, benötigte Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt werden und dass man eine Tätigkeit, sprich: Arbeit hat und nicht der Spinne am Fenster täglich bei ihren Runden im Netz zugucken muss. Dafür erwartet der Arbeitgeber eine Gegenleistung in Form von erfüllter Arbeit, abgearbeiteter Aufgaben und einen Beitrag zum Betriebsgewinn, schließlich wird das Gehalt ja nicht mit Monopoly-Geld bezahlt. Die Kollegen untereinander erwarten Hilfestellung und Zuarbeit, gerne ein bisschen Spaß und auch mal Ruhe. Eben die ganze Bandbreite der kollegialen Zusammenarbeit, nicht nur im eigenen Bereich, sondern quer über das Organigramm und auch mal über diverse Ebenen.  Auch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter gilt nicht mehr der raue Ton wie früher. Man ist auf sich gegenseitig angewiesen, schließlich soll die FK ja nicht der eigene beste Mitarbeiter sein und der MA möchte hier mal Homeoffice - ja, das soll es vor Corona schon nur ein wenig dosierter gegeben haben - da er mal in der Kernarbeitszeit zu dem einzigen Arzttermin, den er bekommen konnte, gehen möchte, ohne viel Arbeitszeit zu verlieren. Auch ist es loyal, zu einem Mitarbeiter zu stehen, der aktuell im Privaten nicht ganz im Reinen ist und daher nicht zu 100 % auf seine Arbeit konzentriert ist. Wer jetzt die Frage stellt, was denn nun die Muss-Kriterien sind, sollte in seinen Arbeitsvertrag schauen: da stehen Wochenstunden, Umsatzziele, Hierarchiestufen, Gehalt, Bonus und weitere variable Bestandteile und Vereinbarungen drin, soweit zutreffend. Da steht klar die Erwartung, wenn auch nicht immer in glatten Deutsch, zu der Tätigkeit. Dazu gibt es Stellenbeschreibungen und Schnittstellendefinitionen. Teilweise werden Arbeitsunterlagen, die es erfolgreich zu etablieren gilt oder Arbeitsergebnisse, die aufgrund früherer Tätigkeiten vom Stelleninhaber selbstständig erstellt werden sollen, benannt. Das ist ernster Stoff, egal wie leger das im Rahmen einer Vorbesprechung runtergebetet wird! Und dann kommen noch die unterjährlichen Loyalitätsbeweise: Sommerfeste auf Kosten des Unternehmens, Weihnachtsfeiern, Motivationsspiele und so weiter... Dafür erwartet das Unternehmen aber auch, dass man sich korrekt und aufrecht seinen Kollegen und Vorgesetzten gegenüber verhält und keine "hidden agenda" verfolgt, sondern gemeinsam an den Zielen des Unternehmens arbeitet. Es darf also keine schädliche Handlung vom Einzelnen oder einer Gruppe ausgehen, die vorsätzlich Schaden für das Unternehmen bedeuten kann oder wird. Auch ist eine, selbst wenn angemeldet, Nebentätigkeit, die genau in dem gleichen Bereich ausgeführt wird, wie die des Arbeitgebers nun mal nicht als loyal anzusehen - und auch Arbeitsvertrag und Gesetz sprechen hier eine deutliche Sprache. Je begeisterter ein Mitarbeiter von seinem Unternehmen spricht, zum Beispiel im Freundeskreis oder auch bei Netzwerkveranstaltungen, unterstreicht eindeutig seine Loyalität. Solche Mitarbeiter suchen Firmen immer händeringend - um sie dann meistens in Rekordzeit wieder zu vergraulen und zum Verlassen der Firma zu zwingen - sorry, anderes Thema. Auch werden von solch begeisterten Angestellten gemeinsame Werte gebildet oder existente Werte schneller adaptiert. Führungskräfte wissen, dass Mitarbeiter einen gesteigerten Eigenantrieb in sich tragen, der sich nicht von (kleinen) Problemen sofort aufhalten lässt. Info am Rande: Auch in Arbeitszeugnissen ist die Nutzung des Wortes loyal meist in Notenstufe 1 und bestenfalls noch am Rande der Note 2 vorgesehen. Abschließend werfen wir noch einen Blick auf die drei Gründe, warum Mitarbeiter ihre Loyalität verlieren: Gehalt, Führungskraft und verletzte Loyalität. Klar wenn Lachen, Stempeln, Tackern, Lochen, Ablegen hier 500 € bringen, und beim nächsten Unternehmen 800 € wird man gerne mal illoyal und kündigt - und das aus gutem Grund! Ich glaube nicht, dass wir hier groß diskutieren müssen! Auch wenn du, und ich will jetzt nicht schon wieder von Stromberg anfangen, eine schlechte Führungskraft hast oder jemand, der trotz maximal möglichster Inkompetenz oder per Quotenregelung den Weg dahin gefunden hat und dir dann auch noch dauernd mit sich widersprechenden Arbeitsaufträgen um die Ecke kommt und selbst nur mit sich und seiner Genialität beschäftigt ist - dann ist das reiner Fluchtreflex. Es heißt nicht umsonst: Leute kommen wegen der Firma und gehen wegen der Führungskraft! Und dann noch die verletzte Loyalität.  Wenn du auf deiner Webseite von loyalen Mitarbeitern und Loyalität dem Kunden gegenüber sprichst, auf Kununu aber was von "Sklavenbude", "ahnungslosen Führungskräften" oder sogar "toxischen Führungskräften" oder auch mal der "planlosen Unternehmensspitze, die sich nur selbst bereichern wollen" steht, oder auch so Dinge wie "ich habe in meinem Leben noch nie innerhalb der Probezeit gekündigt, hier war sogar das zu lang", solltest du dir Lobhudeleien zur Loyalität lieber schenken.  Meist ist auch hier wieder eine Führungskraft das Problem. Oder ein mobbender Kollege. Hier, wenn nicht das gesamte Firmenklima plötzlich vergiftet enden soll, muss schnell, brutal und mit eiskalter Hand durchgegriffen werden. Kollege mit sofortiger Wirkung freistellen, Firmenausweis weg, Firmenhandy, -laptop und -email sperren und Verbot, das Firmengelände zu betreten, aussprechen. Führungskraft dank AT-Vertrag sofort raus und lieber einen zu viel als einen zu wenig loswerden. Loyalität ist keine Einbahnstraße, die nur der Führungskader fordern kann. Auch Mitarbeiter haben hier Erwartungen und durch ein hartes und begründetes Durchgreifen lässt sich noch viel retten, was sonst auf nimmer Wiedersehen über die Wupper springt. Und nein, liebe HR, keiner bleibt wegen eines E-Leasing-Rads oder sonstigen Goodies auch nur eine Sekunde länger im Unternehmen, wenn die "Beziehung" so im Argen liegt! Jetzt höre ich schon die Stimmen im Hintergrund: Das habe ich als High Potential gar nicht nötig, wenn es mir zu blöd wird oder die Hütte brennt, bin ich sofort weg. Ja, den Irrglauben hatte ich auch lange Zeit, wobei ich damals den Vorteil, manchmal leider auch den Nachteil, hatte, dass ich mit eigenem Unternehmen selbstständig war: Mann muss ja nicht jeden Auftrag annehmen. Ein Tipp, um sich hier ohne Schaden oder Rückschritt im Lebenslauf einiges zu ersparen, empfehle ich, mal in das Frustjobkillerbuch reinzublättern. Untertitel: Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten. Hört sich brutal an, ist aber nichts anderes als der Volksmund, der sagt, dass das Gras drüben immer grüner ist, die Kirschen immer saftiger und die Firmenkultur zum reinlegen geil.  These des Buchs, ganz brutal formuliert: Wenn du ein Unternehmen verlässt, weil du unzufrieden bist, wird dich genau dieses Gefühl über kurz oder lang auch in der neuen Firma einholen, oder um es mit Stromberg zu sagen: Die Scheiße ist doch überall die gleiche. Es ist eine spannende und fundierte, in Teilen auch psychologische Abhandlung, warum weglaufen vor Problemen nichts bringt und sie letzten Endes doch immer im Gepäck mitreisen. Es ist zum Schmunzeln, zum Nachdenken und auch mal kritisch mit sich ins Gericht gehen! Soviel zum Thema Loyalität im Arbeitsalltag. Und im Hinblick auf die vorstehende Buchempfehlung kann ich dir nur empfehlen: sei und bleibe vor allen dir gegenüber loyal!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#197 01. Februar 2022, Ändere Dein Passwort Tag - warum es dieses Jahr wichtiger ist als jemals zuvor und warum das Passwort alleine nicht mehr die Welt rettet!
13-02-2022
#197 01. Februar 2022, Ändere Dein Passwort Tag - warum es dieses Jahr wichtiger ist als jemals zuvor und warum das Passwort alleine nicht mehr die Welt rettet!
01. Februar 2022, Ändere Dein Passwort Tag - warum es dieses Jahr wichtiger ist als jemals zuvor und warum das Passwort alleine nicht mehr die Welt rettet!Ich hinke schon wieder hinterher, daher mit leichter Verspätung dieses wichtige Thema: Alle Jahre wieder kommt der erste Februar - und damit die Erinnerung, dass an diesem Tag der "Wechsle-Dein-Passwort"-Tag ist. Und selten war es so wichtig, wie heute! Mit Attacken von allen Seiten, Malware, Phishing, Accountübernahmen und Bankzugangsbetrügereien. Parallel dazu reagieren die Anbieter, allen voran die "big 5", Google, Meta, Microsoft, Apple und amazon, in dem sie nun durchgehend, neben der Pflicht, ein gutes Passwort für die Dienste zu vergeben, auch 2FA, Zwei-Faktor-Authentisierung, anbieten, in Teilen auch verpflichtend erwarten. Aktuell ist dies Stand der Technik und auch ich möchte euch, wo auch immer möglich, die Aktivierung des zweiten Faktors an Herz legen. Aber: vernachlässigt trotzdem das gute alte Passwort nicht! FIDO-Keys in verschiedener Ausführung / Bild-/Quelle: privat Ihr kennt sie alle, die Tricks, ein Passwort selbst zu generieren: Nimm bekannte Worte und "schreibe" sie anders. So wird aus Lastkraftwagenfahrer der La$tKra%tvväg3nVahrer. Allerdings, für die Jungs, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Accounts zu hacken und damit mittlerweile auf billige Serverbänke aus der Cloud für ein paar Dollar per Zeiteinheit oder im Monatsabo zurückgreifen können, ist das nur eine Verzögerung um wenige Minuten, bis auch diese Art der Passwörter gehakt sind. Da auch Social Engineering heutzutage durch eine Google Suche vervollständigt werden kann, Vorsicht vor Jahresdaten oder Vornamen der Liebsten, dem eigenen Geburtstag und allen Daten, die du mal über Social Media gepostet hast. Geht davon aus, dass die alle in diversen Datenbanken mit Verknüpfung zu deinem Namen und sämtliche Aliase, die du online benutzt, gespeichert und irgendwo im oder unter dem Darknet zu finden sind. Dann gibt es immer noch den Tipp, beliebige Worte aus dem Duden, Fremdwörterlexikon, English- oder Lateinwörterbuch, was eben griffbereit ist, mit individueller Groß- und Kleinschreibung zu kombinieren. Hier gewinnen, Achtung, nicht verwechseln, zwei Faktoren: die erreichte Länge, die es zumindest für Halbprofis ab einem zeitlichen Aufwand uninteressant macht und somit zu einem Abbruch führt. Du bist nicht der einzige Kandidat, der hier parallel durch die Cloud gejagt wird, dann lieber für einen dickeren Fisch die CPU-Time opfern. Und, als Zweites, die Zufälligkeit der ausgewählten Wörter. Nachteilig: Kombinationen dieser Art musst du doch wieder an einem unbekannten Ort aufschreiben.  Wer so richtig auf Nummer sicher gehen will, hat zwei Optionen: die "kleine", mit einem Passwortgenerator auf Nummer sicher zu gehen, um jeden persönlichen Einschlag in die Generierung von sicheren Passwörtern zu vermeiden. Eine gute Quelle hierzu, neben einer Google-Suche, ist die Seite von datenschutz.org, hier gibt es neben einem kostenfreien Passwort-Generator Infos über sichere Passwörter und warum diese sinnvoll und notwendig sind als auch einen Passwort-Tresor. Klickt euch mal durch! Wer eine All-in-One-Lösung möchte, greife sich einen Passwortmanager. Hier ist für jeden Geldbeutel und für jede Anforderung was dabei. Als bekannteste Open-Source-Lösung sei hier KeePass genannt. Eine sichere und tolle Offline-Lösung, allerdings mit gewissen Nachteilen: kein automatisches Ausfüllen, zum Beispiel durch eine Browser-Erweiterung. Und ein wenig Fummeln, um alles selbst einzurichten, hast du auch. Aber: alles für die Sicherheit. Kostenpflichtige Vertreter sind etwa LastPass, der seinen Sicherheitsbruch bereits in der Vergangenheit erlitten hat und vor einiger Zeit von LogMeIn übernommen wurde. Wer Googles Chrome nutzt, hat einen Passwortgenerator und -manager kostenfrei inklusive, der auch über alle angemeldeten Geräte die Daten, mittlerweile auch verschlüsselt, synchronisiert. Apropos Google: bevor ich euch für weitere Angebote auf Google verweise, noch ein zweiter Kandidat, 1Passw(ord). Ich schätze, dass jeder Apple-User, der hier mitliest, sofort "Ja, den nutze ich auch!" schreit, da er weit komfortabler als Apples eigener Schlüsselbund zu bedienen und zu nutzen ist.  Preislich und in der Bedienung, einzig daher erspare ich euch weitere Kandidaten, sind sich die gängigen Anbieter einig: 30–50 Euro per Jahr, lokal für Windows und Apple, Module für gängige Browser, also Chrome, Firefox und das Apple-Teil und auch für die beiden dominanten Handybetriebssysteme und ja, klar auch im Netz per Browser.  Kurz gesagt, auch im Hinblick auf eure Sicherheit im Netz: Es gibt keine Ausreden mehr, NICHT auf sichere Passwörter zu setzen. Es gibt hier diverse Philosophien, ich setzte immer noch auf Zufall, mit Sonderzeichen und Länge: 35 Zeichen und mehr dürfen es schon sein, schließlich steht die Quantencomputergeneration vor der Tür! Und Hände weg von Webseiten, die die Länge des Passworts beschränken, so jemand macht sich keine Gedanken über die Sicherheit eurer Daten! Aber... die meisten Plattformen machen es euch noch einfacher, in vielen Fällen ebenfalls zum Nullkostenpreis. Stichwort: Zwei-Faktor-Authentisierung. Oder 2-Factor-Authentication. Meist reicht ein einfacher Klick, um es zu aktivieren, ihr könnt eine App oder sogar einen physikalischen Schlüssel hinterlegen und dann zur Sicherheit - Tipp: UNBEDINGT MACHEN! - noch Backup-Codes laden - in unter fünf Minuten seid ihr auch hier einsatzbereit. Und recht viel sicherer könnt ihr heute nicht sein!  Vorgehen beim Login ist, wie ihr es kennt: Nutzername und Passwort vergeben. Je Login jeweils ein anderer Name und erst recht ein anderes Passwort. Der zweite Faktor nach dem Passwort kommt in verschiedenen Formen: Eingabe einer sechsstelligen, oder größer, Zufallszahl, die durch eine App in einem bestimmten Zeitintervall, meist 30 oder 60 Sekunden, auf Basis eines zuvor gescannten QR-Codes generiert und Server-seitig abgeglichen wird. Stand heute, auch wenn die meisten dieser "FIDO2"-Schlüssel offen definiert sind, nicht knackbar. Und nein, es muss nicht das neueste Modell mit zusätzlichem internen Fingerabdruckcanner für über 100 Euro sein, es tut auch in jeder Hinsicht das Standard-Modell für knapp 30 Euro.  Dass die Preise von Yubico nicht so ganz dem Markt entsprechen, merkt ihr schnell, wenn ihr bei amazon weitere Hersteller sucht. Sollte ich einen Neukauf wagen, würde ich das Topmodell von Trustkey, den Secure Key Biometric für 55 Euro kaufen - immerhin halber Preis!  Aber ob nun Key oder per Google Authenticator App, am wichtigsten ist: 2FA unbedingt nutzen. Aktivieren, wo immer möglich! Somit ist ein Bruch des Passworts immer noch schlimm, aber nicht zwischen Weltuntergang und Supernova in der privaten Online-Galaxy! BTW, Passwörter sollten in regelmäßigen Abständen geändert werden. Auch hier hilft ein Passwortgenerator oder ein Passwortmanager. Nehmt euch mal alle drei Monate vor, wenn es dann alle sechs werden, seid ihr immer noch ganz vorne dabei!   Weil das Thema so wichtig ist, eine kurze Zusammenfassung: Stellt sicher, dass ihr regelmäßig eure Passwörter ändert. Länge ist hierbei aktuell ein entscheidender Faktor und die Tatsache, dass es wirklich aus Zufall gewürftelt wurde. Nutzt dafür einen Passwortgenerator wie den von datenschutz.org oder gleich einen Passwortmanager.  Um trotzdem immer wieder vorkommende Passwort-Hacks zu vermeiden, nutzt, wo immer ihr es aktivieren könnt, die Zwei-Faktor-Authentisierung. Das geht am einfachsten per App, wer mehr Sicherheit will, kann sich einen FIDO2-Schlüssel zulegen. Aber trotz des Schlüssels und 2FA nicht an der eigentlichen Passwortsicherheit schludern: Wer eines eurer Passwörter erraten hat, wird es bei allen ihm bekannten Accounts von euch probieren - und ich wette, es ist nur eine Frage der Zeit, bis er einen Dienst findet, wo ihr ein identisches Passwort mehrfach benutzt habt und wo es keine 2FA gibt -  und schon nimmt das Schicksal seinen bösen Lauf...! Nehmt euch die Zeit und greift jetzt an! Alles, was ihr braucht, steht hier und die Links dazu sind nur einen Klick entfernt! Happy Password wechseln! PS: Microsoft hat übrigens eine eigene App für Android und Co, die mittlerweile auch mehr zu einem Passwortmanager und 2FA-Service ausgebaut wurde und auch noch weiter ausgebaut wird. Wenn ihr viel mit Office 365 und/oder Windows 10 oder 11 zu tun habt, werft einen Blick auf die Authenticator App, die gibt es ebenfalls für lau!   PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | STOLZ PRODUZIERT UND AUFGENOMMEN MIT Ultraschall5 Folge direkt herunterladen
#196 Von wegen faule und inkompetente Mitarbeiter ruinieren die Firma - toxische Chefs sind das schlimmste Übel!
14-01-2022
#196 Von wegen faule und inkompetente Mitarbeiter ruinieren die Firma - toxische Chefs sind das schlimmste Übel!
Von wegen faule und inkompetente Mitarbeiter ruinieren die Firma - toxische Chefs sind das schlimmste Übel!Ich bin immer gerne bei Veranstaltungen dabei, die den Mitarbeiter als den einzig Schuldigen identifizieren. Rechtsanwälte, die dir die Faulen und Dummen über Board werfen, damit der Rest des Ladens läuft? Ja, wirklich - kann es nicht sein, dass deren Führungskraft das größere Problem darstellt? Oder auch der typisch-toxische Mitarbeiter, der seine Kollegen mit runterzieht: Er ist faul, aber schleimheilig (sorry, meine Wortkreation!) und wickelt seine Führungskraft um den Finger. Er machts nichts, aber alle seine Kollegen müssen das ausbaden. Er leistet nicht, blendet aber den Chef als Überflieger. Wirklich? Wäre die Welt so einfach, würde es kein einziges Unternehmen mehr auf der Welt geben! Und andersherum ist noch schlimmer: toxische Chefs, die alles um einen herum vergiften, nur um selbst besser dazustehen...! Endlich auf Netflix: The Office! / Bild-/Quelle: IMAGO/Cinema Publishers Collection Stromberg - muss ich mehr sagen? Er taugt leider für alles... Manche toxischen und aktuell noch potenziellen Mitarbeiter auf höheren Ebene lassen sich ganz einfach vermeiden: durch gutes Hinsehen, Misstrauen und ein paar, wenn auch leicht energischen oder unverschämten Fragen: Nehmen wir, als halbfiktives Beispiel, einen angeblichen Super-Vertriebler, MBA, dessen Lebenslauf über ein halbes Jahr in den Unterlagen eines auch eher mittelmäßigen Firmenchef versackt - um dann in weiteren drei Monaten ausgegraben und völlig problemlos für das Unternehmen gewinnen lässt, da der Kandidat aktuell kein weiteres Angebot hat. Bin ich wirklich der Einzige, der durch folgende Fakten rote Alarmlichter blinken sieht? Super-Vertriebler, seit neun Monaten kein Angebot? Abgesehen davon interessiert mich sein vorhergehendes Unternehmen. Dort mal anzurufen trauen sich einfach zu wenig Leute, es ist immer wieder erstaunlich, was ehemalige Sekretariate und Vorgesetzte plötzlich alles loswerden wollen. Einfach mal ausprobieren, mehr als ein Nein oder ein Auflegen passiert nie! Eher mehr, aber "Pssst!", offiziell ist das ja alles nicht! Bleiben wir bei meinem halbfiktiven Beispiel : Es gibt nun mal zu viele Vertriebler, die heute mit einem teuren, aber leider nur billigen Standard-MBA aus irgendeiner Hochschule dieser Welt gespuckt werden. Und die, abgesehen von den schlechtesten Dummsprüchen ("Ich führe einen VIP-Club ein...!") der Siebzigerjahre und den immer gleichen vier Formeln, die bloß ihren Bonus in die Höhe treiben, nichts auf dem Kasten haben. Aber dafür das Glas Honig, um den halbschlechten CEO um den Finger zu wickeln. Kein Wunder, wen der sich nicht fragt, warum so eine Koryphäe nach neun Monaten immer noch problemlos verfügbar ist... Déjà-vu! Und jetzt denke mal jeder an seinen schlechtesten Chef in der bisherigen Karriere: war der streng? Ungerecht? Konnte man es ihm nicht recht machen und sowieso was immer nur alles Dreck, was du abgeliefert hast? Vielleicht auch noch cholerisch? Oder nie da, praktisch ein Fernlenker, ein Hubschrauber-Führer? Oder ein ChefChef-Einschleimer? Das kann, selbst in Summe, muss aber noch kein toxischer Chef sein. Aber... was macht so einen Typus an sich aus und wie kann man ihn vermeiden? Einfachstes Indiz und in Brillianz und Einfachheit nicht zu überbieten: dein zukünftiger Chef hat es nicht nötig, in deinem Vorstellungsgespräch aufzutauchen. Und du merkst an den Reaktionen von HR und seinem Vertreter, dass da nicht eine Beerdigung des besten Freundes, eine Verspätung des Linienfliegers oder ein kurzfristig dringender Kundentermin in die Quere gekommen ist. Einfach die Antennen ausfahren und auch mal nachfragen, wann denn ein Kennenlernen im Vorfeld machbar wäre, wenn dir hier was komisch vorkommt; zur Sicherheit noch mal bei kununu und LinkedIn die Firma und/oder Chef oder gleich bei Google googlen, da findet sich sicherlich was, was dein Gefühl untermauern könnte. Dann Hände weg und ab zur nächsten Stelle bei einer anderen Firma! Du bist nicht im Bilde darüber, was du dir gerade erspart hast! Gehen wir doch mal auf das Toxische im Detail ein: Ebenfalls ein Problem ist die hohe Quote von Chefs, die das Ende ihrer Kompetenz und somit auch das Ende ihrer Karriereleiter erreicht haben. Da denke man nun wieder an unseren TV-Freund Stromberg: intrigant, schleimheilig und um keine Schleimspur und Peinlichkeit verlegen. Wenn du so jemand als "Chef" hast - nix wie weg, du wirst hier weder gefördert noch ist ein Weg auf der Karriereleiter machbar. Wenn du allerdings bis zur Rente Schläfer sein möchtest, dann halte dir den Chef warm, hier stehen die Chancen gut... ich "fürchte" aber, dass du nicht Leser meines Blogs bist... Auch an Stromberg orientiert, die nächste Stufe der Toxik: komplett kompetenzlose Führungskräfte, die an ihren unterstellten FKen vorbei einfach Mitarbeiter beauftragen - ohne Absprache. Die Anweisungen der unterstellten Führungskräfte einfach mal so widerrufen oder genau das Gegenteil anweisen und Projekte einstellen oder starten, ohne Rücksprache und Klärung. Noch schlimmer: wenn sie Verträge zeichnen, die auf der darunter liegenden Ebene quer durch die Firma abgestimmt als Undurchführbar ad acta gelegt wurden. Und nochmal zu Bernd Stromberg: ganz schlimm ist die Mischung als vorgeschobener Politik und Arschkriechen. Wenn plötzlich eine Schachtel Kippen auf dem Schreibtisch liegt und man mit jeder Faser das Auflauern auf ChefChef oder Konzernlenker im Auge hat, um hier "zufällige" Treffen am Ascher vorzugaukeln. Und immer ein Thema und eine Heldendarstellung oder ein Schlechtreden auf den Lippen. Stellt sich mir immer die Frage: wo sind die guten alten Konzernlenker hin, die mit Verweis auf IHRE Führungsstufe auch mal ein "Sie sind nicht auf einer Ebene, aus derer Sie überhaupt mit mir reden dürfen!" von sich geben - also, wenn man sie mal braucht??? Und nun zu der letzten Stromberg'schen Stufe: das Menschliche. Sagt sich immer so schön im schleimheiligen Gespräch nach oben oder, noch klassischer, mit der hauseigenen Mitarbeiterzeitung, während in Wahrheit alles, was kleiner ist, angeschrien, angepöbelt, klein- und mundtot gemacht wird. Da wird gerne mal überzeichnet bis zum Mobbing bzw. Bossing (eigener Blog hierzu hier), während ChefChef das Vorlecken der Briefmarkenrücken angeboten wird und die Schuld, so ganz nebenbei, wieder auf die eigene so unfähige und einfach nicht führbare Mannschaft geschoben wird... Aber Vorsicht: nicht jeder Stromberg ist ein Stromberg! Nur weil eine neue, oder wie ich lieber dazu sage, eine junge Führungskraft es nicht gebacken bekommt und sich durch Druck eine Stimme verschaffen will oder eben dem Druck von oben nicht gewachsen ist und das eben auch mal an den Mitarbeiters auslebt, ist das nicht in jedem Fall gleich toxisch. Unprofessionell und ungeschult, ahnungslos und ins kalte Wasser geschmissen, ja. Aber nicht zwangsweise schon toxisch - siehe Stromberg Staffel eins bis fünf...! Wer also immer Ideen für dämlich und dumm abstempelt, um dann Fähnchen im Wind zu spielen und den "Quatsch" dann als ihre Ideen nach oben verkaufen, die Leute für dumm darstellen und Meinungen einfach todbügeln... ja, was nun machen?!? Love it, change it or leave it! Suche mal das Gespräch mit dem Chef. Wenn du dich danach wie Ulf oder Ernie fühlst, hast du ein klares Anzeichen. Höre doch mal beim Betriebsrat vorbei. Bist du nicht der Erste, der hier mit dem Namen der Führungskraft an die Tür klopf? Wie sieht es beim Chef des "Toxikologen" so aus? Ist da ein offenes Ohr? Lasst euch aber nicht als Spitzel gegen den eigenen Chef mit Ausblick auf Karriere oder eine baldige Kündigung des Giftzwergs ein, das kann ganz schnell nach hinten gehen - und dann hast du niemanden auf deiner Seite! Und der letzte Weg geht in die HR... ihr kennt meine Meinung, ich halte von diesem Berufszweig soviel wie von Hellseherei, also geht diesen Schritt nur, wenn ein überraschender Exit eurer Person aus dem Unternehmen nicht das Schlimmste ist, was euch passieren kann. Und passt auf, sofern ihr das ermitteln könnt, nicht bei dem Personaler zu landen, der euren Problemchef eingestellt und/oder befördert hat...! So oder so, fangt schon mal an, Stellenanzeigen zu lesen. Klar, auch die internen, wenn sie weit genug weg sind. Aber, auch wenn Stromberg eine Ausnahme zu sein scheint, es liegt einiges im Argen, wenn mein einen Chef dieser Art, noch dazu, wenn er außer heißer Luft wenig vorzuweisen hat, schalten und walten lässt. Die Chance ist groß, dass du intern an anderer Stelle wieder so einen oder einen noch schlimmeren Typen dieser Art vor der Nase hast... Und wenn du schon extern suchst, dann checke die Firmen auch mal über kununu und xing und Google ab. Lasst euch aber nicht von den unethisch-erschlichenen fünf-Sterne-Beurteilungen von Bewerbern aus den Gesprächen täuschen! Es interessiert kein Schwein, dass das Gespräch professionell und eine erste Rückmeldung in drei Tagen vorlag. Diese Kommentare zu Firmen sind reiner Müll - und,  im Rahmen eines Vorstellungsgesprächs angeschnitten, quasi schon wertlose Bestechung. Geht tiefer, auch gerne ein paar Wochen oder Monate zurück. Ins Sommerloch, in die Jahreszahlenberichts-Saison oder in eine kritische Firmenphase. Diese Kommentare, ob nun gut oder schlecht, sagen viel mehr über die Kultur, auf die man trifft und damit auch die höhere oder niedrigere Quote an toxischen Chefs aus, als die Dauer des Vorstellungsgesprächs... Ich würde mir wünschen, dass ihr das hier alles lest, den Kopf schüttelt und euch denkt, was der Steve wieder für weltfremden Quatsch hier im Blog hat. Und weiter mit Job und Chef hochgradig zufrieden seid und so gar nicht auf die Rente oder den kommenden Urlaub giert. Nur leider ist dem nicht immer so... Aber, auch hier lohnt ein Blick auf eines der Stromberg-Zitate: "Ich bin ja quasi die perfekte Mischung aus jung, aber sehr erfahren. Gibt`s in der Form ja sonst nur auf dem Straßenstrich." Und wer immer noch nicht genug haben kann, von Stromberg und Co: Netflix zeigt ab Mitte Januar alle Folgen vom USA-Klau "The Office" und Stromberg-Vorbild der britischen Serie "The Office". Wer also Gift mit Gift bekämpfen will: Ich wünsche euch viel Spaß!    PodCast abonnieren: | direkt | iTunes | Spotify | Google | amazon | PROUDLY RECORDED AND PRODUCED WITH Ultraschall5 Folge direkt herunterladen