PODCAST

Gelassen älter werden

Bertram Kasper

Der 60+ Podcast für Menschen in der dritten Lebensphase von Bertram Kasper ist ein Hörmagazin für alle Menschen zwischen 60 und 78 Jahren, die ihre Fähigkeiten und ihr Können für ein Optimum an Lebensqualität einsetzen möchten. Und das: selbstbewusst, individuell, sinnvoll und vor allem mit Gelassenheit. Das Motto: „Jetzt leben!“Wir sprechen über die Themen, die unsere Generation in der dritten Lebensphase bewegen. Egal obder Marathon mit 66,die ehrenamtliche Tätigkeit bei einer Tafel,die Weltreise mit 70,die perfekte Oma, der perfekte Opa,Urlaub mit Enkeln,Beziehungen und Sex im Alter,die Angst vor dem Altwerden,oder wie wir Krisen bewältigen,wie wir mit Krankheit und Verlust umgehen,wie nochmal ganz neu in die Sinnsuche einsteigen,wie wir fit im Alter bleiben,wie wir Gelassenheit, innere Zufriedenheit und Zeitsouveränität lernen.Also: Ein Podcast für Baby-Boomer, Silver Ager, Best Ager, Golden Ager, Free Ager, Golden Mentoren oder einfach nur für Menschen, die sich mit ihrem eignen Älter werden proaktiv auseinandersetzen möchten und dafür Inspiration und Anregungen suchen. Das Ziel des Podcasts: Inspirieren, motivieren, informieren, bilden und unterhalten! Die Vision: eine Pro Aging Kultur in unserer Gesellschaft. „Gelassen älter werden“ – der einzige Podcast mit Altersbeschränkung – 60 +
Wenn Großeltern ihr Enkelkind verlieren (Maria Flury)
Was ist, wenn Enkelkinder vor den Großeltern sterben. Da wird der Lauf der Zeit auf die Probe gestellt. Unbegreiflich, wenn dies passiert. Wie kann damit ein Umgang gefunden werden und welche Rolle können Großeltern bei einer lebenslimitierenden Erkrankung für ihre Enkelkinder und für ihre Kinder spielen. Und was sagt die Forschung aus einen Kinderhospiz dazu? Dazu begrüße ich heute Maria Flury, sie arbeitetet im Pädiatrisches Palliative Care Team Universitätskinderspital Zürich und hat in 2018 ihren Master of Science in Palliative Care abgeschlossen.  Im Einzelnen sprechen wir über folgende Aspekte: Sie haben sich ja unseren Hörer:innen schon vorgestellt? Doch was machen Sie genau im Kinderspital und wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Rolle der Großeltern in diesem Kontext genauer in den Blick zu nehmen? Wenn ich es richtig weiß haben Sie dazu eine Masterarbeit geschrieben und Großeltern befragt.Welche Erkenntnisse sind Ihnen in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Und können Sie uns vielleicht von einem konkreten Beispiel erzählen?Wie verändert sich die Beziehung zwischen den Großeltern und ihren Kindern in dieser Situation?Und machen Sie die Erfahrung, dass Großeltern früher vielleicht anders mit dem Tod und Sterben umgegangen sind und dies dann auch eine Auswirkung auf die Situation mit den Enkelkindern und Kindern hat?Welchen Beitrag leisten Großeltern nach Ihrer Erfahrung für die Familien und natürlich im Besonderen für die Enkelkinder?Was sind nach Ihrer Ansicht nach wichtige Aspekte, die bei der Arbeit im Kinderspital im Kontext der Großeltern berücksichtigt werden sollten.Was sind Ihre 3 – 6 zentralen Hinweise bzw. Empfehlungen für Großeltern im Kontext von lebenslimitierenden Erkrankungen bei EnkelkindernWenn wir langsam zum Ende kommen. Was würden Sie sagen, sind die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um das Älterwerden und was ist Ihre Vision einer Gesellschaft mit einer Kultur des Pro Agings? Hier der Podcast zum Thema "Trauern" mit Christine Kempkes:Für alle die sich intensiver mit dem Thema Trauer beschäftigen wollen empfehle ich die Episode mit Christine Kempkes. "Trauer kennt kein Alter"
Vor einer Woche
41 Min.
Die Alternde Gesellschaft und die Futurologie des Matthias Horx
Heute geht es in meinem Podcast um eine immer älter werdende Gesellschaft. Wussten Sie das im Jahr 2019 in Deutschland über 18 Millionen über 65 – Jährige lebten. Und wussten Sie das wir im Durchschnitt kontinuierlich älter werden. Es gibt Prognosen, dass jedes zweite heute geborene Baby 100 Jahre alt wird. Und ich freue mich sehr, dass ich heute dazu mit dem bekanntesten europäischen Zukunftsforscher Matthias Horx sprechen kann, dessen Lebensprojekt der Weiterentwicklung der „Futurologie” der 60-er und 70-er Jahre zu einer ganzheitlichen Prognostik – einer interdisziplinären Verbindung von System-, Sozial-, Kognitions- und Evolutionswissenschaften gilt. Eine alternde GesellschaftNach meiner Einschätzung leben wir heute immer noch eher in einer „Anti Aging“ Gesellschaft. Der Podcast „Gelassen älter werden“ soll mit dazu beitragen, dass die Vision einer Pro Aging Gesellschaft Wirklichkeit wird. Sie als Zukunftsforscher prognostizieren in der Veröffentlichung des Zukunftsinstituts „Pro Aging – die Alten machen uns jung“ ebenfalls die Notwendigkeit einer Pro Aging Gesellschaft und schreiben:  „Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es ein neues kollektives Mindset. Anstatt sich die „alternde Gesellschaft“ als apokalyptische Vergreisung – „Methusalem-Komplott“ (Frank Schirrmacher) – oder als Marktplatz für neue „Silver Services“ vorzustellen, gilt es den Blick zu weiten für die Möglichkeit einer anderen Gesellschaft, in der die „Alten“ eine neue, tonangebende Rolle spielen. Nicht als möchtegernjugendliche „Forever Youngsters“. Sondern als selbstbewusst alternde Free-Ager, die ihre wertvollen Qualitäten zum Wohl aller einbringen können. Die Rahmenbedingungen für eine solche nächste Gesellschaft zeichnen sich bereits ab."Nehmen Sie doch einmal bitte unsere Hörer:innen mit, was macht Sie da so optimistisch? Welche gesellschaftlichen Transformationsprozesse stehen uns da bevor? Und welche Wege müssen dazu aus Ihrer Sicht beschritten werden, gerade auch weil die Babyboomer ja keine wirklichen Vorbilder für ihr eigenes Älterwerden haben und vielfach echtes Neuland betreten?  „Die Pro-Aging-Gesellschaft lebt von der Aufwertung und Wiederentdeckung der Altersweisheit, von der Anzapfung des krisenerprobten, mit existenzieller Erfahrung angereicherten Lebens- und Weltwissens der Alten. Auch die Free-Ager von morgen sind keine „alten Alten“, sondern eine Innovationsquelle zweiter Ordnung: Befreit von der traditionellen Alters-Verkrustung und von der aktuellen Jugend-Fixierung, können sie neue Wege in die Zukunft weisen, bei denen der Reichtum der Vergangenheit nicht ausgeklammert, sondern konstruktiv remodelliert wird.“ Wie ist in diesem Kontext der Begriff „Innovationsquelle zweiter Ordnung“ in Verbindung mit einer konstruktiven Remodellierung gemeint? Wie sehen Sie vor dem Hintergrund Ihrer Forschung, die weiteren Trends im Rahmen einer älter werdenden Gesellschaft? Worauf sollten wir uns als Gesellschaft vorbereiten? Sie selbst sind ja auch mit 66 Jahren in der dritten Lebensphase angekommen. Wie erleben Sie Ihr Älterwerden? Was sind Ihre 3 – 6 zentralen Hinweise bzw. Empfehlungen für Menschen im Übergang in ihre dritte Lebensphase im Kontext von.
30-10-2021
47 Min.
Die Verantwortung der Babyboomer (Tamara Dietl)
Heute spreche ich mit der Beraterin für Leadership, der Speakerin, Publizistin und Expertin für den Umgang mit Krisen Tamara Dietl. Eigentlich wollten wir über das Älterwerden von Frauen aus der Perspektive einer Frau sprechen. Die Idee dazu kam uns, als ich Tamara Dietl fragte, ob sie als Frau nicht mit in die Moderation meines Podcastes einsteigen will. Und dann entspann sich darüber ein richtig spannendes Gespräch über das Älterwerden, doch wir haben vergessen auf Aufnahme zu drücken. Also haben wir es nachgeholt. Tamara Dietl entwickelt ein Verantwortungsszenario für Babyboomer Älter werden langweilt mich, schrieb Tamara Dietl neulich in einer Kolumne bei Donna. Was meint sie genau damit? Ausgehend von diesem Satz entwickelt Tamara Dietl in unserem Gespräch ihre ganz eigene Vision für die Generation der Babyboomer. Wie steht das individuelle Älterwerden im Verhältnis zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klima oder den weltweiten Staatsverschuldungen? Tamara Dietl hat eine einfache wie klare Antwort. Es geht um praktizierte Verantwortung und die Babyboomer haben sowohl die Fähigkeiten, als auch die Ressourcen im Alter echte Verantwortung für die nachfolgenden Generationen zu übernehmen. Politische Einmischung von Babyboomer gefragt Und Tamara Dietl geht noch einen Schritt weiter. Dazu "Wozu" oder das "Wofür" liegen buchstäblich auf der Hand. Politische Einmischung im Sinne der 68er Generation ist gefragt. Verbünden wir uns mit den jungen Menschen, die sich so aktiv und konsequent für das Klima engagieren. Wir als Babyboomer haben die Erfahrung, die Zeit und die Ressourcen einen echten Beitrag für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft zu leisten. Fangen wir an. Buchempfehlung"Die Kraft liegt in mir - Wir wir Krisen sinnvoll meistern" von Tamara Dietl, gerade wieder aktuell! Lesen Sie auch meinen Magazinbeitrag "Gedanken über das Alter". Hier der Link!
08-10-2021
46 Min.
Anders alt werden – Leben und Wohnen im Kapellenbrink in Bielefeld
Wir leben in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Die Zahl von 18 Millionen Babyboomer allein in Deutschland bestätigt eindrücklich den demografischen Wandel. Und rund 1/3 von Ihnen hat selbst keine Kinder. Da ist es nicht verwunderlich, wenn sich Land auf und Land generationsübergreifende Wohnprojekte gründen oder mehr und mehr ältere Menschen über neue Wohn- und Lebensformen nachdenken. Wohnen und Leben im Alter eine ganz persönliche und individuelle Herausforderung, genauso wie eine Aufgabe für unsere Gesellschaft. Heute starte ich dazu sozusagen eine neue Reihe in meinem Podcast, in der ich über innovative Lebens- und Wohnformen für älter werdende Menschen berichten möchte. Dazu ist heute die Premiere. Und es gibt noch eine zweite Premiere, denn heute bin ich das erste Mal mit meinem Podcast vor Ort, genauer gesagt im Kapellenbrink in Bielefeld. Hier leben unter dem Motto „Anders alt werden“ fast 100 Frauen und Männer, die meisten von ihnen weit über 65 Jahre alt. Das Projekt gibt es seit 1996 genau 25 Jahre und wurde von Gisela Stender mitgegründet. Zudem ist noch Renate Otto-Walter zu Gast. Sie lebt hier seit 6 Jahren. Herzlich willkommen Frau Gisela Stender und herzlich willkommen Frau Renate Otto-Walter.Wir haben über folgende Aspekte gesprochen: Frau Stender, erzählen Sie doch einmal bitte unseren Hörer:innen wie es zu der Idee gekommen ist, den Kapellenbrink vor 25 Jahren zu gründen? Was waren Ihre Motive, Ihre Überzeugungen, die Sie dazu veranlasst haben? Und vielleicht daran anschließend, wie hat sich der Kapellenbrink bis heute entwickelt und sind Ihre Wünsche und Visionen aufgegangen? Wir werden in unserem Blog zum Podcast auf die Homepage von Ihnen verlinken, doch Frau Otto-Walter, wie können sich unserer Hörer:innen das Ensemble des Kapellenbrink vorstellen. ·        Wie sind Sie auf den Kapellenbrink aufmerksam geworden und was überzeugt Sie an dem Konzept „Anders älter werden“ besonders? Frau Stender, Sie schreiben auf Ihrer Homepage: Die Lebensphase nach Berufstätigkeit und Familienzeit wird als Öffnung in neue Möglichkeiten begriffen. Statt einsamer und passiver zu werden, finden unsere Bewohner neue Möglichkeiten zu Begegnungen, Freundschaften und Gemeinschaft. Dazu gibt es viele Anregungen, Ausdrucks-, und Betätigungsmöglichkeiten auf freiwilliger Basis. Nachbarschaftlicher Austausch und Unterstützung können im Geben und Nehmen erlebt werden. Wie können wir uns dies im alltäglichen Leben vorstellen? Wie erleben Sie Frau Otto-Walter, dass in Ihrem ganz persönlichen Alltag? Was mich selbst an Ihrer Lebens- und Wohnform besonders überzeugt hat, dass ich hier wirklich bis zum Tod bleiben kann, dass ich also nicht mehr in ein sogenanntes Altenheim muss? Und vielleicht an Sie beide gerichtet: Wie realisieren Sie diesen Aspekt und wie sind Ihrer Erfahrungen dazu? Und dann würde ich Sie beide gerne noch nach Ihrem jeweils schönsten Erlebnis hier fragen. Frau Stender, wenn sich durch unser Gespräch jemand für Ihr Projekt interessiert, wie ist überhaupt der Weg zu Ihnen in den Kapellenbrink? Und was kostet das Ganze? Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Kapellenbrinks? Wohin soll die Reise noch gehen? Und wenn ich Sie beide fragen darf, wie erleben Sie Ihren eigenen Prozess des Älterwerdens? Hier der Link zur Internetseite: Im Kapellenbrink, Bielefeld
18-09-2021
48 Min.
Gelassen älter werden mit Anselm Grün
Gelassen älter werden ist heute unser Thema. Wen wundert es. Dazu habe ich heute einen ganz besonderen Gast eingeladen. Pater Anselm Grün. Auch weil er ein Buch genau mit diesem Titel geschrieben hat und ein weiteres mit dem Titel „Die hohe Kunst des Älterwerdens“ jedoch im Besonderen, weil er selbst 76 Jahre alt ist und er aus seiner ganz eigenen Erfahrung zum Prozess des Älterwerdens viel beitragen kann. Und es geht um Annehmen, Loslassen, Transzendenz und Glaube im Alter. Pater Anselm Grün ist er für viele Menschen – nicht nur im Alter –  ein Mentor oder ein gewisses Vorbild, sodass ich mich sehr auf unser Gespräch freue und hoffe, dass viele Menschen einige Inspirationen mitnehmen können. Herzlich willkommen Pater Anselm.Im Einzelnen spreche ich mit ihm über folgende Aspekte: Sie schreiben in „Die hohe Kunst des Älterwerdens“ „Der Sinn des Alters besteht nach C.G Jung daher darin, das Abnehmen der körperlichen und geistigen Kräfte anzunehmen und Blick nach innen zu lenken. In der Seele liegt der Reichtum des Menschen. Das Alter lädt uns ein, in uns hineinzuschauen und dort den Schatz der Erinnerungen und den inneren Reichtum zu entdecken, der in den vielen Bildern und Erfahrungen zum Ausdruck kommt“. Was wollen Sie damit genau ausdrücken, wozu wollen Sie ältere Menschen bei dem Prozess des Älterwerdens ermutigen?Und wie erleben Sie diesen Prozess der „Annahme“ und des „Nach innen Schauens“ ganz persönlich bei sich?Die Studien zeigen, dass sich viele Menschen schon möglichst früh den „Ruhestand“ wünschen. Sie haben für sich einen ganz anderen Weg gewählt. Sie sind nach wie vor sehr aktiv, sowohl beim Schreiben, als auch bei Vorträgen und in der Begleitung von Menschen.  Wie erhalten Sie sich Ihre Energie, Ihre geistige Frische und Ihre besondere Zugewandtheit.Sie sprechen bezogen auf den Prozess des Älterwerdens von Annehmen und von Loslassen. Zuvor haben wir schon über die Annahme gesprochen. Wie erleben Sie Ihren Prozess des Loslassens?Kommen wir zum vielleicht „komplexesten“ Aspekt des Älterwerdens. Transzendieren aus dem Lateinischen „transcendere“ – hinübersteigen, überschreiten. Altern also als einen zutiefst spirituellen Weg! Besonders beeindruckt hat mich in diesem Zusammenhang vor allem zwei Ihrer Sätze: „Letztlich geht es im Transzendieren aber darum, sich in Gott hinein zu vergessen, sich vom unendlichen Schöpfergott zu öffnen und sich von ihm und in ihm getragen zu fühlen“ und zwei Seiten später: „Ich setze auf diese Karte. Ich traue der Bibel, ich traue der Liturgie, ich traue dem heiligen Augustinus, der heiligen Teresa von Avila.“Wie würden Sie für sich persönlich den Prozess der Transzendenz beschreiben und welche Hinweise würden Sie gerne unseren Hörer:innen dazu geben?Welche Wünsche haben Sie für Ihr weiteres Älterwerden?Und vielleicht zum Abschluss: Was würden Sie sagen, sind die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um das Älterwerden und was ist Ihre Vision einer Gesellschaft mit einer Kultur des Pro Agings?
02-09-2021
33 Min.
Unruhestand - Männer altern anders (Prof. Eckart Hammer)Ideen für den Ruhestand (Wolfgang Schiele)Was sagt die Alternsforschung zur Alterskompetenz? (Prof. Hans Werner Wahl)Best Ager als Leihgroßeltern für Enkelkinder (Robert Löhr)Trauer kennt kein Alter (Christine Kempkes)Fit im Alter - Kennt Arbeiten kein Alterslimit (Klaudia Bachinger)Über die Vergänglichkeit und die Angst vor dem Altwerden (Dr. Ina Schmidt)Was sagen Wissenschaft und Praxis zum Übergang ins Rentnerdasein? (Dr. Katharina Mahne)
In Episode Nummer 6 spreche ich mit der Alternsforscherin und Ruhestandscoachin Dr. Katharina Mahne über wissenschaftliche Erkenntnisse zum Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand. Und natürlich bekommen Sie als Hörer:innen konkrete Ideen für die Gestaltung dieser Transition. Die proaktive Auseinandersetzung mit dem Thema erlangt auch deswegen an Bedeutung, da wir sowohl als Mann oder als Frau noch 18 - 23 gute Jahre vor uns haben können. Doch was fangen wir damit konkret an? Hören Sie einfach rein. Frau Mahne ist eine echte Expertin für das Thema Altern und Übergang ins Rentnerdasein. Wenn Sie vielleicht einmal zu Beginn unseren Hörer:innen die zentralen wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Bereich der Alternsforschung vorstellen wollen, wenn es um den Übergang in das Rentnerleben geht? Wo sehen Sie ausgehend von den beschriebenen Ergebnissen, auf der einen Seite die zentralen Problemfelder und wo sehen Sie auf der anderen Seite die größten Chancen bzw. Potenziale? Sehen Sie einen Unterschied im Umgang mit dem Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand zwischen Männern und Frauen. Woran könnte dies Ihrer Ansicht nach liegen? Jetzt kommt es ja darauf an die wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Und Sie Frau Dr. Mahne haben sich da ja in besonderer Weise auf den Weg gemacht. Wie sah dieser Weg aus und was waren Ihre Motive dafür und was ist heute daraus geworden? In Verbindung mit Ihren ganz praktischen Erfahrungen, was sind aus Ihrer Sicht die zentralen Themen, die Menschen angehen sollten, wenn sie sich auf die Reise in ihr Rentnerdasein machen. Und welche Rolle spielen evtl. Begriffe wie Selbstverantwortung, Proaktivität und Generativität, die ja immer wieder von Alternsforscher:innen ist Spiel gebracht werden? Und wie kann dabei eine gute Unterstützung aussehen? Sowohl vielleicht durch eine professionelle Begleitung, als auch durch eine Unterstützung von Angehörigen und/oder Freunden. Was sind Ihre 3 – 6 zentralen Hinweise bzw. Empfehlungen für Menschen im Übergang in ihre dritte Lebensphase. Was würden Sie sagen, sind die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um das Älterwerden und was ist Ihre Vision einer Gesellschaft mit einer Kultur des Pro Agings?
19-03-2021
42 Min.
Sinnsuche - Das Gute braucht seine Zeit (Rainer Wälde)
Dabei erzählt uns Rainer Wälde die Geschichte zu "Das Gut(e) braucht seine Zeit". Dabei geht es um Heimkommen, Älterwerden, Sinnstifter sein, Mentoring, die Gutshof Akademie und den Goldzirkel. Wie schreibt Rainer Wälde auf der Homepage: „Mit der Gutshof Akademie haben Ilona und Rainer Wälde das Zentrum für Sinnsucher im Herzen Deutschlands gegründet. Als frische Nordhessen sehen sie die vielen Vorzüge der Region mit neugierigen Augen. Den Gutshof in Großropperhausen zu finden war für sie wie Heimkommen nach einer langen Reise.“ Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, wie ich 2004 Rainer Wälde in Limburg kennengelernt habe. Er hat mich damals in seinem 3 - tägigen Seminar als Knigge Trainer lizenziert. Als Coach von Führungskräften wurde es in diesen Jahren immer wichtiger auch etwas über Umgangsformen zu wissen. Und bei ihm hatte ich das Gefühl, da bin ich richtig. Er hat mich schon damals beeindruckt. Sein Stil, seine bewusste Art sich zu kleiden, seine Sanftheit, wie ich es ausdrücken würde. Von da an spielte er in meinem Leben immer wieder eine Rolle. Irgendwie wusste ich fortlaufend über die Entwicklungen Bescheid - durch Lesen seiner Beiträge, durch seine Filme und andere Veröffentlichungen. Mich haben besonders seine Kreuzfahrtdokumentationen beeindruckt. Träumte ich doch auch von einer Kreuzfahrt. Jahre später trafen wir uns dann 2017 - im Gründungsjahr der Gutshof Akademie - zu einem Social Media Seminar wieder. Und ich war beeindruckt von dem Ort, der Atmosphäre und der bewussten gestalteten Einrichtung. Und auch die Seminare erlebte ich hochwertig. Sinnsuche - einfach mal in sich hineinschauen Rainer Wälde beeindruckt mich auch als Mann, der mit seinen Gefühlen in Kontakt ist, der sich öffnet für Selbstreflektion, der versucht sich konsequent weiterzuentwickeln und sich dafür Zeit nimmt. Für mich lebt er, was er versucht zu vermitteln. Und so ist er über die Jahre vom Sinnsucher zum Sinngeber geworden. Was er genau damit meint, hören Sie selbst!
27-02-2021
36 Min.
Ab wann ist man alt?Die Lebensstile der "neuen" Alten!Silver Ager: 4 Themen für die dritte Lebensphase
Im heutigen Podcast spreche ich über die 4 zentralen Themen für die dritte Lebensphase der Silver Ager. Dabei greife ich die zentralen Schlüsselqualifikationen auf, die zum Gelingen dieser Lebensphase einen wichtigen Anteil haben. Selbstverantwortung, Proaktivität, Generativität und die verbunden mit dem Thema „Spuren hinterlassen“.Wofür will ich mich noch einsetzen – die zentrale Frage der Silver Ager?Um die Herausforderungen der dritten Lebensphase zu bewältigen, ist es nach der schweizerischen Wissenschaftlerin Perrig-Chiello (2008, S. 142 f.) von zentraler Bedeutung für sich die Lebensinhalte, Themen und Entwicklungsaufgaben herauszuarbeiten, die im letzten Drittel meines Lebens eine Bedeutung bekommen sollen.Dazu gehört zunächst die Auseinandersetzung mit den ursprünglichen Lebensentwürfen. Folgende Fragen – auch hinsichtlich der Antizipation der Zukunft – sollten Silver Ager in das eigene Blickfeld rücken. Dadurch wird der Prozess der Selbstauseinandersetzung der Silver Ager begünstigt:Was waren meine Jugendträume?Wie realistisch waren sie?  Was konnte von mir realisiert werden, was eher nicht?Wie soll ich meine Zukunft gestaltet?Wie will ich älter werden und wie soll mein älter werden aussehen?Neudefinition der eigenen Identität als Silver Ager und Perspektive für die dritte LebensphaseZu den vorgenannten Fragen gehört ebenfalls die Reflektion meiner vorhandenen Ressourcen. Was steckt als Silver Ager noch in mir? Was liegt vielleicht brach und was will ich noch entwickeln?Selbstverantwortung, Proaktivität und GenerativitätDie drei zentralen Schlüsselqualifikationen Selbstverantwortlichkeit, Proaktivität und Generativität begünstigen, inwieweit die Auseinandersetzung mit diesen Fragen gelingt und ob daraus neue Entwicklungsmöglichkeiten identifiziert und umgesetzt werden können. Die schweizerische Wissenschaftlerin Perrig-Chiello (2008) hat dies im Rahmen ihrer Forschung herausgearbeitet. Wofür stehen Selbstverantwortlichkeit, Proaktivität und Generativität im Einzelnen.SelbstverantwortungMenschen mit hoher Selbstverantwortlichkeit sehen sich weniger als Opfer ihre Umstände, welches auf Hilfe anderer angewiesen ist. Sie setzen stärker auf ihre eigene Kompetenz, werden lösungsorientiert aktiv und suchen die Kommunikation mit Nahestehenden. Dabei lassen sie sich nicht von negativen Gefühlen wie Wut, Trauer und Enttäuschung überwältigen, sondern betrachten Krisen und Schicksalsschläge als notwendigen und zu bewältigenden Bestandteil menschlicher Existenz, und sind in der Lage,  auch in schwierigen Zeiten auf sich zu achten und es sich selber gut gehen zu lassen. Laut zahlreiche Studien korreliert hohe Selbstverantwortlichkeit mit positiver psychischer und physischer Befindlichkeit.ProaktivitätUnter Proaktivität versteht man vorausdenkendes, überlegtes und antizipativ orientiertes Handeln. Proaktive Menschen planen voraus, nehmen Langzeitperspektiven ein und entwickeln Strategien um Visionen zu verwirklichen. In der dritten Lebensphase sind proaktive Menschen eher in der Lage, sich anbahnende Veränderungen (Auszug der Kinder, Pflegebedürftigkeit der Eltern) zu antizipieren und sich darauf einzustellen, sowie sich auch potenzieller unvorhersehbarer Veränderungen (Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung der Partnerschaft) bewusst zu werden und damit wichtige Bestandteile des Lebens nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als kostbares, zu pflegendes Gut zu betrachten.GenerativitätUnter Generativität wird nach Erikson (1973) das Ausrichten des Lebensinteresses auf die nachfolgende Generation verstanden. Das Bestreben etwas zu schaffen, was die eigene Existenz überlebt, sowie auch der Wunsch, für andere Menschen von Bedeutung zu sein, hat für Personen des mittleren Lebensalters hohen sinnstiftenden Charakter. Generativität erleichtert zudem das Akzeptieren des bisherigen Lebens und gilt nach Erikson als Voraussetzung zur Erlangung einer Ich-Integrität im  höheren Alter. „Je generativer sich Menschen im mittleren Lebensalter verhalten, desto größer ist ihr Selbstbewusstsein und desto besser ist ihr physisches und psychisches Wohlbefinden“ (Perrig-Chiello 2008, S. 148).
08-01-2021
26 Min.
Episode 0 Gelassen älter werden
Der Podcast „Gelassen älter werden“ von Bertram Kasper ist ein Hörmagazin für alle junggebliebenen Menschen zwischen 60 und 75 Jahren, die ihre Fähigkeiten und ihr Können für ein Optimum an Lebensqualität einsetzen möchten. Und das: selbstbewusst, individuell, sinnvoll und vor allem mit Gelassenheit. Das Motto: „Jetzt leben!“ Wir sprechen über die Themen, die unsere Generation in der dritten Lebensphase bewegen. Egal ob der Marathon mit 66, die ehrenamtliche Tätigkeit bei einer Tafel, die Weltreise mit 70, die perfekte Oma, der perfekte Opa, Urlaub mit Enkeln, Beziehungen und Sex im Alter, die Angst vor dem Altwerden, oder wie wir Krisen bewältigen, wie wir mit Krankheit und Verlust umgehen, wie nochmal ganz neu in die Sinnsuche einsteigen, wie wir fit im Alter bleiben, wie wir Gelassenheit, innere Zufriedenheit und Zeitsouveränität lernen. Und wir werfen Fragen auf: • Was möchten Sie ganz persönlich mit Ihren Jahren zwischen 60 – 78 anfangen? • Wie wollen Sie mit Ihrem Können, mit Ihrem Wissen, mit Ihrer Energie, mit Ihrer neu gewonnen Freiheit umgehen? • Wozu möchten Sie diese Jahre – 15 – 20 können es leicht sein -generativ einsetzen? • Welcher Traum oder welche Ideen sind noch offen? • Welches Projekt wären Sie gerne einmal – vielleicht auch in jungen Jahren – angegangen? • Oder welche Werte sind Ihnen so nah, dass Sie gerne einen Rahmen schaffen würden, um sie lebendig werden zu lassen? Also: Ein Podcast für Baby-Boomer, Silver Ager, Best Ager, Golden Ager, Free Ager, Golden Mentoren oder einfach nur für Menschen, die sich mit ihrem eignen Älter werden proaktiv auseinandersetzen möchten und dafür Inspiration und Anregungen suchen. Das Ziel des Podcasts: Inspirieren, motivieren, informieren, bilden und unterhalten! Die Vision: eine Pro Aging Kultur in unserer Gesellschaft.
03-01-2021
18 Min.

0:00