Rio Atabapo - Biotope. Strömung. Indigene Völker.

TROPENFIEBER - Hobby meets Nature

Apr 3 2023 • 49 mins

Der Rio Atabapo in Kolumbien ist ein typischer Schwarzwasserfluss, der mehrere Klarwasserzuläufe hat. Mit 280 km Länge gehört er zu den größeren Flüssen in Südamerika. Als Wasserstraße verbindet er Kolumbien mit Venezuela und ist nicht zuletzt durch militärische Einsätze gegen Goldwäscher und dem starken Drogenhandel an den Grenzgebieten bekannt geworden. Der Rio Atabapo mündet in den Orinoco und hat eine direkte Verbindung zum Río Guaviare und Inírida River. #jblexpedition In der Episode #03 von TROPENFIEBER - Hobby meets Nature lässt Dr. Jochen Weins den Aufenthalt während der Forschungsexpedition Kolumbien II Revue passieren. Wir sprechen mit ihm über die zahlreichen Entdeckungen und Erlebnisse, die bereits an einem kleinen Seitenarm des Rio Atabapo begannen. Für Jochen war es einer der interessantesten Orte der gesamten Reise - zumindest in Bezug auf die Vielfalt der Zierfische und an Land lebenden Arten. Bereits hinter dem Dorf, in dem das Forschungsteam sein Lager aufschlug, fand sich eine überschwemmte Wiese mit einem reißenden Bach. In diesem Biotop fand das Team die einzigen Altum Skalare (Pterophyllum altum) auf der gesamten Reise. Aber schon wenige Kilometer davon entfernt, gab es bereits eine sehr unterschiedliche Artenvielfalt. So konnten wir auf der Reise rund 100 Fischarten entdecken: Flaggenbuntbarsche, Crenicichlas, Raubsalmler, Hechtsalmler, diverse friedliche Salmler, Garnelen, Krebse, Saug- und Panzerwelse und noch vieles mehr. Dunkles Wasser, scharfe Steine, das Unbekannte in der Böschung. Die Unterwasserwelt in Schwarzwasser-Optik, zeigte sich an diesem Standort wie in den schönsten Träumen. Ergänzt wurde das Bild von den überfluteten Hochwasser-Biotopen und Lebensräume, die nur mit dem Boot zu erreichen waren. Aber auch echte Insiderinformationen und Anekdoten kommen in dieser Episode nicht zu kurz. Von der täglichen Körperpflege im natürlichen Badezimmer über echte "Fließbandarbeit" hin zur Erkenntnis, dass Feldforschung nicht nur Freizeit und Vergnügen sind. Wir erfahren von seinen persönlichen Highlights dieses Standorts, wie dem Schnorcheln und Fotografieren, der morgendlichen Wanderung, dem abendlichen Zusammensitzen, dem Leben im Dorfzentrum und vielem mehr.